Venezuela: Diosdado Cabello zieht angeblich Klage gegen “Wall Street Journal” zurück – Update

cabello

Diosdado Cabello bei seiner wöchentlichen Propaganda-Sendung (Foto: Screenshot TV)
Datum: 19. Juli 2016
Uhrzeit: 16:47 Uhr
Leserecho: 5 Kommentare
Autor: Redaktion
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„Eine Eliteeinheit der US-Drogenfahndung ermittelt wegen Kokainhandel und Geldwäsche gegen Diosdado Cabello“. Der Ex-Präsident der venezolanischen Nationalversammlung (Parlament) soll laut der spanischen Tageszeitung “ABC” auch der „mächtigste Drogenboss des südamerikanischen Landes sein“. Dies berichtete das “Wall Street Journal” in seiner Ausgabe vom 18. Mai 2015 und hatte sich dabei auf Informationen von über einem “Dutzend in den Fall involvierte Quellen in Washington, New York und Miami“ berufen. Wegen angeblicher Verleumdung hatte Cabello das “Wall Street Journal” verklagt und die Klage laut dem Portal „dolartoday“ nun zurückgezogen. Demnach war eine Anhörung für den 7. September dieses Jahres geplant, das Bundesgericht im Süd-Distrikt von New York soll nun den Rückzug der Klage erhalten haben. Ob Cabello die Vorwürfe damit eingesteht, ist nicht bekannt.

botschaft

Im Januar 2015 hatte die spanische Tageszeitung “ABC” darüber berichtet, dass Cabello der mächtigste Drogenboss des südamerikanischen Landes sei und stützte ihre Behauptung auf Leamsy Salazar, der unter anderem zehn Jahre lang als Sicherheitschef für den verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez fungierte, sich im Dezember nach Spanien abgesetzt hatte und dort in das Zeugenschutzprogramm der US-Drogenkontrollbehörde DEA aufgenommen worden war. Für den für die Bekämpfung des Drogenschmuggels zuständigen Abteilungsleiter im US-Außenamt, William Brownfield, stehen die Behauptungen der Zeitung über Cabellos angebliche Verbindungen zum Drogenhandel “im Einklang” mit der Analyse von Washington über die Infiltrierung/Verwicklung von Angehörigen der venezolanischen Regierung in den Drogenhandel. Cabello kündigte in seiner eigenen TV-Sendung eine Klage gegen die spanische Tageszeitung an, auf welche die Geschäftsleitung der konservativen Zeitung bis heute wartet.

Update, 20. Juli

Laut Gary Redish, Rechtsanwalt von Cabello, bleibt die Klage gegen die gegenwärtig auflagenstärkste Zeitung der USA bestehen. Zurückgezogen wurde die Klage nur gegen das Medienkonglomerat News Corporation, da es nicht direkt am “Wall Street Journal” beteiligt ist.

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  1. 1
    Der Bettler

    Der traut sich doch nicht in die USA um einer Anhörung beizuwohnen.Den würden sie ja schon am Flughafen kassieren.

    • 1.1
      Gringo

      Ist auch richtig so!!

  2. 2
    Don Ewaldo

    Erstaunlich,dass sich so ein Typ so lange hält,Gefängnis ist noch eine Erholung für Ihn.
    Sein Lebenslauf spricht für Ihn,es gibt keine Strafe,die hoch genug wäre….
    Das venezolanische Volk sollte mal langsam zu Denken anfangen !!!!!!!!!!!!!!!
    Zitat : Nur das Volk kannes richten ……………

    • 2.1
      Gringo

      Wie lange hat sich Honi gehalten????

  3. 3
    babunda

    alle anderen völker in latinamerika gehen auf die straße und bewirken Veränderungen nur in Venezuela haben die die hosen voll und bekommen nichts auf die reihe.der korrupte mafia und drogenboss cabello wird nie in die USA fliegen, dann wäre er für immer geliefert.

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