Kuba: Neue Gerüchte über den Tod von Fidel Castro

Datum: 11. Oktober 2012
Uhrzeit: 11:44 Uhr
Ressorts: Kuba, Panorama
Leserecho: 16 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Gerüchteküche wieder am brodeln

Der kubanische Ex-Präsident Fidel Castro soll einmal mehr gestorben sein. Über soziale Netzwerke und Online-Medien verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer, dass „El Comandante“ bereits „Hirntod“ sei. Journalisten aus Miami berufen sich bei ihren Meldungen dabei auf „Quellen“ innerhalb der Familie des Revolutionsführers.

Ein Anlass, der die Gerüchteküche wieder einmal brodeln lässt, ist der Wahlsieg des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez. Kubas Präsident Raúl Castro gratulierte dem bolivarischen Führer offiziell umgehend zu dessen Wiederwahl, sein politischer Ziehvater Fidel Castro schwieg bisher.

Seitdem Fidel Castro im Juli 2006 wegen Problemen mit seiner Gesundheit die Macht an seinen jüngeren Bruder Raúl abtreten musste, gab es immer wieder Gerüchte über seinen Gesundheitszustand. In den letzten Monaten wurde er nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen, die in kubanischen Staatsmedien veröffentlichten „Reflexionen“ über die Weltpolitik blieben aus. In der Vergangenheit tauchte der Máximo Líder allen Spekulationen zum Trotz jedoch schnell wieder aus der Versenkung auf und erfreute sich bester Gesundheit.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    togo

    Man hat schon lange nichts von ihm gehört, aber bei einer erwähnte Chávez, dass Fidel auch gratuliert hat. Ein Brief oder dergleichen wurde aber nicht veröffentlicht.

  2. 2
    Linus Bracher

    Was Chavez erwähnt, ist nicht relevant. Der Mann ist schon seit Jahren hirntod.

    Er erwähnte ja auch, dass ein US-Söldner vor Wochen festgenommen wurde.

    • 2.1
      Lobito gris

      um hirntod zu sein bräuchte er nur noch besgtes Hirn!

  3. 3
    Annaconda

    Erinnert mich an die Franco-Diktatur,den haben sie bis zuletzt in die Öffentlichkeit gezogen,damit das Regime nicht zusammenbricht.Bei einer seiner letzten Reden,musste er laufend gestützt werden, dass er nicht umkippte und seine Arme wurden von einer hinter ihm stehenden Person bewegt.Makaber,ich war mir da nicht ganz sicher, ob es eine Mumie oder eine noch lebende Person war.Das haben diese Regime, ob links oder rechts gemein,totale Vernebelung und Geheimnisskrämerei.Deswegen ist ja auch in Venezuela ständig die Gerüchteküche am Brennen.Hoffentlich wir uns das bald hier erspart,ja 14 Jahre haben wir ja schon hinter uns…wir sind auf dem besten Weg,dem Beispiel Fidel Castros zu folgen,denn die „Königsfamilie“ Chavez besetzt ja schon.viele hohe Posten in der Politik. @Linus,guter Witz!

  4. 4
    Der Bettler

    Es werden nicht viele trauern,wenn die Mumie mal ganz tot ist.Ansonsten
    wem schert es ?

  5. 5
    Heinz R.

    Wenn Fidel Castro stirbt, erlischt ein Stern der Menschheit. Der einzige, der sich dem Amerikanischen Imperium widersetzt. Welches vergleichbare Land hat ein so hohes Bildungsniveau und gutes Gesundheitswesen, trotz eines jahrzehntelangen und völkerrechtswidrigen Embargos?

    Menschenrechtsverletzungen sind auf Kuba natürlich alltäglich. In Guantanamo. Hier zeigt Amerika was Menschenrechte wert sind.

    • 5.1
      hugo

      sie haben völlig recht. die kritiker von cuba blenden diese sachverhalte völlig aus. amerika, in einem land in dem folter (waterboarding u.a.m.) als legitimes mittel zur informationsbeschaffung angewendet wird muß man sich über nichts mehr wundern. nur über die befürworter, die einem derart perversen system das wort reden. solange sie selbst davon nicht betroffen sind. ein altes sprichwort lautet: „nur die dümmsten kälber wählen ihren metzger selber“.

    • 5.2
      Martin Bauer

      Wohl zu heiss gebadet…?

  6. 6
    Werner

    Ein alter, kranker Mann. Der an seinem gescheiterten kommunistischem System festhält und Millionen seiner Inselbewohner schadet. Ein toller Stern, den ich lieber als verwirrten Verbrecher bezeichne.

    Und die dummen Kälber auf Kuba haben nicht mal die Wahl jemand anderen zu wählen.

    • 6.1
      hugo

      zumindest hat er vorher einen anderen verbrecher und hochgradig korrupten diktator zum teufel gejagt, der einen großteil der bevölkerung zum eigenen vorteil ausraubte. unter den vorher genannten bedingungen hat castro für cuba wesentlich mehr geleistet als die zuvor mit amerikanischer unterstützung wütende verbrecherische marionette batista. keine schulbildung, kein gesundheitswesen und ausbeutung großer bevölkerungsteile zu gunsten einiger weniger. dies sollte nicht unerwähnt bleiben, auch wenn es unangenehm ist.

    • 6.2
      Martin Bauer

      Ich vermag nicht zu erkennen, was an Fidel Castro besser sein soll, als an Batista. Er ist selber ein mörderischer, sadistischer, aufgeblasener Diktator. Kuba kam durch ihn vom Regen in die Traufe.

  7. 7
    Annaconda

    Also einen korrupten Diktator zu stürzen ist ja lobenswert,deswegen muss man ja nicht gleich alle Macht 53 Jahre an sich reissen und sich selbst zum blutrünstigen Diktator entwickeln. Nicht immer heiligt der Zweck alle Mittel, ich denke es gäbe auch andere Formen die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.

    Leider war auch im Falle Kuba, die Medizin schlimmer als die Krankheit. Und wenn man die Diktatur in Kuba kritisiert heisst das ja nicht, dass man die Politik der USA gut heisst. Und das Wirtschaftsembargo ist nicht die alleinige Schuld der wirtschaftlichen Misstände in Kuba. Und @ Heinz kein Mörder ist ein Stern der Menschheit. Oder liegt der Unterschied darin, unter welchem Banner man politische Gegner beseitigen und foltern lässt? Was in Guantanamo oder in kubanischen Gefängnissen passiert ist gleichermassen zu verurteilen.

    • 7.1
      Martin Bauer

      Annaconda, es ist doch seit fast einem Jahrhundert unübersehbar, dass jeder noch so bestialische Massenmörder von den Linken als Philantrop und Messias gefeiert wird, sofern er nur eine rote Fahne schwingt. Schau dir doch nur die seelenlosen Zombies der Linkspartei an! Die streuen nach aussen Hass und intern zerfleischen sie sich gegenseitig für einen Hauch von Macht und Privilegien. Mit solchen Leuten ist kein Dialog möglich, denn ihre Argumente sind vorgefertigt und seit Generationen die gleichen.

      • 7.1.1
        hugo

        wenn man alle unschuldigen opfer der sogen. demokratiebringer als „colaterals“ bezeichnen darf, kann man derartiges sinnloses zeugs schreiben.sehr geehrter herr bauer, ihre verunglimpfung und beleidigung von menschen denen sie geistig kaum das wasser reichen können ist schon lustig. immer die gleichen stereotypen zu verbreiten ist langweilig. im nachhinein immer alles besser gemacht zu haben und sich in allgemeinheiten zu ergehen ist simpel. als beispiel der von ihnen ach so gerne propagierten politischen rechten informieren sie sich doch mal über die geschichte des „torre de david“ in caracas. sicherlich werden sie wieder genügend „argumente“ finden um diesen in beton gegossenen schwachsinn und seine folgen zu rechtfertigen. nicht dass sie gleich wieder in das von ihnen so gerne zitierte „links – rechts – schema“ abgleiten. hier geht es um ökonomie und die folgen und verantwortungslosigkeit kapitalistischen größenwahns, dem sie so gerne das wort reden. nicht immer ist das richtig wozu man von anderen zustimmung erfährt. nur wer gegen den strom schwimmt kommt an die quelle. die auswirkungen des kapitalistischen systems (überbordende staatsverschuldung, massenarbeitslosigkeit, altersarmut usw usf.) sind unübersehbar. nicht nur in den usa und lateinamerika sondern mit rasant zunehmender geschwindigkeit auch jetzt in europa. dies sind nun mal die zutaten, aus denen sich revolutionen speisen.

      • 7.1.2
        Annaconda

        Also @Hugo, dann haben wir eben nach ihrer Definition in Venezuela „barbarischen Kapitalismus“.Mit dem „Strom“ schwimmen, bedeutet hier die Show vom sogenannten Sozialismus des 21.Jahrhunderts mit zu spielen und die Misstände in verantwortungsloser Umwelt- und Wirtschaftspolitik zu übersehen,solange nur irgendwelche persönliche Vergünstigungen herausspringen .Das Thema war ja eigentlich Herr Castro,und ich denke mir seine Menschenrechtsverletzungen(natürlich geographisch wesentlich mehr eingegrenzt als die der Weltpolizei USA) sind ebenso wenig zu akzeptieren.Mit Sicherheit bin ich nicht in Allem einer Meinung mit Herr Bauer,aber worin unterscheidet sich denn ihre Beleidigung von der seinen,wenn sie ihm unterstellen ,dass er anderen“geistig kaum das Wasser reichen“ kann?.Eben nur eleganter ausgedrückt!Ich denke er mag in gewissen Dingen einen anderen Standpunkt haben,aber „blöd“ ist er deswegen gewiss nicht.Und die kubanische Revolution war seinerseits mit Sicherheit berechtigt,aber durch ihre Institionalisierung und Machtmonopol in wenigen Händen, hat sie sich längst ins Aus geschossen und ist ein längst überfälliges,marodes,repressives System,welches der Vergangenheit angehört.Die Welt heutzutage erfordert ein komplettes Umdenken der bisherigen politischen und wirtschaftlichen Modelle und da ist weder das kubanische ,noch das venezolanische(teils Kopie des kubanischen Modells) Modell eine akzeptable Alternative zum derzeit bestehenden Kapitalismus.http://www.talcualdigital.com/nota/visor.aspx?id=75740&tipo=AVA ein Artikel zu Torre David……und lesen sie mal etwas zum monströsen Mausoleum,welches Chavez für Simon Bolivar (und vielleicht auch für sich ,Megalomanie) baut.Ca. 140Millionen Dollar(!?!?!?!) http://www.noticias24.com/venezuela/noticia/110924/afp-caracas-levanta-moderno-mausoleo-en-nuevo-tributo-de-chavez-a-simon-bolivar/

      • 7.1.3
        Martin Bauer

        Sozialismus, in seiner reinen Lehre, ist die perfekte Lebensform für perfekte Wesen, denen Egoismus und Streben nach Macht völlig fremd ist. Nur, wo gibt es die…? Nicht auf diesem Planeten!
        Sozialismus, praktisch angewandt, ist die Lebensform der Ameisen und Termiten, seelenloser Zombies, wie schon gesagt, über denen der eiserne Wille der Königin (sprich Partei) schwebt, oder der eines als Gottheit verehrten roten Führers. Die Insekten merken es vermutlich nicht mehr, sie sind wohl längst entsprechend mutiert. Wir aber sind noch nicht so weit, und wir wollen da auch nicht hin. Für uns Menschen ist dies organiniertes Verbrechen, welches das Volk als Ganzheit ausraubt und versklavt. Wer dafür steht, ist nicht lediglich ein Mensch mit anderer Meinung, den man respektieren kann, sondern jemand, der die freie Lebensform, Würde und Grundrechte der Menscheit zu seinem eigenen Vorteil abschaffen will. Also ein Todfeind. Ein solcher muss logischwerweise mit wenig schmeichelhaften Betitelungen rechnen, wenn nicht mit Schlimmerem.

        Doch für massive Gegenmassnahmen sehe ich keine Notwendigkeit. Das regelt sich von selbst, wenn auch nicht so rasch, wie es mir lieb wäre. Während der Pluralismus und Kapitalismus an ihren z.T. schmerzlichen Krisen wachsen, reibt sich der Sozialismus an der ewig wiederkehrenden Leier der selben doktrinären Phrasen und Prozeduren ohne Inhalt an sich selber auf. Kraft zur Innovation fehlt ihm völlig, genau wie die Kraft zu was auch immer. Waren Figuren wie Stalin, Mao, waren noch mörderische Despoten gewaltiger Reiche, so fallen Erscheinungen wie Ulbricht, Honecker, Castro, Morales und Chávez lediglich in die Kategorie krampfhaft nachahmender Möchtegern-Diktatoren, zu dumm, etwas Neues aufzubauen, zu schwach, die bestehenden Strukturen zu zerstören. Ihnen bleibt als Umgangsform mit dem Volk, wie mit den eigenen Genossen, nur Brutalität, die Stärke der Schwachen. Man kennt das ja von Frauenschlägern und Kinderschändern.

        Die Alternative zum Linksradikalismus ist nicht Rechtsradikalismus, wie Leute ohne Toleranz es gerne hinstellen wollen, sondern Pluralismus mit individuell verschiedenen Menschen und weitgehender Handlungsfreiheit, für die die Spielregeln im Rahmen von dynamischen, mehr oder weniger demokratischem Weg Prozessen den sich wandelnden Anforderungen angepasst werden. In einer pluralistischen Gesellschaft ist selbstverständlich auch Platz für Linke, ja, sie spielen sogar eine sehr wichtige und nützliche Rolle, solange sie für eine evolutionären Entwicklung zur Verbesserung des bestehenden Systems stehen, nicht für dessen Zerstörung durch Revolution. Innerhalb dieses Rahmens ist sehr viel Raum für unterschiedliche Ansichten, denen jeder mit Toleranz und Respekt begenen kann, gerade wenn es zur Freundschaft mal nicht reicht.

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