Kuba öffnet seine Landwirtschaft für ausländische Investoren

zucker

Datum: 10. November 2012
Uhrzeit: 19:33 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Marode kommunistische Wirtschaft neu beleben

Das kommunistische Regime der Karibikinsel Kuba öffnet seine Landwirtschaft für ausländische Investoren und hat dem brasilianischen Unternehmen Odebrecht die Verwaltung/Management über die Zuckerfabrik „5 de Septiembre“ in der Provinz Cienfuegos für 13 Jahre eingeräumt.

Odebrecht, ein großer familiengeführter Mischkonzern mit Hauptsitz in Salvador da Bahia, ist das erste ausländische Unternehmen seit 1959 (Verstaatlichung der Zuckermühlen), welches Kuba aktiv in die staatlich gesteuerte Planwirtschaft der Agrarindustrie eingreifen lässt.

Die brasilianische Holdinggesellschaft des Hauptunternehmens Construtora Norberto Odebrecht ist weltweit in 30 Ländern im Bereich Ingenieurswesen, Bauwirtschaft, Petrochemie, Chemie, Energie, Infrastruktur, Transport und Logistik, Immobilien, Umwelt, Ethanol und Zucker tätig. Die Gesellschaft ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Konzerns, ebenso für die Erhaltung seiner philosophischen Einheit. Das Unternehmen beschäftigt weltweit über 125.000 Mitarbeiter, die Bilanzsumme beträgt über 45 Milliarden US-Dollar.

Die Zuckerindustrie war seit der Kolonialzeit der Motor der kubanischen Wirtschaft. Nach der Wirtschaftskrise der 90er Jahre brach die Produktion von etwa 7 Millionen Tonnen auf 1,38 Tonnen im letzten Jahr ein. Der Versuch den Sektor neu zu beleben hatte die Regierung im September 2011 dazu veranlasst, das Ministerium für Zucker aufzulösen. All diese Maßnahmen nutzten jedoch nichts, die marode kommunistische Wirtschaft neu zu beleben.

Das Vertrauen in Odebrecht, dessen Wurzeln auf den deutschen Einwanderer und Kartografen Emil Odebrecht zurückgehen, beweist erneut die ausgezeichneten bilateralen Beziehungen zwischen Kuba und Brasilien. Brasilia ist an mehreren Projekten auf der Insel beteiligt, darunter der Bau/Ausbau des Hafens von Mariel für 800 Millionen US-Dollar.

„Wir wollen den wirtschaftlichen Aufschwung nutzen und die gesamte Region stärken. Brasilien kann nicht ohne seine armen Nachbarn wachsen“ gab Basiliens Botschafter in Havanna, Felicio, bekannt.

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  1. 1
    Der Bettler

    So verrückt wird doch keiner sein,um in Cuba zu investieren,und dann alles
    enteignet zu bekommen.

    • 1.1
      Martin Bauer

      Firmen, die so strukturiert sind, wie Odebrecht, denken und handeln vorausschauend und langfristig. Und langfristig haben sie damit auch Erfolg. Lokale Enteignungen durch sozialistische Revolutionäre können solche Firmen wegstecken, wie Schäden durch Erdbeben oder Sturm. Wegen solcher Risiken nicht zu expandieren hiesse, sich bietende Chancen dem Wettbewerb zu überlassen.

  2. 2
    Spanishjack

    Die Cubaner bieten aber auch solche Aktionen nicht an um dann dieselben wieder mit Enteignungen zu Brüskieren.Die Frage ist immer nur,mit wem wird soetwas unternommen.

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