Vargas Llosa: Sozialistisches Modell in Venezuela kläglich gescheitert

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Vargas Llosa eröffnet mit Präsident Santos die Buchmesse (Foto: Presidente)
Datum: 30. April 2014
Uhrzeit: 10:55 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ ist in Venezuela kläglich gescheitert. Eine verheerende Kombination aus Marktwirtschaft ohne Markt und Planwirtschaft ohne Plan belegt, wie desaströs Hugo Chávez’ wirtschaftliches Erbe ist. Der ehemalige Busfahrer und jetzige Staatspräsident Nicolás Maduro findet auf die Wirtschaftsmisere keine Antwort und ist von der Lage hoffnungslos überfordert. Bei einem Besuch in Kolumbien hat der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa bekräftigt, dass Venezuela „die falsche Abzweigung genommen hat“.

Llosa eröffnete zusammen mit dem kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Satos in Bogotá die Buchmesse „Feria del Libro“ und gab in diesem Zusammenhang ein Interview. „Es gibt ein kleines Häufchen Intellektueller, die ein radikales sozialistisches Lateinamerika wollen. Schauen Sie sich um – dieses Modell ist kläglich gescheitert. Das Festhalten an diesem System wird Venezuela in den Abgrund führen“, so Llosa. Aus Sicht des Schriftsteller hat Venezuela noch nicht ganz das Niveau von Kuba erreicht. „In Venezuela gibt es noch einige wenige Räume der Freiheit“.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Natürlich wird im Falle einer Fortsetzung des jetzigen Wirtschaftssystems Venezuela in den Ruin getrieben. Das Großmaul Chavez hatte von Ökonomie keine Ahnung und sein Nachfolger (illegitim) hat noch weniger Wissen, wie eine Volkswirtschaft funktioniert.
    Venezuela muss schleunigst zurück zu einer freien Marktwirtschaft, weg von einer Devisenkontrolle. Rückkehr zum Besitz von Eigentum, De-Entstaatlichung von Betrieben.
    Leider übt sich die amtierende Nepoten-/Chavistenclique darin aus, noch weiten Teilen der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen.
    Langsam aber läuft die Zeit für diese Verbrecherbande ab. Von diesen Typen müssen alle, ohne Ausnahme, hängen.

    • 1.1
      suizo

      Klare Worte, so ist es und so wird es kommen. Ganz meiner Meinung !!!

    • 1.2
      Martin Bauer

      „Von diesen Typen müssen alle, ohne Ausnahme, hängen.“
      Wer immer die dann aufhängt, ob zurecht oder zu unrecht, ich kenn welche, die werden dann schreien, es war die CIA!
      Es gibt in der deutschen Presse Debatten über die Massen-Todesurteile geben die Moslem Brüder in Ägypten (rund 1200 Todesurteile in nur 2 Prozessen). Alles Menschliche in mir sträubt sich gegen ein solches Verfahren, auch wenn nur ein Bruchteil der Todesurteile vollstreckt werden. Aber bei allen Bemühungen meines Verstandes fällt mir nichts Anderes ein, was die Menschheit nachhaltig vor fanatischen und unverbesserlich Mitgliedern einer Vereinigung schützt, die jedem Aussenstehenden und Andersdenkenden den Tod geschworen hat, und dies auch sofort in die Tat umgesetzt, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet.

  2. 2
    Herbert Merkelbach

    Es liegt mir fern, in Bezug auf Todesstrafen mit ethischen oder moralischen Argumenten zu diskutieren.
    Im Jahre 1994 sagte der damalige Präsident der Russischen Föderation Yeltsin anlässlich des Abzugs der Roten Armee aus Deutschland: „Der Nationalsozialismus ist eine Pest und muss ausgerottet werden.“ Ich münze seine Worte um: „Der Chavismus/Kommunismus ist eine Pest und muss ausgerottet werden.
    In meinen Augen ist die amtierende venezolanische Regierungsclique eine Bande von Dieben, die nur in ihrem Egoismus auf Bereicherung bedacht ist, eine Bande von Nepoten; ich habe selten erlebt, dass eine Regierung mit so vielen Verwandtschaftsverhältnissen bestückt ist, eine Bande von Lügern, die die Wahrheit bezüglich der wirtschaftlichen Lage des Landes verschweigt, die statistische Zahlen manipuliert. Angeblich soll der Sozialismus/Kommunismus dem Volk dienen, in dem der Wohlstand des Volkes beständig erhöht wird. Wenn ich Zahlen einer Inflationsrate von 56% und höher für das Jahr 2013 lese und eine in diesem Jahr wahrscheinlich hoch höher ausfallen wird, dann muss ich vom Glauben abfallen, dass das zum Wohlstand des Volkes beiträgt. Das war nur ein Beispiel.
    Während des Stalinismus im Arbeiter- und Bauernparadies UdSSR wurden mind. 20 Millionen Menschen liquidiert (egal in welcher Form), dann frage ich mich, womit war dies ethisch und moralisch gerechtfertigt?
    Jetzt versucht diese Bande ihren politischen Willen gegen Bereiche des Volkes mit allen Mitteln durch zu setzten, damit die Führenden noch reicher und das Volk demnächst statt 4 Stunden 6 Stunden pro Tag anstehen muss um die nötigsten Dinge des Lebens zu beschaffen, sollten die Anstehenden überhaupt etwas ergattern.
    Es ist doch kein Geheimnis, was 70 Jahre Kommunismus in den betroffenen Ländern angerichtet hat und die Bande in Caracas versucht, den Kommunismus mit kubanischem Einschlag, auch auf Venezuela zu übertragen. Der wirtschaftliche Ruin Venezuelas ist vorprogrammiert.
    Wenn jemand gegen die Ausübung der Todesstrafe ist, vielleicht wäre das Anbringen von Wiedertäufer-Käfigen im torre David in Caracas in luftiger Höhe ein Ausweg. Mit 20 Käfigen könnte man 40 hohe Regierungsträger, angefangen mit dem Präsidenten, dem körperlichen und psychischen Verfall preisgeben. Vielleicht wäre das auch noch eine Touristenattraktion, wenn auch ein bisschen makaber. Eine Alternative gibt es in meinem Verständnis für diese Verbrecherbande nicht.

    • 2.1
      Martin Bauer

      Ich wüsste nicht, wo ich hier widersprechen könnte.

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