Kuba: „Obama ist das kleinere Übel“

cuba

Datum: 07. November 2012
Uhrzeit: 13:25 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Erbitterter Kampf um das Weiße Haus

Das Weiße Haus steht nach der Wiederwahl von Präsident Barack Obama vor einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Dieses ist von Arbeitslosigkeit und einer Staatsverschuldung von über 16 Billionen US-Dollar geprägt. Dies berichtet die staatlich kontrollierte Presse auf Kuba nach Bekanntgabe des Ergebnisses der US-Wahlen. Eine offizielle Reaktion seitens der Regierung von Raúl Castro gibt es bisher nicht.

„Es gab einen erbitterten Kampf um das Weiße Haus zwischen Obama und Romney“ titelte die Zeitung Granma, offizielles Organ der Kommunistischen Partei Kubas (PCC). Auf den inneren Seiten des Blattes wurde die Information erweitert: „Obama für weitere vier Jahre“. Kubanische Blogger bezeichneten Obama als den „am wenigsten schlechten“ und als das „kleinere Übel“.

„Präsident Obama für weitere vier Jahre. Hoffentlich verstehen Sie, dass Kuba nicht Ihr Hinterhof ist. Respektieren Sie die Souveränität und Freiheit des kubanischen Volkes“, twitterte der kubanische Journalist Yohandry Fontana. In einer Fernsehsendung am gestrigen Dienstag (6.) hatte ein kubanischer Journalist allerdings bereits darauf hingewiesen, dass weder Obama noch Republikaner Romney die „Revolution auf Kuba“ anerkennen werden und beide Präsidentschaftskandidaten mit „unterschiedlichen Strategien“ diese zerstören wollen.

Romney hatte im Falle seines Wahlsieges mehrfach versprochen, die Diktatur auf Kuba zu beenden und das Castro-Regime zu bekämpfen. “Wenn ich zum Präsidenten der USA gewählt werde, wird das Castro-Regime das volle Gewicht der amerikanischen Entschlossenheit spüren. Gemeinsam werden wir den Tag beschleunigen, an dem das Regime zu Ende geht. Das kubanische Volk wurde vor mehr als 50 Jahren seiner grundlegenden Freiheiten beraubt, Religionsfreiheit, Pressefreiheit und politische Meinungsäußerung werden mit Brutalität und Gewalt unterdrückt”, so Romney.

US-Präsident Barack Obama sicherte sich bei der Wahl mindestens 303 von insgesamt 538 Wahlmännerstimmen und gewann damit deutlich vor Herausforderer Mitt Romney (65). Vor allem die Wählerstimmen von Frauen, Latinos und Schwarzen haben Obama in seine zweite Amtszeit getragen. „Señor Presidente, Sie wissen ja, wem Sie den Sieg zu verdanken haben“, lautet deshalb die selbstbewusste Botschaft der zahlreichen Latinos.

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  1. 1
    Der Bettler

    Souveränität und Freiheit der Bevölkerung !! Da kann man aber meilenweit gehen,bis man so was ähnliches in Cuba findet. Aus diesen Kommunistenfressen kommt doch nur Kacke.

  2. 2
    Alex

    Zumindest haben die Kubaner bessere Manieren und beleidigen nicht jeden, der nicht ihrer Ideologie nacheifert.
    Als ob die Amerikaner souverän oder frei wären, sie hatten die Wahl zwischen Pest und Cholera, das wars.

    Jeder Ami wird von morgens bis abends durch zig verschiedene Einrichtungen und staatliche Organe überwacht und ausgespäht, in den USA werden bald über 30.000 Drohnen in der Luft umherschwirren und sowas nennst du frei? Seltsames Verständnis von Freiheit aber was soll man von Ideologen auch anderes erwarten, da wird eine Diktatur kritisiert und der Fein dieser Diktatur hat Narrenfreiheit was die Beugung und Missachtung von Menschenrechten und dem Völkerrecht angeht.

  3. 3
    hombre

    Alex…Deine Definition von frei solltest Du überdenken! Jeder Bürger der USA sowie in jedem anderen Demokratischen Land hat die Möglichkeit sich zu entfalten und seine Geschäfte zu erledigen und den entsprechende Ertrag daraus zu generieren…

    Seit es Internet gibt wird gespäht und Ueberwacht, die Freiheit dabei nicht unbedingt sichtbar eingeschränkt, es sei den man umgibt sich mit halbseidenen Geschäften…!
    Merke: Gäbe es keine USA wären Länder wie VZ dessen Oel der Ami zu gerechten Preisen kauft, mit Kuba auf VZ’s Spendenliste schon längst von diesem Planeten verschwunden…

    Also reduziere Deine Attacken auf die Demokratie…

    • 3.1
      Martin Bauer

      Freiheit ist für einige hier das Recht, Ché und Mao und andere linke Mörder zu verherrlichen und die selben Sprüche, die schon Ende der Sechziger auf Hauswände gemalt wurden, stereotyp wieder zu käuen. Das nennen Sie dann „ihre Meinung“. Und wehe, einer sagt was Anderes. Dann ist er ein Faschist und gehirngewaschener Freund des bösen Imperiums!

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