Venezuela: Bruder von Hugo Chávez tritt zurück

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Datum: 25. April 2013
Uhrzeit: 08:08 Uhr
Leserecho: 3 Kommentare
Autor: Redaktion
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► Politische Krise spitzt sich weiter zu

In Venezuela spitzt sich die politische Krise weiter zu. Nachdem die aktuelle Regierung vor einem Tagen für 90 Tage einen Ausnahmezustand im Stromsektor des Landes deklariert und von Korruption sprach, hat nun der Präsident der staatlichen Energiegesellschaft Corpoelec seinen Rücktritt bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um Argenis Chávez Frías, Bruder des verstorbenen bolivarischen Führers. Offiziell will Argenis den „Prozess der Militarisierung des Stromsektors“ erleichtern.

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Argenis Chávez hat in der Vergangenheit allerdings mehr wegen permanenten Korruptionsvorwürfen öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. Er war Sekretär des Bundesstaates Barinas, als sein Vater, Hugo de los Reyes Chávez, Gouverneur war. 2011 wurde er zum Vizeminister der Elektrizitätsentwicklung im von Hugo Chávez errichteten Ministerium der Volksmacht für die elektrische Energie ernannt. Der Abgeordnete Wilmer Azuaje hatte Anklagen gegen Argenis Chávez und andere Mitglieder der Chávez-Familie seit 2005 erhoben, diese Anklagen wurden aber immer vom Gericht abgelehnt. Im Jahr 2008 wurde wieder eine Anklage wegen Verleumdung erhoben, allerdings vom hauptsächlich mit Chavistas besetzten Gericht ebenfalls zurückgewiesen. Gerüchte über millionenschwere Konten im Ausland konnten offiziell nie nachgewiesen werden.

In der Vergangenheit machte die linkspopulistische Regierung je nach Jahreszeit sowohl die Dürre als auch die Regenzeit für die Energieprobleme verantwortlich. Während des Präsidentschaftswahlkampfes war dann ein starkes Wirtschaftswachstum für die Ausfälle verantwortlich, kurz danach wurden Gerüchte über angebliche Sabotagepläne auf das marode Energiesystem des Landes unter das Volk gestreut.

Die Opposition bezeichnete die Vorwürfe stetes als lächerlich und wies darauf hin, dass das Land seit Jahren von Stromausfällen heimgesucht wird. Diese seien das Ergebnis mangelhafter Wartung und unzureichender Investitionen. “Herr Maduro soll die Probleme lösen und nicht die Menschen täuschen”, erklärte Oppositionskandidat Capriles.

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  1. 1
    Der Bettler

    Aha,die ersten Diebe verlassen das sinkende Schiff.Wenn alle Mitglieder des Chavezclan demnächst zurücktreten (müssen) ist die Regierung sowieso nicht mehr handlungsfähig.Da eiern noch einige als Minister,Gouverneure,Vizepräsidenten,Vorstände usw.rum.Sie sollten nicht nur zurücktreten,sondern auch strafrechtlich verfolgt werden,wegen schweren Raub an dem Volk,und sämtliche Dollarkonten sollen eingefroren
    werden,weltweit.An die in Cuba,kommt man so nicht ran.Und die halbe Stadt Barinas,die sie sich auch angeignet haben,sollen sie auch zurückgeben müssen.Von den widerrechtlich enteigneten millionen von Quadratmetern Grund gar nicht zu reden.Da kommt vor 14 Jahren ein Habenichts daher,betrachtet das Land als sein Eigentum und bereichert sich mit seinen 30 köpfigen Clan an dem Land,und sowas soll ungesühnt bleiben ?

    • 1.1
      VE-AL

      Du sprichst mir von der Seele *Bettler*

  2. 2
    franky

    jagt sie mit knüppeln aus dem land oder besser noch teert sie und federt sie und stellt sie zur allgemeinen volksbelustigung zur verfügung – wie sie das auch in Rumänien praktiziert haben

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