Brasilien wird Eisenproduktion wieder vollständig aufnehmen

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Die Schlammlawine hat Großteile der Stadt Brumadinho, 60 Kilometer von Belo Horizonte (Hauptstadt von Minas Gerais), entfernt, überflutet (Foto: Cuerpo de Bomberos / Divulgación)
Datum: 21. Januar 2020
Uhrzeit: 15:02 Uhr
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Autor: Redaktion
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Brasilien wird im Jahr 2020 das Niveau der Produktion und des Exports von Eisen vor der Tragödie von Brumadinho (Südosten des Landes) wieder erreichen. Die brasilianische Eisenindustrie war letztes Jahr stark vom katastrophalen Dammbruch von Brumadinho betroffen. Eine am 25. Januar 2019 ausgelöste Schlammlawine mit 11,7 Millionen Kubikmetern zerstörte Gebäude und Einrichtungen auf dem Minengelände sowie Häuser in Siedlungen nahe der Stadt und tötete mindestens 270 Menschen. Aufgrund des Vorfalls musste Vale, der weltweit größte Eisenproduzent und -Exporteur, seine Produktion in mehreren seiner Einheiten einstellen, um die Strukturen zu überprüfen.

Damit sank die brasilianische Eisenproduktion im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um dreißig Prozent auf 80 Millionen Tonnen. Im dritten Quartal lag die Produktion bei 103,7 Millionen Tonnen, zehn Prozent weniger im Jahresvergleich. Die vom Fachberater „Trends“ vorgelegten Daten deuten darauf hin, dass das südamerikanische Land nach der Katastrophe vor einem Jahr erneut zu den weltweit größten Produzenten und Exporteuren von Eisen gehören wird. Laut Trends werden die brasilianischen Stahlexporte in diesem Jahr um 11,1% zunehmen, obwohl dies dazu führen wird, dass der Preis für das Erz auf dem internationalen Markt fällt.

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