Todestag von Hugo Chávez in Venezuela: Opposition setzt Protestmärsche aus

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Der “Caudillo aus dem Miraflores” war nach Fidel Castro und Perron die drittgrösste Führungspersönlichkeit in den letzten 50 Jahren in Lateinamerika (Fotos: latinapress/IAP/Dietmar Lang)
Datum: 04. März 2014
Uhrzeit: 21:47 Uhr
Leserecho: 12 Kommentare
Autor: Redaktion
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Venezuelas Ex-Präsident Hugo Chávez hat sein Land verändert und die Machtverhältnisse in ganz Lateinamerika umgekrempelt. Laut der aktuellen Regierung ist der charismatische Staatschef am 5. März 2013 gestorben. Als „Geste des Respekts“ vor dem bolivarischen Führer und seinen Anhängern hat die Opposition am Dienstagabend (4.) Ortszeit angekündigt, am Mittwoch die seit Wochen anhaltenden Aktivitäten und Kundgebungen gegen die Regierung auszusetzen.

Der „Caudillo aus dem Miraflores“ war nach Fidel Castro und Perron die drittgrösste Führungspersönlichkeit in den letzten 50 Jahren in Lateinamerika. Der Sohn eines Dorfschullehrer-Ehepaares aus der Kleinstadt Sabaneta im Bundesstaat Barinas stieg auf zum Oberstleutnant und wurde Präsident des auf Erdöl schwimmenden Landes. Er regierte Venezuela wie seine private Hacienda und achtete stets darauf, dass seine Herrschaft durch Wahlen legitimiert war. Vier Urnengänge, einen Staatsstreich-Versuch und eine Volksabstimmung hat er überstanden und ging gestärkt aus jeder Krise hervor.

Nur wenige Staatschefs konnten sich einer Kombination aus hoher Popularität und immensen finanziellen Ressourcen wie Chávez erfreuen. „El Comandante“ galt als Wohltäter für die Armen, die Wirtschaft vernachlässigte er sträflich. Sein unfähiger Nachfolger Maduro muss nun den Sturm ernten, den sein charismatischer und unvergesslicher Vorgänger gesät hat.

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  1. 1
    Martin Bauer

    Im Hinblick auf die angespannte Lage und die zunehmenden Mordattacken der „Collectivos“ ist es sicher ein weiser Schritt, am 5. März auf Demonstrationen zu verzichten. Dies wird vermutlich einigen Menschen das Leben retten.
    „Respekt“ von H.C. wäre und war schon immer unangebracht. „Charisma“ bescheinigt ihm nur, wer nicht in stundelangen Zwangsschaltungen im Fernsehen sein zynisches Lachen, seinen makabren Humor auf Kosten Gepeignigter Menschen erlebt hat. Die Welt ist ohne diesen selbstverliebten Milliardendieb besser dran.

    • 1.1
      Alba

      Jawohl, so ist es und so war es, sie haben vollkommen recht.

  2. 2
    Der Bettler

    Es ist eine Schande,daß seit am 29 Dezember 1013 verstorbener,heute am 5.3. ein Chavez gehuldigt
    wird.Dieser illegalen Regierung sind doch alle Türen und Tore geöffnet,dem Volk was vorzugaukeln.
    Was mich hier in Juan Griego am meisten freut,nicht ein Karnevalumzug die ganzen Tage.Ich hoffe ab morgen ist auch das Ley-seca wieder aufgehoben.Wir hatten eine 20 Meter lange Wand,die von Chavezparoren gestotzt hat,diese Wand ist jetzt in uniweiß gestrichen.Kann man hoffen,oder nicht??

  3. 3
    VE-GE

    Die demos sollten weiter gehen ohne Ruecksicht auf seinen Todestag. Er hat auch keine Ruecksicht auf Venezuela genommen und hat Milliarden verschenkt, Firmen enteignet usw…..Ja man kann hoffen……Saludos

    • 3.1
      El Loco

      Nein VE GE das ist aus verschiedenen Gruenden nicht moeglich. Erstens wuedre es vermutlich zu gewalttaetigen Auseinandersetzungen mi8t den Anhaengern der roten kommen was vermutlich vielen Leuten das leben kosten wuerde.
      Es ist dabei stark anzunehmen das Maduro Leute in unsere Zuege schleusen wuerde die von dort Gewalt, auch vermutlich mit Schusswaffen gegen die Grupierungen der Chavistas starten wuerden.
      Dann bestuende grade an diesem Tag die Gefahr das es offen zu einem Civilwar kommt undv Miraflores koennte der Welt zeigen das die Oposition ist nichts anderes als Verbrecher die wollen einen Staatsstreich.
      Zu anderen respektiert man Tote nun mal, egal wie man politisch dazu gestanden hat. Das ist eine Sache von Anstand und wird auch vom Ausland sicherlich positiv aufgenommen.
      Waeren wir nur eine Horde von pro us amerikanischen Gewalttaetern wuerden wir den Tag ja nutzen koennen besser als sonst um Chaos zu stifften.
      Genau das wollen wir zeigen das wir das nicht sind und unsere politischen Gegner nicht unsere Feinde sondern nur eine Ansammlung von unfaehigen selbsherrlichen Diktatoren die nur ihre eigenen Vorteile machen wollen.

      • 3.1.1
        Alba

        ihr Wort in Gottes Ohr, hoffen wir sie behalten recht.

  4. 4
    Der Bettler

    Ve-Ge so denke ich auch,warum sollten die 18 toten Menschen keinen Grund geben weiter zu demos
    zu gehen.Diese halb verfaulte Leiche wird nichts mehr dagegen tun.Maduro der Vogelsänger muss weg,und so ein Todestag von einem,der das Land systematisch in den Abgrund geführt,ist es nicht wert,nur einen Tag alles auszusetzen.

  5. 5
    christina

    29 Dezember 1013

    Der Bettler; please change the year he died 2012

  6. 6
    Leo Rosenthal

    Mit Maduro muss niemand mehr verhandeln-der Mann ist bereits Geschichte und nicht mehr lange im Sattel. Er und die Vollpfosten aus Berlin haben es nur noch nicht gemerkt.

  7. 7
    Der Bettler

    Sorry, 29.Dezember 2012 ist richtig.Maduro bei einem Interwiev gesagt.Bei Dolar Today in einem Video anzusehen.

  8. 8
    Martin Bauer

    Es gibt doch Demos in verschiedenen Städten. Aus gutem Grund! Raul Cástro wollte nicht zur Trauerfeier für H:C: kommen, um die Situtation für Maduro nicht noch schwere zu machen. Aber der Kubaner Rafael Ramirez setzte sich mit seiner Auffassung durch, dass ein Fernbleiben von Castro ein Signal der Schwäche wäre. Nun befindet sich Raul Castro, der Chef der verhassten Besatzungsmacht, in Caracas. Dies ist eine unerträglich Beleidigung und Provokation des venezolanischen Volkes. Schweigend hinnehmen kann man das nicht. Teile von Caracas sollen von Militär abgeschirmt sein. Das ist wohl die einzige Möglichkeit, zu verhindern, dass Castro gelyncht wird.

  9. 9
    Alba

    Ein Witz diese Märchenstunde die da abgegangen ist, Nicolás & Madame im Cabrio. Heuchelei per Lautsprecher, comandante labert und die Nationalhymne wird gespielt. Affentheater. Der Normalbürger steht Schlange und einige ganz doofe sind auch noch glücklich dabei, gab es im TV zu sehen, wie sie da stehen und Milch ergattern wollen. Dass Maduro & Co. versuchen die eigene Haut zu retten ist logisch, aber dass es noch immer ein paar Gestrige gibt, das in diesem Land in diesem Zustand, das macht mich sprachlos. Auf was hoffen die? Dass der liebe Gott höchstpersönlich ihr erbärmliches Schicksal ändert? Den können sie auch vergessen, der lässt seinen Adlatus auf Gottes Erden ein paar salbungsvolle Worte sprechen und gut so.

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