Venezuela – Kolumbien: 37 Kinder der Wayúu sterben an Unterernährung

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Der im September 2015 von Venezuela initiierte Grenzkonflikt mit Kolumbien hat die Situation der Wayúu Gemeinde im Grenzgebiet Kolumbien-Venezuela noch verschärft (Fotos: vtv.gob.ve/Sociedad Colombiana de Pediatría)
Datum: 20. Juli 2016
Uhrzeit: 15:26 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Im südamerikanischen Land Kolumbien leben rund 145.000 Angehörige der Wayúu, die etwa 20 Prozent der gesamten indigenen Bevölkerung des Landes entsprechen. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Reorganisation von illegalen bewaffneten Gruppen, die sich die Gebiets-Kontrolle über die für den Drogenhandel nach Venezuela wichtige Region verschaffen wollen, waren die Ureinwohner in den letzten Jahren bereits einer zunehmenden Zahl von gezielten Morden, Todesdrohungen, Einschüchterungen, Erpressung und gewaltsamer Vertreibung ausgesetzt. Der im September 2015 von Venezuela initiierte Grenzkonflikt mit Kolumbien hat die Situation der Wayúu Gemeinde im Grenzgebiet Kolumbien-Venezuela noch verschärft. Nach Angaben von Nemesio Montiel, Professor für Anthropologie an der Universität von Zulia und Präsident der kolumbianisch-venezolanischen Beobachtungsstelle für die Menschenrechte der Wayúu, starben in diesem Jahr auf der Guajira-Halbinsel an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien bereits 37 Kinder an schwerer Unterernährung.

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Studien kolumbianischer Experten belegen, dass zwischen 2010 und 2015 etwa 5.000 Kinder der Indigenen an Folgen von Unter/Mangel-Ernährung gestorben sind. Bis heute hat das venezolanische Gesundheitsministerium keine offiziellen Angaben über die Zahl der Todesfälle in dieser Region veröffentlicht. Fälle von Unterernährung sind seit Verhängung des Ausnahmezustandes durch Präsident Maduro auf dem Vormarsch. Der freie Fluss von Lebensmitteln wurde durch die Aktivitäten der staatlichen venezolanischen Sicherheitsorgane gestoppt, Kleinkinder kommen mit ihren ebenfalls an Hunger leidenden Müttern inzwischen täglich mit geschwollenen Bäuchen, Keuchen, dünnen Gliedmaßen nach Maracaibo, Hafenstadt am Lago de Maracaibo im Nordwesten Venezuelas.

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  1. 1
    fideldödeldumm

    In der sogenannten Weltpresse ist von diesem Skandal nichts zu lesen. Aber wenn ein Flüchtlingskind am Strand angespült wird, weil die Eltern relativ viel Geld an Schlepper bezahlt haben, die eine Überfahrt auf einer Nussschale organisiert haben, wo sich kein normaler Mensch rein setzen würde, dann sind alle Medien voll mit Bildern und Berichten und es gibt einen Aufstand der Gutmenschen.Sind die Kinder der Indigenen weniger wert?

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