Milcherzeuger protestieren in Uruguay: Venezuela zahlt keine Rechnungen

pleite

Seit Monaten wird die Wirtschaft des erdölreichsten Landes der Welt nur noch durch Kredite aus Russland und China über Wasser gehalten (Foto: TVScreen)
Datum: 19. Januar 2016
Uhrzeit: 01:49 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Das südamerikanische Land Venezuela hat den wirtschaftlichen Notstand ausgerufen. Seit Monaten wird die Wirtschaft des erdölreichsten Staates der Welt nur noch durch Kredite aus Russland und China über Wasser gehalten. Im April vergangenen Jahres wurde mit Uruguay ein Abkommen unterzeichnet, nachdem das kleinste spanischsprachige Land Südamerikas mit Öl beliefert wird und im Gegenzug landwirtschaftliche Produkte wie Milchpulver, Käse, Soja, Reis und Huhn im Wert von 300 Millionen US-Dollar liefert. Uruguay hat sich an seine Verpflichtungen gehalten, das vom Staatsbankrott bedrohte Venezuela hat seine Schulden nicht bezahlt. Milcherzeuger haben am Montag (18.) in 19 Departementos Straßensperren errichtet und reagieren damit auf die Nichtzahlung aus Caracas.

Das links regierte Venezuela hat Milliardenschulden bei unzähligen ausländischen Unternehmen. „Venezuela hat für über 100 Millionen US-Dollar Lieferungen aus dem Milchsektor bezogen. Die Waren sind bereits geliefert und von den Venezolanern aufgegessen. Geld für unsere Lieferungen haben wir bisher nicht gesehen“, klagt Conaprole, größter Milchverarbeiter in Uruguay. Das Molkereiunternehmen „Pili“ wartet auf die Begleichung von rund 5 Millionen US-Dollar (Verkauf von Käse), „Claldy“ lieferte 1.400 Tonnen Käse im Wert von 7,4 Millionen US-Dollar, die ebenfalls nicht bezahlt wurden.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    don ewaldo

    Wann wird die seit Chavez schleichende,inzwischen galoppierende Misswirtschaft vom Volk wahrgenommen?!! Der Sack,aus dem man sich bedient hat,ist inzwischen leer !Man sollte,das von den Roten gestohlene Geld zurückholen,dann wären wenigstens ein Teil der existierenden,verschleppten Schulden vom Tisch.Allein die Fluglinien warten seit Jahren auf Zahlung der offenen Rechnungen.Aber,ist der Ruf schon eimal ruiniert,lebt sichs ganz ungeniert .

  2. 2
    Gast

    Wer einen Vertrag mit den Roten Vollxxxxxxxxxxx schließt sollte bei Vertragsabschluß
    nach dem Händeschütteln die Finger nachzählen

  3. 3
    Wacker

    Hat Venezuela keine eigene Landwirtschaft?

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!