Venezuela: Proteste abseits der Kamera

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Datum: 19. Mai 2013
Uhrzeit: 12:27 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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Nicolás Maduro tourt seit seiner Amtsübernahme durch die venezolanischen Bundesstaaten. Seine „Regierung der Straße“ will dabei Vorschläge und Forderungen diskutieren und direkt vor Ort unmittelbare Entscheidungen für konkrete Projekte treffen, die dann auch irgendwann einmal umgesetzt werden sollen. Staatlich kontrollierte Medien gehen dabei allerdings nicht auf die immer häufiger werdenden Proteste der Bevölkerung ein, die Maduro erst gar nicht als Staatsoberhaupt anerkennen.

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Wie das Regime mit den friedlich Protestierenden dabei umgeht, konnte man im Bundesstaat Táchira beobachten. Der „Umzug“ des 50-jährigen Ex-Busfahrers wurde medienwirksam landesweit übertragen. Als eine Kochtöpfe und andere Kochutensilien (Cacerolada) schlagende Gruppe auftauchte, wurde die TV-Übertragung allerdings schnell gestoppt. Das Bild passte nicht in das vom Miraflores verbreitete und falsche Bild einer Bevölkerung, die hinter ihrer Regierung steht.

Anders wie im Bruderstaat Kuba hat das Internet-Zeitalter Einzug in Venezuela gehalten, die an eine Diktatur erinnernden Szenen wurden festgehalten und verbreiteten sich schnell auf sozialen Plattformen. Militär und Beamte des Geheimdienstes verhafteten die Demonstranten und brachten sie auf das Polizeipräsidium. Mehrere Augenzeugen berichteten, dass eine 16-jährige „brutal“ von Beamten geschlagen wurde.

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„Im Hinblick auf die Anwesenheit dieses Mannes (Maduro) entschieden sich viele Bürger, von ihrem verfassungsmäßig verbrieften Recht des friedlichen Protests Gebrauch zu machen. Beamte des Geheimdienstes drangen in das Haus eines Jugendleiters ein, verhafteten mehrere Personen und führten sie ab. Dabei wurden mehrere Menschen brutal geschlagen, ein Leibwächter von Maduro verletzte den Vater der 16-jährigen am Auge“, erklärte ein namentlich nicht genannter Augenzeuge. Nach seinen Worten führte der Geheimdienst Razzien in den Wohn-und Arbeitsstätten der Festgenommen durch.

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  1. 1
    Marvin Scott

    Mad Uro kann touren so lange er will, es hilft nichts, denn er kann es nicht. Einen Bus kann er vielleicht führen, aber keinen Staat. 2020 werden die USA kein Oel oder Gas mehr importieren, werden Selbstversorger sein. Der Oelpreis wird dramatisch sinken, dann Gnade Gott den Chavisten und ganz Venezuela.

  2. 2
    Der Bettler

    Ich hoffe doch,daß der Irre weit vorher als 2020 das Feld räumen muß.

    • 2.1
      babunda

      ihr hört ja was er macht er läßt von seinen geheimdienst leute von der oposition mißhandeln wie auch in kuba bekannt. der maduro wird das nicht lange durchstehen, dann kommt der korrupte gauner cabello und macht eine militärregierung. die chavisten werden nie aufgeben, ohne blutvergießen funktioniert das nicht.

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