Venezuela: Chavista feiern erfolgreiche Operation von Chávez

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Datum: 28. Februar 2012
Uhrzeit: 23:49 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Eingriff einmal mehr ein Erfolg

Anhänger der Regierungspartei in Venezuela begrüßten am Mittwoch (28.) die positiven Nachrichten über den Gesundheitszustand von Präsident Hugo Chávez. Dieser soll sich nach einer Operation in der kubanischen Hauptstadt Havanna laut Vizepräsident Elias Jaua in einer guten körperliche Verfassung befinden.

Demnach war der Eingriff einmal mehr ein Erfolg, „unzählige Glückwünsche und Liebesbeweise“ des venezolanischen Volkes wurden dem Erkrankten bereits übermittelt. Laut dem venezolanischen Verteidigungsminister Henry Rangel haben die Streitmächte die Nachrichten aus Kuba „mit außerordentlicher Freude“ vernommen, da Chávez der „erste Soldat im Lande“ sei.

„Jedes Mitglied der Bolivarischen Streitkräfte fühlt an diesem Abend eine besondere Freude. Wir wissen dass die Operation erfolgreich war und glauben fest an die Genesung unseres Führers“, teilte Rangel im staatlichen TV mit. „Wir sind zuversichtlich, dass unser Führer, der unser Lehrer und unser Licht ist, noch viele Jahre den Streitkräften leuchten wird“, fügte er hinzu.

Laut dem Vizepräsidenten der Nationalversammlung, Aristobulo Istúriz, soll es angesichts der guten Nachrichten sogar „große Aufregung unter all den Menschen in Venezuela“ geben. Diosdado Cabello, Präsident der Nationalversammlung, gab auf seinem Twitter-Account bekannt, dass bei den Verrätern im Land Bitterkeit angesichts der erfolgreichen Operation herrschen soll.

Der 57-jährige Präsident wurde bereits im Juni an einem bösartigen Tumor im Beckenbereich operiert. Kurz nach der Operation und vier Runden Chemotherapie war er nach eigenen Worten bereits wieder vollständig geheilt, musste allerdings am Montag (27.) erneut operiert werden. Angesichts des erneuten Wunders schwieg die Opposition und gab zu den Meldungen aus dem Miraflores-Palast keinen Kommentar.

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  1. 1
    peterweber

    Die Worte des Lobes, betreffend H.C. gleichen immer mehr den Choralgesängen aus Nordkorea. Schon bald wird man sich fragen müssen, ob man denn auch die verordnete Freude öffentlich ausgeübt habe. Und wenn nicht, gehts ab ins Umerziehungs-+Arbeitslager (mit ganzer Familie)!
    Dass man andersdenkende Leute, von offizieller Seite mit den Worten Verräter beschimpft, zeugt nur von ausgesprochen intensivem Demokratie-verständnis und Akzeptanz.
    Wie will ein Chavez eine Demokratie aufbauen, wenn er sie laufend mit Füssen tritt?

    Eingentlich Schade, wenn man bedenkt, mit wie viel Hoffnung Chavez vor 13 Jahren gewählt wurde und nun die Wirklichkeit und das Ergebnis sieht.

  2. 2
    Martin Bauer

    Der krebskranke Führer ist die einzige Hoffnung der Militärs. Ohne ihn würden diese Multimillionäre aus geraubtem Volksvermögen und Drogengeldern entweder im Gefängnis landen, oder sich eine Arbeit suchen müssen. Weite nicht-militärische Regierungskreise befassen sich zur Zeit mehr mit der Suche nach Alternativen zur bolivarischen Revolution, als mit deren Fortsetzung.

    Den Grund zur Freude kann ich allerdings nicht ganz nach vollziehen. Hatte wirklich jemand ernsthaft erwartet, H.C. würde diese Woche auf dem Operationstisch den Geist aufgeben? Nicht das Messer eines Chirurgen wird ihn töten. Die Krankheit nimmt ihren Verlauf. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und sollte er wirklich geheilt werden, was in mehrfacher Hinsicht wünschenswert wäre, dann müsste nicht am Jahresende Henrique Capriles Radonski den Chinesen erklären, wie Venezuela mit den Milliarden Schulden umgehen wird. Vielmehr könnte H.C. als Angeklagter vor Gericht offen legen, wo sie abgeblieben sind.

  3. 3
    hugo

    ist denn schon jemals weltweit ein politiker für die schulden die er im namen des volkes gemacht hat zur verantwortung gezogen worden? warum sollte dies in venezuela anders sein?

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