Internationales Jahr der Quinoa: „Alternative zum Junkfood des Kapitalismus“

Quinua

Datum: 20. Februar 2013
Uhrzeit: 16:28 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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► Angestammtes Geschenk der Anden

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2013 zum Internationalen Jahr der Quinoa erklärt. Der Inkareis, dessen Anbau auf die Zeit von ca. 5000 Jahren vor Christi Geburt zurückgehen soll, wurde am Mittwoch (20.) von Boliviens Präsident Evo Morales während einer Zeremonie zur Feier des Internationalen UN-Jahres in Washington als würdige Alternative zur Bekämpfung der aktuellen globalen Nahrungsmittelkrise und des Junkfood des Kapitalismus bezeichnet.

Quinua

Immer mehr Landwirte setzen in Peru und Bolivien auf den Anbau von Quinoa. Das aus Südamerika stammende “Pseudogetreide” wird auch Inkareis, Reismelde, Inkakorn, Reisspinat, Andenhirse oder Perureis genannt und gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Nachdem in den USA und Europa seine diätischen Eigenschaften entdeckt wurden, bauen viele Bauern in den Andenrepublik das gesunde alternative Nahrungsmittel auf ihren Farmen an.

FairtradeQuinoa

Quinoa wird in Südamerika seit über 7.000 Jahren besonders in den Hochebenen der Anden oberhalb einer Höhe von 4.000 Metern angepflanzt. Dort war die Pflanze für die Menschen unentbehrlich, da Mais als einziger Ersatz in diesen Höhen nicht mehr angebaut werden konnte. Während der spanischen Eroberungszüge und Kriege gegen die Inkas und Azteken im 16. Jahrhundert wurde der Anbau von Quinoa verboten und sogar unter Todesstrafe gestellt. Das als „unchristlich“ eingestufte Nahrungsmittel blieb dadurch in Europa bis in das 20. Jahrhundert hinein nahezu unbekannt.

Quinoa

„Quinoa ist das angestammte Geschenk der Anden“, so Morales, der den Kapitalismus und die multinationalen Unternehmen verurteilte. Diese versuchen nach seiner Meinung den Markt zu dominieren und der Welt ihren Geschmack aufzuzwingen. „Der Junkfood des Kapitalismus wird mit massiven chemischen Zutaten hergestellt. Diese führen zu Krebs und anderen Krankheiten“, zeigte sich das Staatsoberhaupt der südamerikanischen Binnenstaates überzeugt.

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  1. 1
    Silvia W

    Diese versuchen nach seiner Meinung den Markt zu dominieren und der Welt ihren Geschmack aufzuzwingen. “Der Junkfood des Kapitalismus wird mit massiven chemischen Zutaten hergestellt.
    ——————————————————————————————————-
    Man mag ja von Morales halten,was man will – aber damit hat er nicht so ganz Unrecht..
    Wenn ich mir anschaue,wieviel uebergewichtige Menschen es inzwischen in den Industrielaendern gibt.Diese muessen meist keine minderwertigen Speisen,wie Mais etc essen – sondern lassen sich durch Fastfood verleiten.
    Und ich werde den Verdacht nicht los,dass dieses „Essen“ mit Geschmacksverstaerkern angereichert ist – das noch mehr Appetit auf das Produkt macht.
    Ich bin bestimmt nicht die groesste Esserin auf dieser Erde – aber nach meinem ersten Whopper war ich nicht satt – im Gegenteil>>Ich bekam gleich Appetit auf noch einen!!
    Das ist doch nicht normal!!

    Wer sich lieber gesund ernaehren moechte und sich fuer Quinoa interessiert: – hier ein paar Rezepte:

    http://www.chefkoch.de/rs/s0/quinoa/Rezepte.html

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