Proteste in Venezuela: Zwei Mitglieder der Nationalgarde festgenommen

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Beamter der Nationalgarde feuerte Schrotkugeln direkt ins Gesicht des Opfers (Foto: Orozco)
Datum: 07. Mai 2014
Uhrzeit: 07:00 Uhr
Leserecho: 11 Kommentare
Autor: Redaktion
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Zwei Mitglieder der Nationalgarde (GNB) von Venezuela sind wegen angeblicher Verbindungen mit dem Tod einer Studentin während der Proteste gegen die Regierung von Nicolas Maduro festgenommen worden. Dies gab am Dienstag (6.) die Generalstaatsanwaltschaft bekannt. Die seit über drei Monaten anhaltenden Proteste haben bisher mindestens 41 Todesopfer gefordert, Hunderte Menschen wurden verletzt.

In der venezolanischen Stadt Valencia war am Samstag (22. Februar) die Studentin Geraldine Moreno Orozco gestorben. Nach Angaben von mehreren Augenzeugen und Angehörigen der Familie hatte ein Beamter der Nationalgarde am Mittwoch (19.) der 23-jährigen eine Ladung Schrotkugeln direkt ins Gesicht gefeuert. Dies hatte das Regime lange Zeit geleugnet, zahlreiche Menschen hatten den Vorfall jedoch aus nächster Nähe beobachtet.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Caramba

    Ich glaube es ist höchste Zeit, auf die nächste Eskalationsstufe zu gehen, sonst laufen sich die Proteste tot und die Opfer waren umsonst.
    Bitte gebt jetzt nicht auf, tretet dem Pack in den Allerwertesten, oder wo´s sonst noch weh tut!
    Danke…..

    • 1.1
      VE-GE

      Da muss ich dir Recht geben !

  2. 2
    Martin Bauer

    Das müssen die Venezolaner aber schon selber tun. Meine Unterstützung bei Märschen und anderen friedlichen Aktionen haben sie, aber Gewalt übe ich, als Ausländer, hier nicht aus, es sei denn in Notwehr.

    • 2.1
      Caramba

      Verstehe ich vollkommen. Ich meine aber auch nicht notwendigerweise Gewalt auszuüben…..eher Gewalt zu provozieren, um sie dann gegen das Regime zu richten. Für einen Detailplan habe ich zu wenig Ahnung, aber z.B. Regierungsgebäude friedlich besetzen – mehr oder weniger friedlich zumindest – erfreut sich in anderen Ländern grade grosser Beliebtheit. Wenn die Roten darauf dann mit Gewalt reagieren, was sie vermutlich tun, umso besser. Klingt zynisch, würde aber viele Symphatien sowohl im Volk als auch international bringen. Die internationalen Reaktionen bisher mögen nicht hilfreich scheinen, aber gemessen an der Lage anderswo (z.B. Ukraine) sind die knapp über 40 Toten nicht besonders beeindruckend, und trotzdem sind die Gringos kurz davor, Sanktionen zu beschliessen. Stell dir mal vor, was passiert, wenn Mad Burro ein richtiges Massaker anrichtet…….idealerweise wäre das dann von Kubanern angeführt oder gar ausgeführt, dann hätte das Militär auch gleich eine gute Entschuldigung, sich auf die Seite des Volkes zu stellen. Wenn man das hinbekäme…..

      • 2.1.1
        Martin Bauer

        @Caramba + Inge Alba
        Gewalt der Regierung zu provozieren, ist ja die von Anfang an praktizierte Taktik. Nach den ersten 10 offiziell gemeldeten Toten sagte mir jemand, „Wir brauchen noch 10 Tote mehr!“ – Inzwischen sind wir tatsächlich vielleicht schon bei 100 oder mehr angelangt. Aber die meisten Fälle werden nie veröffentlicht. Das darf nicht sein!

        Wie Inge richtig anmerkt, ist der Mehrheit der Demonstranten wohl nicht bewusst, dass sie Gewalt provozieren sollen. Nicht wenige aber wissen es und nehmen das Risiko in Kauf. So hörte ich einen ca. Fünfzigjährigen zu seiner Frau sagen, als diskutiert wurde, für den Demonstrationszug aus Sicherheitsgründen die Route zu ändern, „Ich gehe nur da hin, wo die Schweine der Guardia Nacional uns erwarten. Sollen sie uns doch umbringen!

        Die Frage ist nur, wenn das Ziel, die Regierungen aus Caracas und Havanna hinreichend vor der Weltöffentlichkeit ins Unrecht zu setzen, was dann? Im Arabischen Frühling hat stets das Militär eingegriffen und die weitere Entwicklung bestimmt. In der Unkraine sind auch die Aufständischen militärisch bewaffnet. In der Ex-DDR stand die Marionetten-Regierung in Pankow, von der Führung Moskaus verlassen, völlig allein gegen den Rest der Welt, mit Weisung von allen Seiten, sich aufzulösen. Es war also ausnahmslos immer Gewalt oder Androhung von Gewalt, was Diktatoren zum Rücktritt zwang. Ich kann noch nicht erkennen, wer diese Rolle gegenüber der Maduro Bande und der kubanischen Besatzungsmacht spielen sollte und will.

      • 2.1.2
        Caramba

        @Inge Alba
        Mir ist bewusst, dass ich zynisch und menschenverachtend klinge. Das bin ich nicht wirklich, glaub mir :-) …..klar gehen die Demonstranten nicht los, um als Märtyrer zu sterben, das sollen sie auch nicht. Aber auch jetzt schon müssen sie damit rechnen, bei jeder Demo verletzt oder gar erschossen oder erschlagen zu werden – offiziell 42, inoffiziell deutlich mehr Tote beweisen das ja.
        Und wenn nun der (Student oder wer auch immer) der die Demos plant, sich ein Ziel sucht, das einen echten Gewinn bringt, dann gibts 2 Möglichkeiten: die Regierung toleriert das und verliert besagtes Ziel, oder sie antwortet mit Gewalt. Ich denke dabei z.B. an die Halle der Cadivi, in der die Wahlakten lagern, oder ein Ministerium, um die Kubaner rauszujagen und die Kontrolle der Kubaner öffentlich zu machen, oder oder oder…….Miraflores…?
        Leider hat Martin recht, es würde dann noch der nötige Nachdruck fehlen……da hab ich ehrlich gesagt auf das Militär gehofft, das die kubanischen Fesseln los sein möchte und die Chance nutzt.
        Das müsste sehr feinfühlig orchestriert werden…….zu aller Anfang sollten sich die Studenten Informationen beschaffen, z.B. über die Generäle, die Ihnen evtl zuhören würden. Aber wir sind schon wieder in der Planung…… ich hoffe, was mir vorschwebte, kommt ungefähr rüber.
        Abgesehen davon, dass das nicht unser Job ist und unser chatten auf Deutsch hier die Vzlaner gar nicht bemerken……
        Saludos
        dd

      • 2.1.3
        Martin Bauer

        Vor Regierungsgebäuden, selbst vor „harmlosen“ kleine Behörden, steht immer Polizei, oder sie geht dort ein und aus. Diese müsste man zuerst überwältigen und entwaffnen. Nicht so einfach, denn wenn diese Hijos de Putas eines gelernt haben, ist es der effiziente Umgang mit Waffen. Eine „friedliche“ Besetzung würde also schon mal mit einem massiven Gewaltakt beginnen, oder man käme gar nicht rein. Oder es müssten solche Menschenmassen kommen, dass die Polizei die ersten erschiesst, und der Rest dann jeden, der im Weg steht, wegschieben oder zerquetschen. Auch keine verlockende Vorstellung…

  3. 3
    Inge Alba

    Alles Gut und Recht, aber überlege mal caramba, ob nun Ausländer oder Venezolaner, wer, wenn nicht ein Lebensmüder geht mit solchen Gedanken, evtl. , höchstwahrscheinl, sterbe ich den Märtyrertod, und besetzt ein Gebäude?? Also, ich glaube jedem Menschen ist so etwas wie Selbsterhaltungstrieb angeboren, und dies ist natürlich. Jene die bisher umgekommen sind, ich glaube nicht, dass sie damit gerechnet haben, und ich glaube auch, dass sie noch gerne am Leben wären. Also, ich stelle es mir lieber nicht vor, dass der Mad burro ein Massaker anrichtet, da denke ich an das Individium, wer stirbt schon gerne und dann auch noch junge Leute, ist mir zu krass. Und die Alten die haben wohl nicht mehr die Kraft, die Behendigkeit um ein Gebäude zu besetzen, wäre wohl ein komplettes Fiasko. Dies könnten wenn, dann nur einige mit militärischer Ausbildung, wenn es zum Erfolg führen sollte, und an die, an die glaube ich am wenigsten. Die Militärs die dazu bereit wären, wägen ihre Erfolgschancen auch erst mal ab, die Besten sitzen so oder so schon in Haft, und der kleine Haufen der gegen das Regime ist und noch in der Kaserne, denen fehlt es an der Führung.

  4. 4
    hugo

    hier bewegt sich nichts. wie ich schon einmal vor monaten geschrieben habe sind die bis heute getöteten sinnlos gestorben. keiner ausser die direkt betroffenen angehörigen interessieren sich für die getöteten. man hat sich an die morde in venezuela gewöhnt. es gibt wohl keine familie die nicht einen ermordeten, schwer verletzten oder sogar einen mörder in der familie oder im bekannten kreis hat.
    viel zu viele menschen sind in die machenschaften der regierung involviert.
    ein volk von tätern zu schaffen das ist das ziel dieser regierung, als das verbrechen zu vergesellschaften, und so kann jeder zum mörder werden. und wie können aus diesen mördern nach einem regierungs wechsel menschen werden, die wissen was recht und ordnung ist.
    es wird mit den menschen in venezuela nicht zu machen sein.

  5. 5
    Der Bettler

    Freunde schreibt euch nicht die Finger wund,denn in ein paar Tagen laufen die zwei GNB wieder fröhlich in der Gegend rum.Wahrscheinlich in einem anderen Stadtteil.War schon 2002 so,erinnere nur
    an Fredy Bernal,nachweislich Demonstranten erschoßen,vor laufender Kamera verhaftet mit nackten
    Oberkörper,kurze Zeit später Ausbilder der Colectivos.Ja so laufen die Dinge in diesem weltweit korruptesten Land.Und es wird sich rein gar nichts ändern. 15 Jahre warte ich auf eine Änderung,nein es ist von Jahr zu Jahr immer miserabler geworden.

    • 5.1
      Inge Alba

      Ja, wahrscheinlich hast du Recht, die Verhaftung von den 2 GNB´s ist wohl nur um so zu tun als ob. Könnte mir sogar ein Gerichtsverfahren vorstellen mit Verurteilung, und nach 2 Tagen, wenn alles beruhigt ist, damit die Welt die Demokratie die in Vzla. herrscht auch sieht, dann spazieren die wieder frei herum. Aber was will man dagegen tun? Verfolgen und filmen und in you tube stellen.

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