Sozialistische Märchenstunde in Venezuela: „Inflationsausgleich“ bei Mindestlohn

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Grundnahrungsmittel sind in Venezuela immer häufiger Mangelware (Foto: BSMarialex/Twitter)
Datum: 12. November 2014
Uhrzeit: 16:24 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Das linksgerichte venezolanische Regime um Präsident Maduro wird den gesetzlichen Mindestlohn ab Dezember dieses Jahres um 15 Prozent erhöhen. Der Lohn steigt damit im Vergleich zu Dezember 2013 um insgesamt 64,5 Prozent. Allein der Preis des Nahrungsmittelkorbs ist von Oktober 2013 bis Oktober 2014 um 96,6% gestiegen. Dies gab am Mittwoch (12.) das Zentrum für Dokumentation “Centro de Documentación y Análisis Social der Federación Venezolana de Maestros” (Cendas-FVM) bekannt.

Der Bericht belegt ebenfalls, dass der Preis des Warenkorbs für Produkte des Grundbedarfs für einen Haushalt im Oktober bei 15.010.71 Bolívar lag – eine Steigerung von 6,6% (929,73 Bolívar) gegenüber dem September (offizieller Wechselkurs 6,30 Bolívares pro Dollar). Demnach sind inzwischen 3,5 Mindestlöhne für den Erwerb des Nahrungsmittelkorbs notwendig. Der Preis für Milch, Käse und Eier stieg in einem Monat um 18,4%, Fleisch um 5,1% und Saucen und Mayonnaise um 10%. Fünfzehn Produkte, unter anderem Milchpulver, Kaffee, Ölsardinen Zucker, Huhn, Rind, Maisöl, Maismehl und Weizenmehl, sind in den Supermarkt-Regalen des erdölreichsten Landes der Welt “Mangelware”.

Venezuelas verstorbener Präsident Hugo Chávez hat das linksregierte Land heruntergewirtschaftet. Aberwitzige staatliche Subventionen belegen das Drama des gescheiterten venezolanischen Sozialismus: Schlangestehen für Grundnahrungsmittel, tägliche und landesweite Stromausfälle, Schulden bei ausländischen Lieferanten im zweistelligen Milliardenbereich, verrottende Industrieanlagen und brachliegende Felder.

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  1. 1
    Manuel Ritter

    Vom Inflationsausgleich sprechen die linken Hobby-Blogger in Berlin. Mit ihren fetten Ärschen waren sie noch nie über einen Zeitraum von 12 Monaten in Venezuela. Ich lebe seit 35 Jahren im Land und mir kommt die Galle hoch, wenn ich deren Propagandagülle lese.

  2. 2
    Anonymous

    Zwei Tage nach der Ankündigung ist der Schwarzmarktkurs auch mal eben 10% gestiegen und steht jetzt bei 110/$. Bis Dezember sind die ca. 500 bolos im Monat mehr nix mehr wert.

    Kein Geld da? – Kein Problem, wir drucken das doch selbst…

    • 2.1
      Herbert Merkelbach

      So ist es. Die BCV druckt fortwährend die inländische Währung, egal in welchem Nominalwert. Geld, dass keine Untermauerung durch Werte (Gebäude, Wertpapiere, Güter) hat.
      Das war

      • 2.1.1
        Herbert Merkelbach

        Hier ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Fortsetzung:
        ….das war bereits der Fehler, den die Reichsbank zwischen 1918-1923 beging. Geld drucken ist nicht die Lösung.
        Venezuela braucht ein anderes POLITISCHES UND WIRTSCHAFTLICHES System. Ich neige manchmal zu radikalen Ansichten in Bezug auf die marxistisch-leninistische Ideologie. Eines steht für mich fest, die Verfechter dieser Ideologie und Wirtschaftspolitik gehören aufs SCHAFOTT.

  3. 3
    hugo

    hallo herr merkelbach,

    es gibt in diesem land keinen der das schafott bedienen kann.

    • 3.1
      Herbert Merkelbach

      Dann werden Leute eingestellt und unterrichtet, wie man ein Schafott bedient. Glauben Sie mir, es werden sich nicht genug Leute finden lassen, die den Chavisten den letzten Gruß erteilen werden?
      Aber vorher wird diesen Blutsaugern die Geldkonten beschlagnahmt und einem demokratischen Staat übergeben.
      Sie müssen wissen, dass ich in Bezug auf Kommunisten die Sippenhaft einfordere, so wie es diese Gestalten mit den Menschen während der Zeit von 1917 bis 1991 in den Arbeitern- und Bauernparadiese getrieben habe. UND DAS OHNE AUSNAHME. Die mind. 30 Millionen Opfer dieser Ideologie schreien nach Sühne. UND DAS KANN MAN NICHT GENUG WIEDERHOLEN.

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