Peru: US-Teenager stirbt nach Genuss von Ayahuasca

kyle

Datum: 13. September 2012
Uhrzeit: 09:04 Uhr
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Autor: Redaktion
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Neckermann UrlaubsWelt
► Deutscher Staatsbürger festgenommen

Ein seit dem 23. August vermisster US-Teenager ist am Dienstag (11.) tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei war der Körper des Jugendlichen in einem Feld begraben, mehrere Personen, darunter ein deutscher Staatsangehöriger, wurden festgenommen. Erste Untersuchungen gehen davon aus, dass der junge Mann nach dem Verzehr von Ayahuasca, einem leistungsfähigen Halluzinogen aus dem Dschungel, gestorben ist.

Der 58-jährige José Manuel Pineda, der sich selbst als “Meister Mancoluto” bezeichnet, betreibt in der Stadt Puerto Maldonado, (Región Madre de Dios) die Herberge “Shimbre Shamanic Center” und bietet seine Dienste über das Internet an. Nach Berichten lokaler Medien wollte Kyle Nolan seine Drogenanbhängigkeit überwinden und war deshalb nach Puerto Maldonado gereist. In der Nacht vom 22. auf 23. August soll der 18-jährige an einer Sitzung teilgenommen und dabei Pflanzenteile der Ayahuasca zu sich genommen haben.

Demnach wurde er am folgenden Tag tot aufgefunden, seiner 1.200 US-Dollar beraubt und von Pineda und den beiden Assistenten Florian Schmatz 32 (Jahre) und Luis Enrique Mondragon (33) in Decken gewickelt und in einem Feld begraben. Ingeborg Oswald (60), die Mutter des Opfers, hat die Überführung der sterblichen Überreste ihres Sohnes nach Lima beantragt.

Ayahuasca (Liane der Geister/Toten) wird sowohl die Dschungelliane Banisteriopsis caapi als auch das Gebräu aus selbiger mit den Blättern der Psychotria viridis genannt. Das Gebräu ist ein halluzinogen wirkendes Mittel, welche den halluzinogenen Wirkstoff DMT sowie MAO-Hemmer aus der Harmala-Reihe (z. B. Harmalin) enthalten. Bei Amazonas-Indianern wird Ayahuasca in rituellen/religiösen Zeremonien in Form eines Getränks zu sich genommen, um beispielsweise Geister zu treffen oder in die Zukunft blicken zu können. Es wird auch für die Heilung Kranker benutzt. Der Gebrauch ist von den Anden bis an die Pazifikküste von Kolumbien und Ecuador verbreitet.

Bekannte und häufige Nebenwirkungen sind Erbrechen, Durchfall oder Schweißausbrüche. Es kann zu einer verminderten Kontrolle der Motorik kommen, sowie zu Gleichgewichtsstörungen und Schwindel. Michael Harner, Anthropologe und Schamanismusforscher, beschreibt völlige Bewegungsunfähigkeit und das körperliche Gefühl, zu Stein zu erstarren. In Kombination mit anderen MAO-Hemmern, insbesondere Antidepressiva, kann Lebensgefahr bestehen.

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