Nach Brasilien auswandern: Grundlegende Hinweise

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Datum: 12. November 2012
Uhrzeit: 13:48 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Gegenwärtig verlassen jedes Jahr rund 700.000 Deutsche ihre Heimat und suchen ihr Glück im Ausland. Vorrangig geht es dabei in die Schweiz, nach Österreich und in die USA. Immer beliebter werden aber auch Länder im lateinamerikanischen Raum.

Brasilien gewinnt an Bedeutung

Neben Ostasien gehören auch Teile Südamerikas zu den wirtschaftlich am schnellsten wachsenden Regionen der Erde. So ist es zurzeit vor allem Brasilien, das lange Zeit als Schwellenland galt, heute aber bereits die sechs-stärkste Industrienation der Welt ist. So hat in dem teilweise vom Regenwald durchzogenen Land zuletzt ein regelrechter Boom eingesetzt, der die Wirtschaft ankurbelte und sich positiv auf die Lebensqualität auswirkte. Diese Entwicklung wird auch in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch anhalten, denn mit den Olympischen Spielen und der nächsten Fußball-WM finden hier zwei sportliche Großereignisse statt, die das Interesse der ganzen Welt auf sich ziehen werden. Das führt zwangsläufig zu einer höheren Attraktivität des Landes, einer besseren Infrastruktur und mehr Tourismus. Einige zieht es sogar für immer dahin. Auch als Auswanderungsland hat Brasilien nämlich Vorteile aufzuweisen. Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein wirtschaftliches Studium vorweisen kann, der wird es nicht schwer haben, sich in Brasilien eine neue Existenz aufzubauen. Die Metropolregionen um São Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte und Porto Alegre sind dafür sicherlich die vielversprechendsten Anlaufstellen.

Kulturelle Unterschiede beachten

Wer sich als Deutscher für Brasilien als Auswanderungsziel entscheidet, der wird viele kulturelle Unterschiede feststellen können und dementsprechend auch einige Wochen brauchen, bis man sich an die typisch südamerikanische Mentalität gewöhnt hat. So neigt man dort unter anderem eher dazu, Privates und Berufliches zu vermischen, während man in Deutschland in dieser Hinsicht klarere Grenzen hat. Eine positive Grundeinstellung und eine großzügige Interpretation des Begriffs Pünktlichkeit dürften zunächst ebenfalls für Missverständnisse oder Anpassungsschwierigkeiten sorgen. Lebensfreude und ein Zelebrieren der eigenen Kultur nicht zur Karnevalszeit sind ebenfalls typische Merkmale, mit denen deutsche Auswanderer keine Probleme haben sollten.

Eckpfeiler der Ausreise: Umzug und Visum

Die größten Hürden bei einer Auswanderung dürften einerseits die behördliche Bürokratie, anderseits die Überführung des Haushalts darstellen. Große Umzugsunternehmen aus Rostock, Konstanz oder Frankfurt haben aufgrund ihrer guten Anbindung ans Ausland häufig Erfahrung mit dem Einleiten des Transports und können eine Überführung des Hab und Guts zu Lande, zu Wasser oder per Luftfracht veranlassen beziehungsweise entsprechende Kontakte herstellen. Was den Papierkram angeht, so bedarf es neben dem gültigen Reisepass in erster Linie eines Visums, das bei der brasilianischen Auslandsvertretung beantragt werden kann. Dies sollte natürlich am besten einige Monate vor dem Datum der geplanten Ausreise aus Deutschland geschehen, da es bei der Ausstellung des Visums zu erheblichen Verzögerungen kommen kann.

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