Erdgasprojekt „Camisea“ in Peru: Zulassung von Umweltverträglichkeitsprüfung

indigenas

Mehrere unkontaktierte Völker und einige zurückgezogen lebende Indianervölker sind in diesem Gebiet beheimatet (Foto: Funai)
Datum: 28. März 2016
Uhrzeit: 13:33 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
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Autor: Redaktion
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Im Südosten Perus (Region Madre de Dios und Region Cusco) liegt der Nationalpark Manú. Der dritte Nationalpark des Landes und eines der ältesten Schutzgebiete dieses Ranges im tropischen Regenwald wurde von der UNESCO bereits 1987 zum Weltnaturerbe erklärt. Eine wichtige Pufferzone des „Parque Nacional del Manú“, das Nahua-Nanti-Reservat, ist durch Perus größtes Erdgasprojekt „Camisea“ gefährdet. Durch Sprengungen und andere Öl- und Gasarbeiten gibt es Einschränkungen für Tier- und Pflanzenwelt, auch indigene Völker sind bedroht. Mehr als 25 Organisationen der nationalen und internationalen Zivilgesellschaft, Umweltschutzorganisationen und Wissenschaftler, haben nun ein Protestschreiben an Präsident Ollanta Humala Tasso und den Berichterstatter der Organisation der Vereinten Nationen, James Anaya, übergeben. Der Grund: Die Genehmigung der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die Exploration und Entwicklung von Block 88 (Camisea – Projekt) in den Reservaten Kugapakori, Nahua, Nanti und anderen (RTKNN).

Blocks 88 liegt innerhalb des Nahua-Nanti-Reservats. Mehrere unkontaktierte Völker und einige zurückgezogen lebende Indianervölker sind in diesem Gebiet beheimatet. Dazu zählen die Nahua, Nanti, Matsigenka und Mashco-Piro-Indianer, deren Lebensgrundlage ihr Wald ist. Mitarbeiter von Ölfirmen und illegale Holzfäller dringen in das Land der Ureinwohner vor und schleppen Krankheiten wie Grippe ein, die die Indigenen auslöschen könnten.

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