Venezuela: „Regime von Nicolás Maduro ist unheilbar krank“

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Venezuelas Parlamentspräsident Henry Ramos (Foto: asambleanacional)
Datum: 05. Februar 2016
Uhrzeit: 11:57 Uhr
Leserecho: 15 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bei einem Treffen mit mehreren Schülern in der Diskussionsgruppe „Die Rechte des Parlaments und ihre Rolle in der Nationalversammlung“ vertrat Parlamentspräsident Henry Ramos die Meinung, dass das Regime von Nicolas Maduro unheilbar krank ist. „Die beste Option um den Abgang des Staatsoberhauptes zu beschleunigen ist eine Verfassungsänderung. Es ist der einfachste, effizienteste und kostengünstigste Mechanismus“, so Ramos.

Er warnte jedoch davor, dass die Probleme von Venezuela nicht nur mit dem Ausscheiden von Maduro gelöst werden. „Leider ist es so, dass wir auf allen Ebenen ein Chaos durchleben. Die bloße Beendigung dieses Regimes wird nicht die große Anzahl von Problemen in unserem Venezuela lösen“.

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  1. 1
    Venezuela

    „Die bloße Beendigung dieses Regimes wird nicht die große Anzahl von Problemen in unserem Venezuela lösen“

    aber ein Anfang

  2. 2
    der Sachse

    30 Jahre duerfte das sicher mindestens dauern. Davor sollte man jedoch keine Angst haben. Der erste Schritt waren die veraenderten Machtverhaeltnisse im Parlament, nun muss das System geaendert werden!!!!!

    • 2.1
      VE-GE

      also 30 Jahre glaube ich jetzt nicht aber sicherlich nicht ueber Nacht.

      • 2.1.1
        der Sachse

        Ich habe den Wechsel 1989 in Sachsen, Leipzig erlebt. Bis die gesamte Infrastruktur im gruenen Bereich im Freistaat Sachsen war, sind ca. 25 Jahre vergangen. So vermute ich, wird es hier laenger dauern auf grund der unterschiedlichen Mentalitaet und der Probleme, die es in Wirtschaft und Gesellschaft zu loesen gilt, einschliesslich der Gegewehr der Chavistas. Wir werden es erleben . Da muesste ich bis zu meinem 90. Lebensjahr durchhalten, lach!!!!

      • 2.1.2
        kefchen

        wenn man das mit der ehemaligen DDR vergleicht, haben die bis heute mehr wie 2,5 Billionen Steuer-Gelder bekommen, wer gibt den venezulanern kostenloses geld ohne zinsen? niemand….wie soll dann das land aufgebaut werden, der Ölpreis wird nie mehr auf 100$ steigen.

      • 2.1.3
        Insel-Kalle

        Der Vergleich ist nicht so angebracht, und ich bin auch überzeugt davon, dass Geld das Problem nicht lösen oder einfacher lösbar machen kann. Es geht hier um die Mentalität der Menschen, siehe Kommentar von „fideldödeldumm“ weiter unten, der es mit „Entkriminalisierung“ beschreibt. Diese Mentalität kann weder ein Regierungswechsel noch finanzielle Subventionen ändern! Das muss wachsen, und es wird vermutlich länger als eine Generation dauern.

  3. 3
    Matthias Gysin

    Das würde passen bis dann bin ich pensioniert und werde den Lebensabend in Venezuela verbringen .. Ne Spass beiseite (es sind nur noch 19 Jahre .. ). Es wurde viel „beschädigt“ dennoch hoffe ich dass es nicht so lange gehen muss. Venezuela wäre ein grundsätzlich sehr reiches Land (Erdöl, Gold) eine Perle im Tourismus. Eine Perspektive ist am Entstehen. Allerdings wird es dann vermutlich auch eine Realität sein, dass Venezuela für uns Europäer nicht mehr so „billig“ sein wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt und ich hoffe dass es nicht mehr so lange dauert wie bisher !

    • 3.1
      der Sachse

      Fuer die Touristen aus Europa ist Venezuela sehr, wenn nicht gar zu gefaehrlich geworden. ich lebe fasst seit 10 Jahren hier. Wir fahren seit 2013 nicht mehr in die Tourismusgebiete. In Cuba boomt diese Branche und hier liegt sie zerstoert am Boden. Venezuela ist an sich ein reiches und sehr schoenes Land. Es ist bitter, wie 17 Jahre Raubbau Venezuela zerstoert haben. Die Machtverhaeltnisse im Parlament haben sich bedeutend geaendert, das gibt Hoffnung!!!!

      • 3.1.1
        Herbert Merkelbach

        Die Wiedererstarkung der venezolanischen Wirtschaft wird wohl etwas dauern aber ich glaube, 30 Jahre? davon bin ich nicht überzeugt. Mit den in VE vorhandenen Bodenschätzen dürfte es mit den nötigen Investitionen schneller vonstatten gehen.
        Auf der anderen Seite warne ich davor, eine venezolanische Ökonomie mit der deutschen zu vergleichen. Äpfel und Birnen sind zwei paar Schuhe. Deutschland spielt in der Obersten Spielklasse, Venezuela mehr oder weniger in der 3. oder 4. Bundesliga, falls es die letztgenannte gäbe.
        Mit dem neuen politischen Wind in VE und den wahrscheinlich gemachten wirtschaftlichen Reformen und der Beschneidung der politischen Machtbefugnisse der Chavisten, könnte das wirtschaftliche Bein oder die wirtschaftlichen Beine VE wieder das Laufen lernen. Wie gesagt: Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden und die Misswirtschaft durch den Chavismus wird einige Zeit brauchen um gänzlich zu beseitigen.

  4. 4
    jean valentin

    was dieses verbrecherregime in 17 jahren in den abgrund gefahren hat, lässt sich leider nicht in einem jahr richten.
    und was nutzt ihnen das billig, besser teuer und sicher, keine verdreckten strände, keine defekten straßen und dazu noch diese grausame umweltverschmutzung

  5. 5
    Insel-Kalle

    Die traurige Wahrheit ist, dass viele einstige Tourismus-Hochburgen, die mit Superlativen wie „die Perle der Karibik“ mittlerweile völlig verkommen sind. Die Bezeichnung „Kloake der Karibik“ ist vielerorts besser angebracht. Das beziehe ich nicht nur auf den Hausmüll und Industrieabfall, der überall anzutreffen ist, sondern auch auf den menschlichen Müll… ob für all das der Pseudosozialismus der vergangenen 17 Jahre zu 100% verantwortlich ist, wage ich zu bezweifeln. Bei der Mentalität der Mehrheit der Venezolaner kann es einige Jahrzehnte dauern, bis alle Probleme beseitigt sind. Zurück zum Thema: ja, Venezuelas Regime ist unheilbar krank, und mit dem Ableben des Regimes wird ein Bruchteil der Probleme beseitigt, nämlich nur die offiziellen Gehälter der Regierungsclique, die dann andere erhalten werden. Der ganze Drogensumpf drumherum und die Korruption werden sicherlich noch einige Zeit weiterleben, und die Milliarden, die bereits ins Ausland verschwunden sind, werden auch nicht wiederkommen. Gute Nacht, Venezuela.

  6. 6
    hugo

    vieles hätten wir hingenommen. nur die tägliche angst das haus zu verlassen,einkaufen zu gehen,
    zum strand zu gehen, auch mal abends bei dunkelheit das haus zu verlassen das haben wir uns nicht mehr getraut. immer weniger europäische menschen bei denen noch etwas zu holen ist sind noch hier.
    viele morde,überfälle,und erpressungen haben wir persönlich in unserem umfeld kennen gelernt.
    des halb haben wir unter zurücklassung unserer wohnung und unseres ganzen habes das land verlassen.
    wir sind geflohen vor der hohen zahl der verbrecher in diesem land.
    auch wen die regierung wechselt,..die verbrechen werden nicht verschwinden.

    • 6.1
      fideldödeldumm

      Das ist in meinen Augen auch das Hauptproblem. Die Entkriminalisierung der Bevölkerung wird länger als eine Generation dauern. Es fängt damit an, dass man erstmal genug Polizisten finden bzw. ausbilden muss, die nicht korrupt sind. Die Aufrichtigen müssen jetzt aufstehen! Aber ich bezweifle, dass genug Venezolaner ihren Hintern hoch kriegen.

      • 6.1.1
        kefchen

        dann müssen die auch gut bezahlt werden, damit die nicht korrupt sind und an den malandros die klauen mitverdienen müssen. wer soll die mal bezahlen die kassen sind leer, das land hat viele schulden angehäuft.

    • 6.2
      der Sachse

      Hallo Hugo, ich kann euch sehr gut verstehen. Deshalb werden wir auch das Land verlassen. Ist bloss etwas kompliziert, da wir jetzt ueber keine Devisen dafuer haben. Wir sind kreativ und machen es in kleinen Schritten. Ich verlasse das land zuerst und meine Familie muss hier „nur“ ueberleben. Was solls, wir haben keine Angst. Venezuela wird seinen eigenen Weg gehen, logischerweise nicht vergleichbar mit dem deutschen Weg ab 1989.

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