Opposition: Annualisierte Inflation in Venezuela steigt auf 57 Prozent – Update

Datum: 19. Dezember 2013
Uhrzeit: 11:37 Uhr
Ressorts: Kurznachrichten
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die Zentralbank von Venezuela (BCV) hat auch am Mittwoch (17.) keine Ergebnisse des nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) für den Monat November veröffentlicht. Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski gab am Donnerstag (18.) per Twitter bekannt, dass die die Inflationsrate für den Monat November bei 4 Prozent liegen soll.

Er fügte hinzu, dass sich die Situation im südamerikanischen Land weiter verschlechtert habe, die annualisierte Inflation auf 57% gestiegen sei und die Teuerung von Lebensmittel und Grundnahrungsmittel 80 Prozent übersteige.

Update:

Die Zentralbank von Venezuela gab am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) bekannt, dass eine “in letzter Minute eingetretene Änderung auf der Agenda des Präsidenten der BCV” diesen zur “Aussetzung der angekündigten Pressekonferenz” (Bekanntgabe der Inflationsrate) gezwungen hat.

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  1. 1
    HCF

    Klärt mich doch bitte mal auf, für welchen Teil der Bevölkerung ist es denn wichtig zu wissen, wie viele Prozente die Inflation genau beträgt? Hat die Bekanntgabe der Zahl einen Einfluss darauf, was man im Laden für die Lebensmittel bezahlt, die überhaupt erhältlich sind? Oder bemerken die Venezolaner die erhöhten Preise nur dann, wenn ihnen das ein Politiker oder Banker mitteilt? Dass das vielleicht gesamtwirtschaftliche und/oder politische Bedeutung haben mag, ist mir schon klar.

  2. 2
    Martin Bauer

    Es ist für den Teil der Bevölkerung wichtig, die Venezuela einst zum reichsten Land Lateinamerikas mit der besten Infrastruktur und Lebensqualität gemacht haben, die nun mit ihrer Arbeitsleitung und Produktivität, allen Widersachern zum Trotz, versuchen, es am Leben zu erhalten und dazu kaufmännisch kalkulieren müssen. Die Menschen in den Barrios zählen mehrheitlich nicht dazu. Das meine ich nicht abwertend. Sie haben einfach die Möglichkeit nicht. Doch ein Teil davon hat gute Jobs, geht tagsüber in das „Gebiet der Wohlhabenden“ und nur zum Schlafen nach hause. Sie haben es doppelt schwer und bringen grosse Opfer, für eine bessere Zukunft.
    Es ist auch für diejenigen wichtig, die sich jeden Tag verzweifelter fragen, was sie mit ihrem Verdienst in Bolivares Fuertes anfangen sollen, wenn es heute dafür nichts zu kaufen gibt und er nächste Woche schon ein paar Prozent weniger wert ist.

    Warum wohl sind immer mehr Menschen bereit, einen Wochenverdienst in BsF für eine Hand voll Dollar oder Euro einzutauschen, die man im gleichen Job in Europa oder den USA in einer Stunde verdient? Weil sie vor einem Jahr noch fast den Wert eines EU/US Arbeitstages dafür erhalten hätten und genau wissen, dass es bald nur noch der Lohn für ein paar Minuten sein wird.

    Um ehrlich zu sein, ich fühle mich seit meiner Rückkehr nach Venezuela ernsthaft unwohl dabei, für eine komplexe Zahnbehandlung mit Radiografie nicht einmal 12 EURO zu zahlen, oder im Restaurent für den Gegenwert von lausigen 9 EURO mit der 4-köpfigen Famile lecker essen und trinken zu können. Gibt man Einhundert Bolivares Trinkgeld (ganze 1,20€!), so erschreckt dies die Leute oder beleidigt sie gar. Als überzeugter Kapitalist empffinde ich dieses krasse Missverhältniss als zutiefst unanständig und unfair. Schuld haben weder die Kapitalisten, noch die „bösen“ USA, sondern einzig und allein diejenigen, die der Nationalbank fast sämtliche eingehenden oder ihr zustehenden Devisen in ihre privaten Säckel leiten, so dass die Bank ihren Verpflichtungen nicht nachkommen kann, selbst wenn sie wollte. Land, Volk und Wirtschaft sind zu einem Dahinsiechen mit wertlosen Monopoligeld verdammt, während in die PSUV eingeschriebene Diebe und Mörder auch mit Millionen nicht den Hals vollkriegen. Es müssen Hunderte von Milliarden sein, die sie seit 15 Jahren dem eigenen Volk stehlen.

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