Venezuela: Rekord-Inflationsrate von 57 Prozent erwartet

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Regime verzögert bewusst die Veröffentlichung (Foto: Archiv)
Datum: 27. Dezember 2013
Uhrzeit: 11:05 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Auch am Freitag (27. Dezember) hat die venezolanische Zentralbank die Inflationsrate für den Monat November nicht veröffentlicht. Ökonomen weisen darauf hin, dass das venezolanische Regime die Veröffentlichung bewusst verzögert und heimlich ein neues Bemessungskriterium der festgelegten Strukturen und Prozessabläufe beabsichtigt. Ungeachtet dessen gehen sie davon aus, dass die Inflation in Venezuela im November bei 4% und im Dezember bei 3,5% liegen wird. Dies bedeutet eine annualisierte Inflation zum Ende des Jahres von 57%.

Die Stimme der privaten Ökonomen wird immer wichtiger, weil sie die einzigen sind, die von der Regierung nicht manipuliert werden können. „Nach unseren Berechnungen erreicht die Inflation im November 4%. Dies bedeutet, dass wir Ende des Jahres, einschließlich der erwarteten Inflation von 3,5% im Monat Dezember, bei 57% liegen“ erklärte der Ökonom Ángel García Banchs.

Von ähnliche Zahlen geht das Institut „Polinomics“ aus. „Wir schätzen, dass die Änderung des Preisindex (CPI) zwischen 3,8% und 4% liegt“, bekräftigt Gustavo Rojas Matute, Präsident des Unternehmens.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    der Reisende

    Lothar Wannhoff die Leser von latina – press warten auf deinen linken Kommentar!

    • 1.1
      Herbert Merkelbach

      Es ist Verschwendung auf diese Person einzugehen. Er ist einfach strukturiert, von Volkswirtschaft keinen blassen Schimmer.

  2. 2
    Marlene Bertone

    Lasst der Dumpfbacke mal lieber seine Kommentare auf den linken Amateur-Blogs veröffentlichen. Dort liest sie fast keiner–hier wollen wir den Deppen nicht.

  3. 3
    Herbert Merkelbach

    Unabhängige Ökonomen haben mit 57% die Inflationsrate für 2013 projiziert, Bloomberg schreibt sogar von einer aktuellen Inflationsrate für 2013 in Höhe von 280% (Quelle Steve Hanke, economist, John Hopkins University). Das muss man sich erst auf der Zunge zergehen lassen. Dazu kommt noch, dass die BCV die Druckerpresse angeworfen hat!! D. h. die Geldmenge M0 – M1 wird in astronomische Höhen getrieben, die dafür normalerweise notwendigen Güter sind nicht vorhanden.
    Die Nachfrage übersteigt das Angebot, die Preise steigen deshalb. Da helfen auch keine Preisdiktate, der Markt regelt Angebot und Nachfrage.
    Venezuela steuert in eine Hyperinflation, deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist. Schlimm, schlimm.

  4. 4
    Der Bettler

    Herr Merkelbach,genau so sehe ich das auch.Herr Fernandez hat geschrieben,daß ist erst der Anfang vom Ende.Woher und mit was wollen diese Irren der Regierung die fehlenden Güter bezahlen?Keine Devisen mehr vorhanden,Schulden an alle Herrenländer.Irgendwann werden die auch nicht mehr liefern (siehe Brasilien,Panama usw.) Irgendwann in kürzster Zeit werden auch die Fluggesellschaften ,
    die einige Milliarden Außenstände haben ,dieses Land nicht mehr anfliegen.Das hochgelobte Öl ist über Jahre verpfändet,genau wie die Goldreserven.Diese Wich—- haben nur das Glück,daß es dem Volk am Arsch vorbeigeht,was in ihrem Land passiert. Und ich glaube das ist das größte Problem in diesem Land.

  5. 5
    Herbert Merkelbach

    Was den Niedergang der venezolanischen Wirtschaft angeht, so möchte ich Ihnen nur ein Beispiel nennen:
    Pdsva
    Trotz eines Ölpreises von ca. US$ 100,- pro barrel, die Produktion ist von 1998 bis 2012 um 500000 bpd zurückgegangen. Mir scheint diese Ziffer noch zu gering, wahrscheinlich ist der Rückgang bis zu 800000 bpd zu verzeichnen.
    Die Schulden dieses Unternehmens belaufen sich auf ca. US$ 150 Milliarden. Dieses Unternehmen ist technisch gesehen pleite. Um weiter zu produzieren bedarf es weiterer Kredite.
    Die Ölsuche der Firma ist praktisch zum Erliegen gekommen, die Raffinerien im Ausland (sprich USA, Sitgo) sind in Liquidation, die in Venezuela arbeiten zu ca. 70% ihrer Kapazität. Deshalb ist man auf Import von Benzin und Diesel auf die USA angewiesen. Natürlich zu Weltmarktpreisen. Die Arbeitnehmerschaft ist von ursprünglich ca. 35000 auf ca. 120000 angewachsen. Pdsva importiert Gas aus Kolumbien, natürlich auch zu Weltmarktpreisen.
    Sie können sich jetzt vorstellen, welche finanziellen Lasten dieses Unternehmen stemmen muss und lebensfähig zu bleiben. Das venezolanische Erdöl wird in der Karibik und insbesondere nach Kuba „verschenkt“. Verschiedene Partner der Pdvsa im Bereich der Exploration in der Region „faja de Orinoco“ haben begriffen, was mit der Pdvsa los ist und bereits in Erwägung gezogen auszusteigen oder sind bereits ausgestiegen als Partner in dieser Firma.
    Es dürfte Ihnen bestimmt klar sein, was die Misswirtschaft dieses Unternehmens für die Volkswirtschaft Venezuelas bedeutet, eine Rentenwirtschaft (Definition: grob nur ein Produkt trägt zum BSP bei) die auf wackeligen Füssen steht.
    Ich habe teile eines Artikels übersetzt, der die Quelle meines Kommentaren ist: La Patilla 25.12.2013 – los cuatro grandes crímenes económicos de Hugo Chávez Frías

    • 5.1
      helma

      BESSER KANN MAN ES WIRKLICH NICHT SAGEN. LAMENTABLEMENTE.

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