Fritz Kräuchi und das Collège Suisse in Haiti

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Datum: 28. März 2010
Uhrzeit: 12:53 Uhr
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Autor: Otto Hegnauer
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Nach Ankunft in Haiti mache ich zuerst einen Besuch beim Schweizerischen Botschafter in Petion-Ville. Herr Urs Berner ist auf Reisen. Herr Hans-Rudolf Hodel, Botschafter in Costa Rica vertritt ihn, bleibt aber nur noch 2 Tage in Haiti. Er offeriert mir einen recht herzlichen Empfang. Wir tauschen Lebensdaten aus.

Dann ist der Besuch beim Chef der DEZA, Herrn Martin Weiersmüller, eine Obligation. Er bringt mich telefonisch mit Herrn Roberto Knüsel, Baufachmann in Petit Goâve in Verbindung. Wir machen einen Treffpunkt in Jacmel vor der Schule des COLLEGE SUISSE ab, um den Zustand des Schulhauses zu diagnostizieren.

Angekommen in Jacmel, habe ich gesehen, begriffen und gelernt. Eine Wiedereröffnung im alten Schulhaus ist nicht erlaubt. Die Decke zeigt zwar keine Risse, es besteht keine Todesgefahr, die Konstruktion errichtet mit Hilfe der Fondation G. Hirzel ( Monsieur Gilbert COUTAU, Ex-Conseiller d’Etat de Genève ), später mit Mitteln der DEZA ( Schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit ), war den Normen entsprechend, sie hat tapfer das Erdbeben ausgehalten. Einige Risse in den Wänden, in einem Pfosten und am vorderen Gebäude, das ein umgestaltetes Wohnhaus war, bleiben Zeugen der Katastrophe.

Die Bevölkerung in Haiti lebt heute in einer Phobie, in ständiger Angst vor einstürzenden Betondecken. Zu viele Menschen wurden lebendig begraben. Dieser Situation muss Rechnung getragen werden. Also ist ein Landerwerb dringlich, das löst zudem das Problem des vermissten Raumes. Die Schule litt daran, dass kein Platz für einen Pausenhof vorhanden war.

Jetzt ist sogar genug Platz für ein Waisenhaus vorhanden, das meine Zwillingstöchter beim neuen COLLEGE SUISSE einrichten möchten. Auch Sportanlagen (Basket) finden Raum. Herr Roberto Knüsel photographiert das erworbene Land, 5 km außerhalb der Stadt, in touristischer Umgebung. Eine 150 Jahre alte metallische Mühle (Moulin Price) zur Rumherstellung, Prinzip einer Dampfmaschine, befindet sich wenige Schritte vor dem neuen Schulplatz.

Das COLLEGE SUISSE muss jetzt Transportprobleme lösen, Schulbusse sollen die Kinder aus der Stadt Jacmel zur Schule bringen. Das schafft finanzielle Probleme. Auch müssen die Hilfsgüter von den Organisationen antransportiert werden, zudem sind Arbeitskräfte zur Errichtung der provisorischen Schulräume zu honorieren.

Herr Martin Weiersmüller, Chef der Schweizerischen Zusammenarbeit, hat keine weiteren Mittel mehr zur Verfügung, bringt uns aber mit UNICEF und anderen großen Organisationen in Verbindung. Zeltblachen, Holzstützen und andere Materialien müssen vom COLLEGE SUISSE abgeholt und transportiert werden. Diese Probleme bleiben unsere Sorge.

Für späteren Wiederaufbau und Neukonstruktion von Klassenzimmern werde ich, Gottfried Kräuchi, Administrator und Gründer der Schule, in der Schweiz eine STIFTUNG gründen, die STIFTUNG ZUR RETTUNG DES COLLEGE SUISSE in Haiti. Das braucht Zeit und Freunde. Das Bankkonto verwaltet mein Bruder Jakob Kräuchi, pensionierter Bahnhofvorstand in Uster, seit mehr als 20 Jahren:

Gottfried Kräuchi
COLLEGE SUISSE
80 – 2 -2

IBAN: CH 19 0020 2202 R 1184606.0
Konto Nr. 202 – R 1184606.0
Kunden Nr. 202 R 1184606
BIC: UBSWCHZ80A

Mit den besten Grüssen und Hoffnung auf grosses Verständnis, verbleibe ich

Gottfried Kräuchi
Gründer und Administrator des
COLLEGE SUISSE
in Jacmel, Haiti

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Die exklusive Haiti-Kolumne im latina press Nachrichtenportal von Otto ‚Swissfot‘ Hegnauer. Der ehemalige Lehrer lebt seit mehreren Jahrzehnten auf Haiti und berichtet exklusiv von seinem täglichen Leben auf der Insel Hispaniola.

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