Lateinamerika: Guatemala verbietet Kinderheirat

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Für fast ein Viertel aller Geburten sind minderjährige Mütter verantwortlich (Foto: Reproducao)
Datum: 12. November 2015
Uhrzeit: 14:14 Uhr
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Autor: Redaktion
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Die Regierung Guatemalas hat das Mindestalter für die Eheschließung auf 18 erhöht. Laut Rechtsaktivisten wird die Durchsetzung des neuen Gesetzes eine Herausforderung sein, im bevölkerungsreichsten Staat in Zentralamerika im Süden der Halbinsel Yucatán konnten Mädchen bisher mit Erreichen des 14. Lebensalter heiraten. Das Gesetz, das mit 87 Ja-Stimmen und 15 Nein-Stimmen im Kongress verabschiedet wurde legt zudem fest, dass Mädchen im Alter von 16 Jahren unter bestimmten Umständen und nur mit Genehmigung eines Gerichts heiraten dürfen.

Aktivisten sprechen hinsichtlich der vollen Umsetzung der Rechtsnorm von einem erforderlichen kulturellen Wandel. Das Gesetz wird eine Herausforderung vor allem in den indigenen Maya-Gemeinden in den ländlichen Gebieten sein, dort ist Kinderheirat weit verbreitet. Sozialarbeiter hoffen, dass durch das Verbot die Teenager-Schwangerschaften in dem verarmten Land verhindert/reduziert werden. Für fast ein Viertel aller Geburten sind minderjährige Mütter verantwortlich, eine der höchsten Raten in Lateinamerika und ein Schlüsselfaktor für die Armut.

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