Klimaphänomen El Niño: 38.300 Tonnen toter Lachse in Chile

lachs

Fischmehlfabriken arbeiten bereits an der Grenze ihrer Produktionskapazität (Foto/Grafik: sernapesca)
Datum: 19. März 2016
Uhrzeit: 15:18 Uhr
Ressorts: Chile, Natur & Umwelt
Leserecho: 0 Kommentare
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Lachse sind nach Kupfer der größte Exportartikel des südamerikanischen Landes Chile (über 600.000 Tonnen). Die Massentierhaltung führte 2008 zu einem gigantischen Lachssterben, nun hat eine vermutlich vom Wetterphänomen El Niño ausgelöste Algenblüte erneut zu einem massenhaften Lachssterben in der chilenischen Fischzucht geführt. Die nationale Fischereibehörde teilte am Samstag (19.) mit, in den Zuchtstationen in den südlichen Regionen Aysen, Chiloe und Los Lagos seien seit Beginn des Monats Februar bereits über 24 Millionen Lachse an Sauerstoffmangel verendet. Damit liegen die Verluste bei insgesamt 38.300 Tonnen.

entsorgung

Laut José Miguel Burgos, Direktor/Leiter der Nationalen Fischereibehörde (Servicio Nacional de Pesca), wird ein Großteil der toten Lachse zu Fischmehl verarbeitet. Ein geringer Prozentsatz wird auf verschiedene Deponien des südamerikanischen Landes entsorgt. “ Da die Fischmehlfabriken bereits an der Grenze ihrer Produktionskapazität liegen, erwägen wir eine dritte Möglichkeit der Entsorgung. Nach internationalem Recht und nur in Notfällen ist es möglich, mehr als zweitausend Tonnen in einer Unterwasser-Grube in mehr als dreitausend Metern Tiefe und in einer Entfernung von 130 Kilometern zur Küste zu entsorgen“, so Burgos in einer Erklärung. In den nächsten Tagen wird ein U-Boot in die mögliche „Entsorgungs-Region“ geschickt, um den Meeresboden zu sondieren.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!