Mikrokredite sollen Leid von Witwen in Haiti lindern

mikrofinance

Datum: 26. Februar 2010
Uhrzeit: 20:11 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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Durch das verheerende Erdbeben im Januar dieses Jahres stehen in Haiti derzeit Hundertausende vor dem finanziellen Ruin. Das Projekt Microfinance für Haiti (MFH) will nun vornehmlich Witwen und Witwern mit Mikrokrediten wieder auf die Beine helfen.

Die Erdstöße vom 12. Januar 2010 haben nicht nur unzählige Häuser einstürzen lassen, sie haben auch tiefe Risse in der Gesellschaft erzeugt. Viele Menschen haben Angehörige und damit einen Teil ihrer Existenzgrundlage verloren. In zehntausenden Familien fehlen nun große Teile der sowieso schon spärlichen Einkünfte  – besonders Witwen und Witwer kämpfen landesweit ums nackte Überleben. Bereits vor der verheerenden Naturkatastrophe haben sie sich bei der notorischen Knappheit an Arbeitsplätzen mit kleinen Unternehmen über Wasser gehalten, doch diese wurden ebenfalls unter Tonnen von Schutt und Geröll vergraben.

Hier will das Projekt „Microfinance für Haiti (MFH)“ nun echte Hilfe leisten, wie deren Vize-Präsident Klaus R.C. Ciesielski gegenüber latina press erklärte. Das Solidaritätsprojekt des afrikanischen Rates für Kunst und Kultur e.V. wird von ihm in Brasilien geleitet. Der ehemalige Brasilien-Reiseveranstalter lebt mittlerweile in Campina Grande im Bundesstaat Paraíba im Nordosten des Landes und will nun von dort aus die Hilfe für den schwer gezeichneten Karibikstaat ankurbeln.

„Sobald die Fernseh-Kameras Haiti verlassen, verlassen auch die meisten Hilfsgruppen das Land wieder. Dies ist nicht die erste Katastrophe für Haiti, doch die Hilfsorganisationen kommen und gehen. Wer sich für die Unterstützung der Erdbebenopfer interessiert und ihnen dabei helfen will ihr Leben wieder mittel-oder langfristig zu meistern, der kann helfen“ begründet Ciesielski sein Engagement für das Hilfs- und Sozialprojekt.

Empfänger der Mikrokredite sind seiner Aussage nach fast ausschließlich Witwen und Witwer sowie kleine Händler und Erdbebenüberlebende, die Hilfe für den Wiederaufbau ihrer kleinen Unternehmen benötigen.  An den Standorten Jacmel, Port-au-Prince, Cap-Haitien und Gonaives soll das „Projekt der Nachhaltigkeit und Wiederaufbau auf Basisebene“ in Kürze bereits starten, alle Spenderinnen und Spender, die dadurch als Sponsor fungieren, werden auf Wunsch kontinuierlich über die Entwicklung informiert.

Spenden sind laut einer Pressemeldung der MFH-Projekts ausschließlich auf das Konto des African Council for Arts and Culture e.V. bei der Commerzbank Köln, Konto: 242486900, BLZ 37040044, IBAN: DE09 3704 044 0242 4869 00 unter dem Stichwort „Wiederaufbauhilfe Haiti“ zu leisten. Wer anonym Spenden möchte, gibt lediglich „Haiti“ als Verwendungszweck an. Bei Mitteilung der Postanschrift wird eine Spendenquittung zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt, für weitere Informationen wurde zudem eine Webseite unter http://microfinanceforhaiti.org/Deutsch.html eingerichtet.

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