„Lakino“: Berlin prämiert das lateinamerikanische Kino

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Filmfestival "Lakino" in Berlin (Foto: Lakino)
Datum: 14. Oktober 2013
Uhrzeit: 08:55 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Lakino, das lateinamerikanische Kinofestival in Berlin, hat nach sechs aufregenden Tagen lateinamerikanischer Spielfilme und kultureller Veranstaltungen die Lakino-Preise überreicht. Die Juroren Natalie Lettenwitsch und Daniel Salzwedel gaben in der Kategorie Wettbewerb Dokumentarfilm die Preisträger bekannt; Barbie Heusinger und Sebastián Lelio ehrten hingegen die Gewinner im Wettbewerb Spielfilm.

Dem brasilianischen Regisseur Caetano Gotardo wird persönlich der Preis für den besten Film „O que se move“ von der Jury überreicht. Der Film begeistert den Zuschauer durch eine erfolgreiche Mischung aus spezieller Sprache, hoher Emotionaliät seiner Figuren und einem originellem und forschendem Erzählstil. „Es ist mein erstes Mal in Berlin und ich fühle mich sehr geehrt, diesen Preis entgegenzunehmen. Es war eine wunderschöne Woche in der ich mich mit so vielen Menschen über Kino und Film austauschen konnte“, sagte der sichtlich gerührte Gotardo bei der Entgegennahme des Preises und eines leckeren Lakino-Eises.

Den Preis für den besten Dokumentarfilm gewinnt der nicaraguanische Film „Palábras májicas“ (para romper un encantamiento) von Mercedes Moncada, die in ihrer Arbeit die emotionale Perspektive der Revolution in Nicaragua darstellt.

Der Mexikaner Nicolás Pereda gewinnt den Preis für die beste Regie. Er überschreitet die Grenzen der Kinematographie und spricht über aktuelle und komplexe Themen mit einer ergreifenden Einfachheit.

„7 Cajas“, der Film aus Paraguay der sowohl auf Spanisch als auch auf auch in Guaraní gezeigt wird, hat sich zum größten Kassenschlager des Landes entwickelt. Bei Lakino gewinnt er den Preis für das beste Drehbuch und den Publikumspreis weil er eine pulsierende Geschichte zeigt, die eine Vielzahl an lebendigen Persönlichkeiten und Situationen zum Leben erweckt.

Die lobende Erwähnung für den besten Schauspieler ging an den chilenischen Fotografen Cristóbal Palma, der kein professioneller Schauspieler ist aber in dem Film Las cosas como son eine finstere und verschlossene Persönlichkeit mit Leben füllt und deren inneren Entwicklungsprozess auf eine elegante und zarte Weise zeigt. Als beste Schauspielerin wurde die Brasilianerin Cida Moreira im Film O que se move ausgezeichnet, da sie auf sehr authentische Weise ihre Rolle mit Leben füllt und „den Zuschauer die Schönheit dort entdecken lässt wo die Schönheit eigentlich kein Recht hat zu existieren“, sagte Barbie Heusinger.

Die lobende Erwähnung für die beste Kamera ging an den Peruaner César Fe, weil er es mit wenig Mitteln in dem Film El Limpiador geschafft hat, eine stimmige, repressive Atmosphäre zu schaffen, die den Verfall einer Gesellschaft sowohl in kleinen Details als auch in Panoramabildern zeigt.

Zum Abschluss gab es noch eine lobende Erwähnung für den Dokumentarfilm El Bella Vista der uruguayischen Regisseurin Alicia Cano Menoni; der Produzent Thomas Mauch nahm den Preis für sie entgegen.

Der Festivalleiter Martin Capatinta beendete das Festival und erinnerte das Publikum daran, dass Lakino im April nächsten Jahres als Kurzfilmfestival zurückkehrt. Der Juror Sebastián Lelio unterstrich außerdem die „Liebe und die Begeisterung mit der dieses Festival wächst“ und mit der hoffentlich, auch dank eines tollen Publikums, viele weitere Ausgaben zu ermöglichen sind.

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