Familie aus Dominikanischer Republik überlebt Erdbeben in Japan

domrep

Datum: 12. März 2011
Uhrzeit: 04:53 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
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Eine Familie aus der Dominikanischen Republik hat das Erdbeben in Japan überlebt. Der dominikanische Journalist Eddy Montilla überstand zusammen mit seiner Frau und Tochter die starke Erschütterung. „Gott sei Dank sind wir am Leben“, gab Montilla bekannt. Die Familie wohnt in der Nähe von Miyagi/Sendai, wo das Monsterbeben starke Zerstörungen verursachte. Montilla ist Universitätsprofessor in Sendai und lebt mit der Familie seit zehn Jahren in Japan.

Nach dem schweren Erdbeben vor der japanischen Küste rechnet die Regierung mit bis zu 12.000 Todesopfern. Nach Angaben des japanischen Fernsehens werden alleine in der Hafenstadt Minamisanriku 10.000 Menschen vermisst. Für Russland, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Papua Neuguinea, Australien, Neuseeland, Fidschi, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru wurde eine Tsunami-Warnung ausgerufen. In fast allen Ländern an der Westküste des Subkontinents gaben die Behörden entsprechende Warnmeldungen aus und evakuierten die Bevölkerung. Während von Mexiko bis Peru die Wellen eher gering ausfielen, türmte sich das Wasser an der Südküste Chiles bis zu acht Metern auf. Zahlreiche Gebäude und Boote wurden beschädigt, auch soll es nach unbestätigten Berichten mindestens zwei Tote gegeben haben.

Mittlerweile wächst die Angst vor einem atomaren Zwischenfall. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass die Radioaktivität im Atomkraftwerk Fukushima tausendfach erhöht sei. Die Evakuierungen wurden ausgeweitet, in wenigen Minuten soll mit dem kontrollierten Ablassen von gefilterten Dampf begonnen werden. Japans Premierminister Naoto Kan hat den Evakuierungsbereich um das Atomkraftwerk Fukushima ausgeweitet. Er forderte die Menschen in einem Radius von 10 Kilometern um das Kraftwerk auf, sich in Sicherheit zu bringen. Nach dem Versagen eines weiteren Kühlsystems hat die Regierung den atomaren Notstand für insgesamt fünf Kraftwerke ausgerufen und vor einem Austritt radioaktiver Strahlung gewarnt. Experten befürchten, dass bereits eine Kernschmelze stattgefunden hat und radioaktives Cäsium ausgetreten ist.

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