Venezuela: Preis für Rohöl nähert sich 40 Dollar-Marke

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Der sinkende Ölpreis auf den internationalen Rohstoffmärkten macht dem Ölexporteur Venezuela immer mehr zu schaffen (Foto: Archiv)
Datum: 05. Januar 2015
Uhrzeit: 18:51 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Die Ölpreise befinden sich zu Beginn der neuen Woche weiter auf Talfahrt. Am Montag (5.) erreichten sie den tiefsten Stand seit fast sechs Jahren. Demnach fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Februar auf 54,85 US-Dollar. Ein Fass der Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich bis auf 49,95 Dollar. Der Preis für Rohöl aus Venezuela liegt im Durchschnitt 7 Dollar unter dem Texas-Öl (WTI) und ist damit weit unter die 50 Dollar Marke gefallen. Um die Wirtschaft einigermaßen am Laufen zu halten, benötigt Caracas einen Preis von mindestens 120 Dollar.

Der südamerikanische Staat könnte im Geld schwimmen. Die Linksregierung hat das Land jedoch systematisch abgewirtschaftet und die einst blühende Ölindustrie ausgeplündert. Kein Land der Welt ist so von einer Pleite bedroht. Seit Maduros Amtsantritt geht es mit der Wirtschaft steil bergab. Die Inflation schnellt auf weit über 60 Prozent. Ex-Busfahrer Nicolas Maduro, politischer Erbe von Hugo Chavez, macht aber mehr durch peinliche Auftritte als durch Krisenmanagement von sich reden.

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  1. 1
    Herbert Merkelbach

    Es könnte noch schlimmer kommen, sollte der US Kongress den Export von Rohöl, der seit 1975 verboten ist, wieder freigeben. Dann würde der Ölmarkt wirklich mit Rohöl aus dem Schiefergestein überschwemmt, zumal dieses Öl kein Schweröl ist. Davon betroffen wären auch die Opec-Mitgliedsländer.
    Bewahre sollte sich dann ein Ölpreis für das WTI bei rd. US$ 35,- pro Fass einpendeln. Dann helfen auch keine Kredite aus China mehr für Venezuela.

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