Regierungen Lateinamerika: Besorgnis über ausartende Gewalt in Venezuela – Update

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Dem Fraktionschef des Oppositionsbündnisses MUD, Julio Borges, wurde vom paramilitärischen Regierungsmob die Nase gebrochen, der Politiker musste im Krankenhaus ärztlich behandelt werden (Foto:Borges)
Datum: 10. Juni 2016
Uhrzeit: 16:45 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Bei Protesten von Regierungsgegnern sind am Donnerstag (9.) in der venezolanischen Hauptstadt Caracas mehrere oppositionelle Abgeordnete von gewalttätigen Regierungsanhängern mit Metallrohren verprügelt und mit Feuerwerkskörpern angegriffen worden. Dem Fraktionschef des Oppositionsbündnisses MUD, Julio Borges, wurde vom paramilitärischen Regierungsmob die Nase gebrochen, der Politiker musste im Krankenhaus ärztlich behandelt werden. Die ausartende Gewalt ruft bei verschiedenen internationalen Menschenrechtsorganisationen große Sorge hervor, ebenfalls in den demokratisch regierten Ländern Lateinamerikas.

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Es war nicht das erste Mal, dass Borges bei der Wahrnehmung seiner parlamentarischen Aufgaben angegriffen wurde. Bezeichnenderweise standen am Donnerstag Militär- und Polizeibeamte meist tatenlos in der Gegend herum, während Demonstranten verprügelt und eine Überprüfung der Unterschriften für ein Referendum gegen Präsident Maduro forderten. Der ehemalige Busfahrer beschuldigt die Opposition, die Gewalt provoziert zu haben und teilt in seiner bekannt dümmlichen Art mit, dass es „ausreichend Zellen für rechte Provokateure“ in den Gefängnissen des Landes gibt.

„In Anbetracht der neuerlichen Gewaltakte und unter den gegenwärtigen Bedingungen kann es keinen Dialog mit diesem Regime geben“, bekräftigte Oppositionsführer Henrique Capriles Radonski.

Update, 11. Juni

Die Regierungen von Argentinien, Chile, Uruguay und Brasilien haben die Gewalt der letzten Tage in Venezuela scharf verurteilt. Die Außenminister der vier Länder bedauerten in einer gemeinsamen Erklärung die Aggression gegen Julio Borges und forderten die Achtung des Rechts auf freie Meinungsäußerung.

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  1. 1
    Alexandro

    Maduro wird in die Geschichte seines Landes als der Dümmste und unfähigste Präsident, den je ein Land hatte eingehen. Ein Ende wie das seines lieben Freundes aus Lybien bleibt im vieleicht erspart wenn sich seine Richter an demokratische Vorgaben halten „Geistesgestörte“ werden nicht higerichtet

  2. 2
    Gringo

    Der heißt doch Madburro und nicht Münchhausen!!!!!

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