Unkontaktierte: Interamerikanische Kommission warnt Peru

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Die Ausweitung von Camisea würde zu einer weiteren Zerstörung eines Gebietes führen, das für seine biologische Vielfalt weltbekannt ist (Foto: A. Goldstein / Survival)
Datum: 27. November 2013
Uhrzeit: 10:33 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
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Autor: Redaktion
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Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte „Comisión Interamericana de Derechos Humanos“ zeigt sich tief besorgt über Bedrohungen für Perus unkontaktierte Völker durch Öl- und Gasunternehmen, Abholzung und das Eindringen in ihre Gebiete. Die Bedrohungen könnten “zum Tod ganzer Völker führen”, warnt das wichtigste Menschenrechtsgremium in Amerika.

Pläne der peruanischen Regierung, das im Herzen des Nahua-Nanti-Reservates für unkontaktierte Völker in Perus südöstlichem Amazonasgebiet liegende kontroverse Camisea-Gasprojekt auszuweiten, könnten zum Aufeinandertreffen von Indigenen und Gasarbeitern führen. Unkontaktierte Völker haben jedoch keine oder nur schwache Abwehrkräfte gegen eingeschleppte Krankheiten und der erste Kontakt könnte für sie tödlich enden.

Nach Angaben der internationalen Nichtregierungsorganisation „Survival International“ erklärte die Kommission: “Aufgrund der Tatsache, dass unkontaktierte Völker keine Immunität gegen verbreitete Krankheiten haben, kann Kontakt zu (…) Epidemien führen, die den Tod ganzer Völker zur Folge haben könnten. Es ist unabdingbar, das Kein-Kontakt-Prinzip aufrechtzuerhalten, um ihre grundlegenden Rechte zu gewährleisten, darunter das Recht auf Leben und Integrität, das Recht an ihrem Land und angestammten Gebieten und das Recht auf Kultur und Gesundheit.”

Das Camisea-Gasprojekt wird von einem Konsortium aus Unternehmen geführt, darunter Pluspetrol (Argentinien), Hunt Oil (USA) und Repsol (Spanien). Die geplante Erweiterung würde Tausende kleiner Sprengungen in einem Gebiet erfordern, das für seine biologische Vielfalt weltbekannt ist.

Bereits im März 2013 hatten die Vereinten Nationen eine sofortige Suspendierung der Ausweitung von Camisea gefordert. Survival hatte sich zuvor in mehreren Briefen dafür eingesetzt. Weltweite Proteste folgten im April 2013, bei denen Perus Regierung zum Stopp des Vorhabens aufgerufen wurde. Über 120.000 Anhänger von Survival International haben Perus Präsidenten inzwischen in einer Petition aufgefordert, Eindringlinge und Unternehmen zu stoppen, die in das Gebiet unkontaktierter Völker vordringen.

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