Venezuela: Chávez enteignet Automobilhersteller Seat

chavez

Datum: 30. September 2010
Uhrzeit: 18:52 Uhr
Leserecho: 8 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Verstaatlichungswelle rollt weiter

Nach einem Bericht der venezolanischen Confederation of Industries (Conindustria) wurden im laufenden Jahr bisher 174 Unternehmen im Land enteignet, die Abfindungen dafür allerdings noch nicht allen Unternehmen erstattet. Dies entspricht einem Zuwachs von 923,5% gegenüber 2007. Mit dem Automobilhersteller Seat wird nun ein weiteres Unternehmen verstaatlicht.

Hugo Chávez hat es nach seiner herben Niederlage bei den Parlamentswahlen eilig. Nach einer im Amtsblatt am 29. September veröffentlichten Mitteilung, welche von der  Zeitung El Nacional zitiert wurde, bleibt auch die Volkswagen-Tochter Seat nicht von der Verstaatlichungswelle des selbstherrlichen Despoten verschont.

„Präsident Hugo Chavez gab durch das Dekret Nr. 7699, im Amtsblatt vom 29. September 2010 mit der Nummer 39520 veröffentlicht, die obligatorische Übernahme von beweglichen und unbeweglichen Gütern der Autoseat Mercantil de Venezuela bekannt“, titelte das Blatt auf seiner Webseite.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    togo

    FYI: In Frankreich zb ist mehr in Staatsbesitz als in Venezuela…

    Hat Latina Press schon jemals einen objektiven Artikel über Chávez geschrieb?

  2. 2
    Gast.

    Objektiv haben die Leute am Sonntag gestimmt oder?
    Ihre Wahlvorhersagen waren auch objektiv?
    Objektiv ist die Enteignung von SEAT OK dann werden wieder
    Fahrraeder produziert,zu mehr reichts nicht objektiv.
    objektiver Gast.

  3. 3
    Chris

    Welche objektiven Gründe sind denn die Ursache fúr diese Verstaatlichung ? Bin mir nicht sicher ob das gut für die Producktion und die Angestellten sein soll. Wenn SEAT seine Ing. abzieht , was ja mehr als logisch ist , stehen die dann wirklich am Band und schraben am Fahrrad. Soweit ich weiss hat es durch diese Verstaalichungswelle ziemlich grosse Versorgungsenpässe gegeben , da Maschinen und Produktionsanlagen weit unter ihrem Niveua laufen …. Was dabei herraus kommt hat ja jahrelang Rover und Jaguar in Grossbritanien gezeigt –

  4. 4
    togo

    Ein objektiver Artikel würde z.B. solche Formulierungen vermeiden „selbstherrlichen Despot“

    „Objektiv haben die Leute am Sonntag gestimmt oder?“

    Stimmt. Die Regierungspartei PSUV hat 5mal so viele Stimmen bekommen wie die erfolgreichste Oppositionspartei (Un nuevo tiempo)

  5. 5
    Gast

    Der Trottel von Venezuela hat die Wahlen verloren, da er sein selbtgestecktes Ziel nicht ereicht hat. Erinnert mich irgendwie an den ehemaligen Kanzler der roten Socken. Der hatte die Wahl gegen Merkel verloren und war der Meinung er hatte gewonnen. Peinlicher geht es nicht mehr. Aber Realitätsverlust ist eine schlimme Krankheit.

  6. lebe seit einigen Jahren in Venezuela, deswegen kann ich nur das mitteilen, das ich hier selbst live erlebe. Immer mehr Venezolanos haben die Luegen satt. Wie ist es auf Dauer moeglich ueber Sozialismus zu predigen, und den Kapitalismus zu verteufeln, selbst aber im absoluten Luxus zu leben? Nicht nur der President selbst, sondern alle dazugehoerigen Chavistas-Politiker. Lange wird der jefe comandante nicht mehr durchhalten, da hilft auch nicht vor den Wahlen lebensmittel zu verschenken. Alle bisher verstaatlichten Betriebe funktionieren nicht mehr. Maschinen werden heruntergewirtschaftet, nicht gewartet.. Wochenlang gibt es kein Zucker, keine Milch, kein Kaffe, kein Maismehl (eines der Hauptnahrungsmittel). Lebensmittel werden gepunkert bis sie verderben und dann verkauft. Die Preise steigen ins unermessliche, Knoblauch steht mittlerweile bei 100BS/kg, um nur ein Beispiel zu nennen.
    Mord, Drogen, Armut, dabei haette das Land soo viele Bodenschaetze, nicht nur Erdoel.
    So genug fuers erste, mit allerbesten Gruessen aus Asuncion,
    Euer Peter

  7. 7
    Benni

    Wenn ich diese Kommentare von „togo“ lese wird mir schlecht. Ich war vor einigen Tagen in Venezuela, was ich dort erlebt habe, was mir die Menschen vor Ort berichtet haben ist so grauenvoll, dass mir übel wird, wenn jemand (–>togo) diesen menschenverachtenden Diktator auch nur ansatzweise in Schutz nimmt. Wahrscheinlich vom ausufernden, Sozialstaat Deutschland verwöhnt, realitätsfern und von 68er „Weißheiten“ durchtränkte Gehirnmasse kann so einen Blech nur von sich geben !
    —> Deutschland schafft sich mit solchen Leuten ab !!!

  8. 8
    Patriot

    ey togo, wieso läßt du dich denn nicht mal in Venezuela von einem kubanischen Arzt im „Barrio adentro“ behandeln? Du scheinst es nötig zu haben.

    War gerade diese Woche in Merida und wollte eine Forellenzüchterei mit angeschlossenem Tourismuszentrum besuchen, gefiel mir vor zwei Jahren noch sehr gut, hat auch super funktioniert, nur wurde die gerade verstaatlicht, die Produktion ist auf fast Null gesunken, die Touristen sind weg, alles was nicht Niet und Nagelfest war wurde von den Nachbarn geklaut, jetzt hat das Volk (pueblo) sich die schöne Infrastruktur unter den Nagel gerissen. Mann nennt das auch auf spanisch „invasion“…jetzt läuft gar nix mehr… dabei war der Grund ja, das die Züchterei von nationalem Interesse war….hehehehe, Hugo glaubt wirklich das drei Forellenschwänze sein pueblo ernährt….

    Weiter so Hugo, du wirst in zwei Jahren gar nix mehr haben was irgendwas produziert, du musst ja selbst dein Klopapier aus Brasilien importieren….ich glaube die restlich Südamerikaner lachen sich den Ast ab- so viel zu so überteuerten Preisen in so herrlich schlechter Qualität konnten sie noch nie ins venezolanische Ausland exportieren…

    Hey Togo, was bezahtl dir Hugo zu so viel geistreichem?

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