Kolumbien: Regierung und Rebellen vereinbaren neues Friedensabkommen

santos

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos (Foto: presidencia.gov)
Datum: 13. November 2016
Uhrzeit: 12:52 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die kolumbianische Regierung und die Farc-Rebellen haben sich auf einen neuen Friedensvertrag geeinigt. Die Einigung bezeichnet Deutschlands Außenminister Walter Steinmeier als ist Zeichen der Hoffnung. „In einer Welt aus den Fugen ist die erneute Einigung auf einen Friedensvertrag in Kolumbien ein Zeichen der Hoffnung. Ich weiß, dass es allen Beteiligten einiges an Kraft gekostet hat und einen starken und unbeirrbaren Friedenswillen brauchte, um nach der großen Enttäuschung des gescheiterten Referendums wieder gemeinsam am Verhandlungstisch zusammenzukommen und dort an einem neuen, verbesserten Friedensabkommen zu arbeiten. Das ist der Beweis dafür, wie sehr beide Seiten eine friedliche Zukunft für Kolumbien wollen – und dass eine Fortsetzung der blutigen Auseinandersetzung schlichtweg keine Option mehr ist! Es zeigt auch, wie leidenschaftlich Präsident Santos für diesen Frieden eintritt, der das jahrzehntelange Sterben und Töten in Kolumbien endlich beenden soll. Wir können diesen Mut zum Frieden nur bewundern. Deutschland engagiert sich seit einem Jahrzehnt für diesen Frieden und wird seinem Partner Kolumbien auch künftig an der Seite stehen. Die Hoffnung auf Frieden werden wir durch konkrete Unterstützung umsetzen helfen“, so der Minister.

Seit rund zehn Jahren setzt sich Deutschland für den Friedensprozess in Kolumbien ein, dazu gehört auch das persönlich Engagement des Beauftragten des Außenministers für den Friedensprozess, Tom Koenigs. Aus Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit hat Deutschland in den letzten zehn Jahren mit 367 Millionen Euro den Friedensprozess unterstützt, zusätzlich seit 2014 auch Kredite in Höhe von 100 Millionen Euro pro Jahr bereitgestellt. Mit zusätzlichen Mitteln aus dem Auswärtigen Amt werden in den Konfliktgebieten Minen geräumt, Minenopfern wird geholfen, Binnenvertriebene werden untergebracht und medizinisch versorgt. Deutsche Projekte helfen ihnen bei der Jobsuche. Das Auswärtige Amt setzt sich auch im Bereich der Übergangsjustiz ein. Die Gründung eines Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts ist eingeleitet. Ferner wird Deutschland Beiträge zu einem Treuhandfonds der EU und einem Hilfsfonds der VN leisten.‎

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Bono

    Wie schön, dass es auch mal positive Nachrichten gibt.

  2. 2
    Mustermann

    Furchtbar wie der Wille des Volkes missachtet wird.

    Und wie kann Steinmeier eigentlich irgendwas dazu sagen?

    Niemand hat bis jetzt den neuen Text zu Gesicht bekommen.

    Nicht der gewählte Senat, nicht die Journalisten und schon gar keine ausländische Regierung.

    Santos betreibt sein übliches Spiel der Propaganda.

    Man möchte schon wetten, dass außer kosmetischen Änderungen nichts dabei rausgekommen ist.

    Sonst wäre die FARC doch nicht so gierig nach dem Vertrag.

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