Peru: Riesige Erdspalten bringen Häuser zum Einsturz

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Erste Risse traten bereits im Mai 2015 auf (Foto: Archiv)
Datum: 19. September 2015
Uhrzeit: 14:40 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Im Mai 2015 hat die peruanische Regierung über mehrere Ortschaften in der Provinz Mariscal Luzuriaga (Departement Ancash) den Ausnahmezustand verhängt. Laut einer am Samstag (16. Mai) im Amtsblatt veröffentlichten Erklärung befürchten die Behörden, dass ganze Siedlungen „verschluckt“ werden könnten. Schwere Regenfälle in den Monaten März und April haben zu riesigen Rissen in der Erdoberfläche geführt, eine Umsiedlung ganzer Dörfer wird bereits diskutiert. Im peruanischen Fernsehen wurden Bilder gezeigt, die an einen Horrorfilm erinnern. Bereits am 4. Mai berichteten Dorfbewohner von ersten Anzeichen von Rissbildung in der Ortschaft Socosbamba. Die Erdspalten gleichen den Rissen von verheerenden Erdbeben, wie sie zuletzt in Nepal auftraten. In den betroffenen Gebieten sind bereits mehrere Häuser unbewohnbar, plötzlich auftretende Spalten „verschluckten“ einige Autos. Am Sonntag (13.) öffnete sich der Boden im Departement Ancash, das Phänomen beschädigte in Tarabamba, im Distrikt Cashapampa (Provinz Sihuas), 24 Häuser, eine Kirche, eine Schule, eine Brücke, zwei Bewässerungskanäle und 60 Hektar Ackerland zum Teil schwer. Die lokalen Behörden haben die Regierung zum Ausrufen des Notstands aufgefordert.

Geologen bezeichnen das Phänomen als „Kriechen“. Ganze Gebiete fangen urplötzlich zu „rutschen“ an, Filtration von Regen- und Oberflächenentwässerung beschleunigt das Verschieben von riesigen Erdmassen. Nach Angaben des Regionalen Zentrums für Erdforschung und Katastrophen in Lateinamerika (CRID) tritt eine solche Rutsch-Bewegung „als Folge der Expansion und Kontraktion des Oberbodens“ auf, dies geschieht entweder „durch Sättigung, Austrocknung oder durch Erhitzen und anschließendes Abkühlen“.

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