Erdbeben in Puerto Rico reisst Menschen aus dem Schlaf

Datum: 16. Mai 2010
Uhrzeit: 14:25 Uhr
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Autor: Dietmar Lang
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► Beben der Stärke 5,8 verursachte zahlreiche Schäden

Ein Erdbeben der Stärke 5,8 auf der nach oben offenen Richter-Skala hat am frühen Sonntagmorgen Ortszeit tausende Menschen in Puerto Rico aus dem Schlaf gerissen. Wie der United States Geological Survey (USGS) berichtet, lag das Epizentrum rund sechs Kilometer von der Kleinstadt Espino im Westen des Karibikinsel entfernt in 67 Kilometern Tiefe. Nach ersten Untersuchungen wurden durch die Erdstösse zahlreiche Betonfundamente von Gebäuden in den Städten Florida, Lares, Moca, Utuado und Vega Baja beschädigt. Laut der nationalen Katastrophenhilfe von Puerto Rico kam es im Landesinneren auch zu einigen Erdrutschen, eine Verbindungstrasse bei Utuadon wurde blockiert. Dort soll auch ein Wohnhaus vollständig eingestürzt sein.

Derzeit überprüfen die Rettungskräfte vornehmlich beschädigte Gebäude in der Regionen im Westen und Norden des Landes auf ihre Sicherheit. Über mögliche Verletzte oder sogar Tote durch die Erschütterungen, die sich um 1:16 Uhr Ortszeit (7:16h MESZ) ereigneten, liegen bislang keinerlei Angaben vor. Wie lokale Medien berichten, kam es in der Stadt San Antonio direkt nach dem Beben zu weiträumigen Stromausfällen, besorgte Anwohner versammelten sich auf den Strassen und tauschten Informationen aus. Aus der vom Epizentrum rund 107 Kilometer entfernt gelegenen Hauptstadt San Juan wurden bislang keine Schäden gemeldet.

In der Region der Karibikinseln Puerto Rico, Hispaniola (Domrep, Haiti) und den Jungferninseln kommt es seit mehreren Hundert Jahren immer wieder zu gewaltigen Erdbeben, die nicht selten eine Stärke von 7,0 erreichen. Die letzte grosse Katastrophe ereignete im Januar dieses Jahres bekanntermassen in Haiti auf der nur 350 Kilometer von Puerto Rico entfernten Nachbarinsel Hispaniola. Dort liegt auch die Dominikanische Rebublik, die ebenfalls häufig die Auswirkungen der tektonischen Plattenverschiebungen in der Karibik überstehen muss. Alleine in den vergangenen zwei Wochen wurden dort knapp 50 leichtere und mittlere Erdstösse registriert.

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