Proteste in Venezuela: Leopoldo López schließt sich den Demonstranten an – Update

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Gewaltige Menschenmenge will die Opposition unterstützen (Foto: Twitter)
Datum: 18. Februar 2014
Uhrzeit: 12:52 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Der von der Regierung per Haftbefehl gesuchte Führer der Oppositionspartei “Voluntad Popular” Leopoldo López wird am Dienstag (18.) einen Protestmarsch zum Innenministerium anführen. Seit den frühen Morgenstunden strömt eine gewaltige Menschenmenge zum Sammelplatz der Opposition, Sicherheitsbeamte gewähren Medienvertretern keinen Zutritt.

Nutzer sozialer Netzwerke berichten darüber, dass die Regierung ein starkes Aufgebot von Polizei, Militär und gepanzerten Fahrzeugen am Sammelpunkt (Chacaíto) des von der Opposition angekündigten Protestmarsches zusammenzieht. Das linksgerichtete Regime greift dabei auf eine alte Masche zurück und kriminalisiert die Proteste. Dadurch soll der Marsch verboten werden. Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski hat sich dem Marsch bereits angeschlossen.

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Das Innenministerium wurde bereits in den frühen Morgenstunden geschlossen, Mitarbeiter nach Hause geschickt. In mehreren Bundesstaaten wurden ebenfalls die öffentlichen Gebäude geschlossen, Militär und Polizei bewacht die Zugänge. Dümmliche Aussage von PdVSA-Präsident und Minister für Energie und Erdöl, Rafael Ramirez: „Die Straßen gehören den Menschen und nicht der Oligarchie“.

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In der venezolanischen Hauptstadt sind viele Straßen verstopft. Die Regierung hat landesweit Anhänger der Regierungspartei mit zahlreichen Bussen herangekarrt. Leopoldo López hat seine Anhänger erneut per Twitter aufgefordert, sich nicht vom gewaltbereiten Regierungsmob provozieren zu lassen. „Heute schaut die Welt auf Venezuela und beobachtet das Regime von Maduro. Jede Repressalie der Regierungsschergen wird sofort bekannt sein. Dies sind historische Momente“, betonte Parlamentsabgeordnete María Corina Machado. Inzwischen ist López auf der „Plaza Brión de Chacaito“ eingetroffen. Vor der Statue von Simon Bolivar wurde er von Tausenden Anhängern mit Beifallsstürmen empfangen.

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„Eine Option war es, das Land zu verlassen. Dies werde ich nicht tun und gegen die Willkür der Regierung kämpfen: Ich habe keine Angst, Maduro wollte mich schon mehrfach ins Gefängnis werfen“, so López auf einer provisorischen Bühne. Er erinnerte an die ermordeten Studenten und den von der Regierung zahlreich verhafteten Demonstranten. Kurz nach seiner Rede (12:23 Uhr Ortszeit) ergab er sich sich den Behörden und wurde von Offizieren der Nationalgarde abgeführt.

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  1. 1
    Werner Neubert

    Kompliment, Ihr müsst über sehr gute Quellen verfügen. Weiter so!!!!!!!!!!!!

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