Wahlen in Venezuela: „Oppositon erleidet vernichtende Niederlage“

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Datum: 17. Dezember 2012
Uhrzeit: 07:58 Uhr
Leserecho: 16 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Niederlage reiht sich an Niederlage

Bei den Regionalwahlen am Sonntag (16.) hat die Oppostitionspartei eine vernichtende Niederlage erlitten. Dies teilte der venezolanische Vizepräsident und Außenminister Nicolás Maduro kurz nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse mit. Nach seinen Worten hat das venezolanische Volk einen riesigen Akt der Liebe für den auf Kuba an Krebs operierten Staatschef Hugo Chavez bezeugt.

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„Die Regierung hat der Opposition bereits bei der Präsidentschaftswahl am 7. Oktober eine schallende Niederlage erteilt. Niederlage reiht sich an Niederlage“, so Maduro in einem Telefon-Interview mit dem offiziellen Kanal VTV .

Die Chavistas gewannen die Gouverneursposten in 20 der 23 Bundesstaaten Venezuelas. Henrique Capriles konnte allerdings den Schlüsselstaat Miranda für sich gewinnen. Die Wahlen waren durch eine extrem geringe Wahlbeteiligung geprägt, lediglich 53,9% der wahlberechtigten Bürger/innen gingen zu den Urnen. Die Abstinenz von 46,1% war die höchste in den letzten 14 Jahren.

Offizielles Wahl-Bulletin der Nationalen Wahlbehörde

Amazonas
Liborio Guarulla (Movimiento Progresista) 54,1%
Nicia Maldonado (PSUV) 36,7%

Anzoátegui
Aristóbulo Istúriz (PSUV) 56,1%
Antonio Barreto Sira (AD) 43,2%

Apure
Ramón Carrizalez (PSUV) 62,3%
Luis Lipa (FC) 23,4%

Aragua
Tareck El Aissami (PSUV) 55,1%
Richard Mardo (Primero Justicia) 44,6%

Barinas
Adán Chávez (PSUV) 56,8%
Julio C. Reyes (Avanzada Progresista) 44,1%

Bolívar
Francisco Rangel Gómez (PSUV) 43,57%
Andrés Velásquez (Causa R) 42,34%

Carabobo
Francisco Ameliach (PSUV) 55,2%
Henrique Salas Feo (Proyecto Venezuela) 44,1%

Cojedes
Érika Farías (PSUV) 62,3%
Alberto Galindez (Primero Justicia) 37,1%

Delta Amacuro
Lisetta Hernández (PSUV) 75,3%
Arévalo Salazar (Meri) 22,1%

Falcón
Stella Lugo (PSUV) 50,3%
Gregorio Graterol (GoyoVa) 36,7%

Guárico
Ramón Rodríguez Chacín (PSUV) 73,3%.
José Manuel González (Independiente) 26,5%

Lara
Henri Falcón (Avanzada Progresista) 56,2%
Luis Reyes Reyes (PSUV) 43,5%

Mérida
Alexis Ramírez (PSUV) 49,3%.
Léster Rodríguez (Copei) 39,3%.

Miranda
Henrique Capriles (Primero Justicia) 52,1%
Elías Jaua (PSUV) 47.6%

Monagas
Yelitze Santaella (PSUV) 54,5%.
José Gregorio Briceño (MiGato) 42,2%

Nueva Esparta
Carlos Mata Figueroa (PSUV) 54,1%
Morel Rodríguez (MRA) 45,7%

Portuguesa
Wilmar Castro Soteldo (PSUV) 53,6%
Oswaldo Zerpa (PCV) 23,8%

Sucre
Luis Acuña (PSUV) 58,3%
Hernán Núñez (Voluntad Popular) 36,9%

Táchira
José G. Vielma Mora (PSUV) 53,5%
César Pérez Vivas (Copei) 46,1%

Trujillo
Henry Rangel Silva (PSUV) 81,7%
José Hernández (UNT) 17.8%

Vargas
Jorge Luis Garcia Carneiro (PSUV) 73,1%
José Manuel Olivares (UNT) 25,5%

Yaracuy
Julio León Heredia (PSUV) 57,8%
Biaggio Pilieri (Convergencia) 36,5%

Zulia
Francisco Arias Cárdenas (PSUV) 52,1%
Pablo Pérez (UNT) 47,7%

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  1. 1
    pandora

    Ich habe mich gestern Abend noch mit Venezolanern unterhalten die den Kandidaten der Psuv gewählt haben . Auf die Frage : Warum ? kam prompt die Antwort : wir wollen endlich mal einen Gouverneur „mit Geld“ und keinen von den *Anderen* . Die bekamen in den letzten Jahren kaum Unterstützung (Gelder) vom Staat um etwas für ihre Menschen zu tun ..
    Ok , nun sind viele Estados „rot“ . Nun sollen / können / müssen die „Neuen“ zeigen , dass sie es besser können . Mit den Einnahmen vom Erdöl sollte dies ja auch eigentlich nicht schwer fallen – NUR – sind ja diese Quellen schon ausgeschöpft … das Erdöl der nächsten Jahre schon verscherbelt , das Land am Ruin ..

    • 1.1
      Annaconda

      Also viele sogenannte „rote“ Bundesländern waren und sind auch nicht gerade flüssig.In Anzoategui welches ja von PSUV regiert wurde und wieder wird,haben sie nichts von einem sogenannten Geldsegen gespürt,das gleiche Leid Stromausfälle,nicht vollendete Projekte,kaputte Infrastruktur etc.und sollte mehr Geld fliessen für die Gouverneure von Chavez so macht das keinen grossen Unterschied,denn die sichern alles für ihre „Kameraden“ und das Ergebniss für die Bevölkerung ist somit die gleiche Misere.

      • 1.1.1
        pandora

        Das glaube ich gerne … nur viele der Venezolanos anscheinend (noch ) nicht .. Sie hoffen eben immer noch , einmal selbst „Nutznießer“ zu werden .. so wurde und wird und es ihnen ja „vorgegaukelt“ …dass die Gelder nie , nicht & nimmer da ankommen , wo sie sollen oder gar nicht kommen – wollen und können sie nicht glauben ….

  2. 2
    hugito

    wenn man halt lieber sich die Birne mit Sangria und Whisky an der Playa vollaufen läßt, anstatt wählen zu gehen…, dann kommt eben dieses Ergebnis dabei heraus! Wir waren gestern Abend um 18 Uhr im Einkaufszentrum, kaum jemand hat den Finger in die Tinte gesteckt, alles potenzielle Wähler der Opposition! Auf dem Land da haben die Leute halt nix anderes zu tun, also geht man Wählen, man sieht sich, schnackt etc.
    Wir haben es hier mit einer sogenannten Elite und Mittelschicht zu tun, die völlig unverantwortlich mit ihrem Wahlstimmen umging- enthalten war noch nie eine Lösung!!!

  3. 3
    Wolfgang

    @hugito, @pandora … Ich glaube Ihr macht es euch zu einfach. Wenn selbst eine Ikone wie Pablo Perez in der Oppositionshochburg Zulia gegen den PSUV Kandidaten sang und klanglos verliert, dann muss es andere Gruende geben als dass die Leute lieber am Strand liegen. Und wenn es doch so sein sollte, dass die „Mittelschicht“ lieber an die Playa geht oder zuhause bleibt, an statt die Opposition zu waehlen, dann kann es ja doch nicht so schlimm sein, wie man es auch hier immer wieder liest. 2 mal kurz hintereinander hat die Oposicion nun Keile von der PSUV bezogen, da kann man nicht mehr von „unlauteren Methoden“ sprechen.

    • 3.1
      pandora

      es gibt sicherlich recht viele Gründe …
      *vom Frust der verlorenen Präsidentschaftswahlen ,
      *Uneinigkeit im Lager der Opposition
      *die Krankheit des Hugo C.
      *die zahlreichen Geschenke für den Stimmenfang
      und nicht zuletzt
      die Schulferien , die man man schnell eine Woche vorgezogen hat ….

    • 3.2
      Martin Bauer

      Die roten Ratten haben diesmal noch viel unverschämter als bei den Präsidentschaftswahlen betrogen, manipulert, Stimmen gekauft und Wähler eingeschüchtert. Meiner Frau wurde ein Posten bei der PDVSA angeboten, einem Bekannten die Beteiligung an einem grossen Bauprojekt, in beiden Fällen dafür, dass sie von der Opposition ablassen und den Regierungskandidaten unterstützen.

      Warum schaffen Sie die Wahlen nicht endlich ganz ab? Dann bliebe einem wenigstens das dämliche Ley Seca erspart…

  4. 4
    margarita

    Der rote Plan hat funktioniert…..Glückwunsch !!!

    Die Gouverneurswahlen fanden sonst immer Anfang Dezember statt, jetzt mitten in der Ferienzeit. Die Mittelschicht ist in Urlaub und kann nicht wählen gehen….die anderen haben ja sonst nichts zu tun als sich in der Schlange einzureihen, evtl. ein kleines Regalo zu kassieren und einen kleinnen Smalltalk zu halten.
    Und wenn am Ende ein wenig fehlt (siehe Estado Bolivar) ja dann dreht man an einem kleinen Rädchen und schon passt es wieder…..
    Miranda wirft man als kleines Goodie Capriles wieder vor die Füße und keiner hinterfragt die Ergebnisse.
    Wir werden sehen, wie es sich entwickelt….wir sind ja erst an Platz 168 von 174 der Korruptionsliste….Ziel wird es sein schnellstmöglich alles abzuräumen und 174 zu erreichen.

    In diesem Sinne…..vamos a ver…..

  5. 5
    H. F. Pozelt

    Recht so, ich kenne zumindest einen von der Opposition, einen Aufschneider (fanfarron) und er redet nur pacha also mit anderen Worten Scheisse. Wie soll dann mit solchen Menschen die zersplitterte Opposition zu Erfolgen kommen? Das Resultat haben sie es jetzt!

  6. 6
    H. F. Pozelt

    Recht so, ich kenne zumindest einen von der Opposition, einen Aufschneider (fanfarron) und er redet nur pacha (paja) also mit anderen Worten Scheisse. Wie soll dann mit solchen Menschen die zersplitterte Opposition zu Erfolgen kommen? Das Resultat haben sie es jetzt!

    • 6.1
      Annaconda

      Ja zum Glück reden die Kandidaten der Regeirungspartei nie“ paja“ und auch die Reden von Nikolas Maduro haben ja ein hochgeistiges Niveau?!?!?!Und ihr Amo ist ja die Bescheidenheit in Person?!?!Das Problem ist nicht eine zersplitterte Opposition, sondern die nicht vorhandene Gewaltenteilung und der schamlose Machtmissbrauch von seitens Chavez und Gang.

      • 6.1.1
        Martin Bauer

        Ist schon klar. Aber ohne massive Unterstützung aus dem Ausland, sei es Kuba oder Pankow, wäre der Chavismus schon vor Jahren ausgetrocknet. Den Sturm, denb die Venezolaner ernten, ist zum Grossteil Wind zu verdanken, den Andere gesät haben. Die alten kubanischen Bestien sind am Austrocknen. Aber in Berlin und Hamburg spriessen ewig gestrige Giftwurzeln, die man gnadenlos ausmerzen muss. Ein Gregor Gysi darf frei schalten und walten, anstatt in der Einzelzelle zu vertrocknen.

  7. 7
    Helma

    @Pandora du hast mal wieder genau recht.So ist es . Mal sehn wie es im estado Miranda, wo ich wohne weitergeht, Unsere ganze familie war zum waehlen.

  8. 8
    Wolfgang

    @MartinBauer… Also ein bisschen merkwuerdig finde ich Dein Demokratieverstaendnis schon. Chavez ist seit 1999 an der Macht, richtig? Da gab es „Pankow“ schon 10 Jahre nicht mehr. Und so gross ist die „Macht“ von Gysi und Lafontaine nun wieder auch nicht, dass sie die Politik des reichsten Landes Suedamerikas bestimmen koennen… Ob Maduro in Chavez Fusstapfen treten kann wird sich zeigen, ich denke mal eher nicht, aber noch hat er die PSUV geschlossen hinter sich. Wenn sich das mal aendert und die Rojos sich untereinander nicht mehr „gruen“ sind, dann ist das Ende des Chavismus gekommen. Aber was kommt dann? Ich war ja immer ein gewisser Perez Fan, aber nachdem der jetzt in Zulia verdroschen wurde, wird er Weg vom Fenster sein. Und Capriles??? Nee, der doch dann bitte doch nicht, soll in Miranda bleiben.

    • 8.1
      hugo

      das festgefügte weltbild des herrn bauer lässt eine differenzierte, den realitäten geschuldete betrachtungsweise und deren logische schlußfolgerungen daraus eben nicht mehr zu. im übrigen, vieles was lafontaine vor der wiedervereinigung deuutschlands hinsichtlich der ökonomischen auswirkungen gesagt hat, traf ein. nur soviel zum linken bashing des herrn bauer. man sollte fakten auch mal zur kenntnis nehmen, auch wenn es noch so weh tut und dem eigenen weltbild widerspricht.

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