Venezuela: Capriles akzeptiert die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs

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Datum: 10. Januar 2013
Uhrzeit: 08:31 Uhr
Leserecho: 4 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Verfassung kreativ interpretiert

Venezuelas Oppositionsführer Henrique Capriles hat am Mittwoch (9.) das Urteil des Obersten Gerichtshofs (TSJ) akzeptiert und als verbindlich bezeichnet. Das Verfassungsgericht des Landes hatte die Verfassung kreativ interpretiert und eine Verschiebung der für den Donnerstag vorgesehen Vereidigung als verfassungskonform bezeichnet. Die Regierung kann demnach auch über den 10. Januar hinaus im Amt bleiben.

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„Der Oberste Gerichtshof hat entschieden, es gibt keine Ausreden mehr. Nun liegt es an Ihnen, Herr Maduro. Nehmen Sie die Verantwortung an und befreien Sie das gelähmte Land“, so der Gouverneur des Bundesstaates Miranda.

Statt einem Staatsakt lockt nun die große Show in Caracas: Zehntausende Chavistas sollen einmal mehr in die Hauptstadt gekarrt werden, um ihren krebskranken Führer zu huldigen und an einer „virtuellen Vereidigungszeremonie“ teilnehmen. Der hatte sein Wahlvolk erst vor wenigen Monaten gezielt belogen, sich während des Wahlkampfes als vollkommen gesund bezeichnet und erkrankte kurz nach seiner Wiederwahl erneut.

Ihre Teilnahme an der Alibi-Veranstaltung bestätigten bisher nur die am Tropf von Venezuela hängenden Präsidenten von Uruguay (Jose Mujica), Bolivien (Evo Morales) und Nicaragua, Daniel Ortega. Länder wie Brasilien, Chile, Peru und Kolumbien wollen lediglich ihre Außenminister nach Caracas beordern.

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  1. 1
    Robin

    Da frag ich mich doch nun echt, was für ein Oppositonspolitiker der Capriles ist. Wie kann er denn so ein Urteil akzeptieren und auch noch als verbindlich bezeichnen? Ein größeres Schmierentheater hab ich echt noch nie gesehen. Wer weiß den schon ob Chavez überhaupt noch lebt oder wird er einbalsamiert öffentlich vorgeführt? Denn angeblich hat der Herr Maduro ja keine Ambitionen Präsident zu werden.
    Mein Gott, was wird aus diesem Land nur werden, denn ziemlich viele Venezulaner scheinen ja wohl Scheuklappen vor den Augen zu tragen, um ja nicht sehen zu müssen, wie dieses Land nun endgültig den Bach runtergeht.
    Wahrscheinlich wird, wenn das große Chaos so richtig hereingebrochen ist, das Militär die Macht in die Hand nehmen. Na dann gut Nacht Venezuela!

  2. 2
    gerda mueller

    wir können nur zusehen und unsere persönlichen meinungen austauschen. die wahl liegt beim volk, und das hat anscheinend entschieden, dass das übel chavez kleiner ist als die opposition (nach über 40 jahren unterdruckungsherrschaft) wieder alns ruder zu lassen.

  3. 3
    Lobito gris

    Das Militär wird die Macht übernehmen sobald Demonstrationen stattfinden. Alles gesteuert aus Kuba dem Venezuelanischen Regierungssitz.

  4. 4
    Der Bettler

    So dumm ist das gar nicht von Capriles.Ändern kann er an der Verfügung des obersten Gerichtshofes sowieso nichts.Also kann er sich mit Ruhe darauf vorbereiten,was nach 2x 90 Tagen Verlängerung kommt.Ich glaube kaum,daß Chavez es noch ein halbes Jahr packt.Und was dann? Dann kommen auch die Rotbacken um keine Neuwahlen mehr rum.Außerdem hat er durch die Akzeptanz einen Volksaufstand verhindert.Wenn die nächsten Wochen immer noch kein Lebenszeichen von Chavez zu sehen ist,dann wird es für die verlogene Bande auch brenzlig.Denn das Volk hat mehr oder weniger Chavez gewählt,und der ist seit Wochen nicht mehr hör oder sehbar.Wenn die nicht jeden Tag einmal von Chavez im Fernseh oder Radiokanal eine Gehirnwäsche bekommen,läßt auch bei den Hardlinern das Interesse an der Person nach.

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