Lateinamerika: Brasilien beteiligt sich an der Jagd nach Zwillingen der Erde

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Die Suche nach exoplanetaren Systemen (Foto: ESA)
Datum: 23. Februar 2014
Uhrzeit: 09:24 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Europäische Weltraumbehörde (ESA) will mit der Mission „Plato“ nach Zwillingen der Erde suchen. Eine mit 34 Teleskopen ausgerüstete Raumsonde soll spätestens 2024 ins All starten und sechs Jahre lang einen großen Teil des Himmels absuchen. Wissenschaftler aus 23 Ländern sind an dem Projekt beteiligt, darunter Forscher und Experten aus Brasilien.

Die ESA hat ihren Hauptsitz in Paris, hier werden die Beschlüsse für Zukunftsprojekte gefasst. Die Europäische Weltraumorganisation ESA ist Europas Tor zum Weltraum mit Verbindungsbüros in den USA, Russland und Belgien. Ein Raumflughafen befindet sich in Französisch-Guayana, sowie Bodenstationen (“Tracking Stations“) zur Kommunikation mit den ESA-Satelliten und Sonden in verschiedenen Teilen der Welt.

Der ESA-Ausschuss für das Wissenschaftliche Programm hat nun die Durchführung der Mission PLATO (planetare Transite und Oszillationen von Sternen) als Bestandteil des Programms Kosmische Vision 2015–2025 beschlossen. Die Mission wird sich mit zwei der wichtigsten Fragen der Kosmischen Vision auseinandersetzen: unter welchen Bedingungen bilden sich Planeten und entsteht Leben und wie funktioniert das Sonnensystem?

PLATO wird relativ nahe gelegene Sterne erforschen und dabei nach winzigen, regelmäßigen Lichteinbußen suchen, die eintreten, wenn ihre Planeten an ihnen vorbeifliegen und dabei kurzzeitig einen kleinen Teil des Sternenlichts ausblenden.

Unter Einsatz von 34 eigenständigen kleinen Teleskopen und Kameras wird PLATO unter ca. einer Million Sternen, die sich über die Hälfte des Himmels erstrecken, nach Planeten Ausschau halten. Zudem wird die seismische Aktivität von Sternen untersucht, wodurch eine genaue Charakterisierung des Zentralgestirns jedes entdeckten Planeten, einschließlich Masse, Radius und Alter, ermöglicht werden soll.

PLATO wird spätestens 2024 von Europas Raumflughafen in Kourou an Bord einer Sojus zu seiner zunächst sechsjährigen Mission aufbrechen und vom sogenannten Lagrange-Punkt L2 in etwa 1,5 Mio. km Entfernung von der Erde aus seine Aufgabe ausführen.

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