Brasilien: „Venezuela wird zunehmend zum Exporteur von Kokain“

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Brasiliens Außenminister Jose Serra zeigt sich besorgt (Foto: AgenciaBrasil)
Datum: 07. Oktober 2016
Uhrzeit: 12:23 Uhr
Leserecho: 15 Kommentare
Autor: Redaktion
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Brasiliens Außenminister Jose Serra hat sich am Donnerstag (6.) „sehr besorgt“ über die sich zunehmend verschärfende Krise im Nachbarland Venezuela gezeigt. In einem Interview sprach er darüber, dass die Krise Venezuela „zunehmend verschlingt“ und sich das Land „immer mehr zum Exporteur von Kokain“ entwickelt. Die Einbeziehung des Vatikans bei der Suche eines Dialogs zwischen der Opposition und dem Regime bezeichnete er als „positiv“ und „hoffnungsvoll.

„Die Situation in Venezuela ist mehr als besorgniserregend. Auch wenn der Vatikan sich um Vermittlungen bemüht, ist die Lage bei der Suche nach einer Formel des Übergangs als sehr komplex zu bezeichnen. Ich warne davor, dass die Krise in Venezuela Auswirkungen auf die Region hat – Venezuela wird immer mehr zum Exporteur von Kokain“, so Serra nach einem Besuch des Generalsekretärs der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Luis Almagro, in Brasília.

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  1. 1
    Bono

    Mit dem Dreckszeug lässt sich zu schnell viel zuviel Geld verdienen. Wenige profitieren, aber die meisten stürzt es ins Unglück. Scheiß Koks!!!

  2. Na wenn´s schon mit Erdölprodukten nichts mehr zu verdienen gibt!? :-)
    Nein im Ernst, macht denen doch einfach den Schneeladen dicht!
    Aber daraus wird ja auch wieder nichts, weil einfach zu viele und zu gut daran verdienen, wie Bono schon feststellte. Insbesondere für die, welche -meistens- die am lautesten dagegen anschreien.
    Sieht man ja leider täglich in USA-Mexiko-Mittelamerika-Kolumbien-Bolivien-Peru und den Karibischen Inseln, also warum nicht auch Venezuela?
    Die Lebensumstände der Leute müssen sich mehrheitlich ändern, dann gibt’s auch genug legale Einkommensmöglichkeiten, wobei auch das wahrscheinlich nur eine Theorie bleibt, denn selbst im reichen Europa wird mit dem Scheißzeug munter Geschäfte gemacht.

  3. 3
    Caramba

    Solange in Europa und USA Leute 80 US pro Gramm bezahlen während es in Kolumbien und Venezuela 2 US pro Gramm kostet, werden sich Leute finden, die dieses irre profitable Geschäft betreiben. Ohne politische oder gesellschaftliche Vorurteile ist der einzige Weg die Legalisierung, damit trocknet man wenigstens die illegale Seite aus – und kann die eingenommenen Steuern für Suchtberatung und Hilfe ausgeben, während auf der anderen Seite dann wenigstens die Bauern mehr profitieren, statt der Dealer.

    • Und anschließend noch mehr „Hirnlose“, die der nächste Diktator noch besser steuern kann!! Tolle Idee!! Verbrennt die Scheisse!

    • Und anschließend noch mehr „Hirnlose“, die der nächste Diktator noch besser steuern kann!! Tolle Idee!! Verbrennt die Scheisse! Du widersprichst Dir selbst! Wenn tatsächlich eine Legalisierung stattfinden sollte >> Steuereinnahmen woher“ ??? >>> Investitionen in „niemals vorkommende, geschweige denn „Suchtberatungen / Therapien“???? Am wenigsten verdient der Bauer! Also: Träum weiter oder schmeiß noch ein wenig nach!

      • 3.2.1
        Caramba

        Du klingst wie manch deutscher Politiker, für alles eine einfache Antwort, immer mit Rufezeichen, aber von nix wirklich Ahnung…..
        Du kannst verbrennen soviel du willst, ein Süchtiger wird was finden, sonst wärs kein Süchtiger…aber egal, verschwendete Liebesmüh.

  4. Hola Caramba,
    das ist natürlich auch eine Alternative, welche wahrscheinlich sogar -in gewissen Grenzen- funktionieren könnte und es wäre auch nicht verkehrt, wenn die Bauern am monströsen Gewinn mehr partizipieren könnten. Ich wage jedoch die Behauptung, dass so etwas eine aus vielen Gründen, auch und nicht zuletzt aus vielen guten Grünen, eine Utopie bleiben wird.
    Mit dem Elend auf dieser Welt lassen sich halt viel bessere Geschäfte machen und das gilt in und für sämtliche gesellschaftlichen Systeme gleichartig;- l e i d e r !

    • 4.1
      Henning S.CH.

      Jepp, selbst in Steglitz

  5. 5
    Don Ewaldo

    Solange Drogen,etc.einen Fixpunkt in der Hochfinanz ausmachen,wird es keine Änderung geben.
    Die Lösung den Sumpf auszutrocknen,wäre eine Legalisation,was natürlich aus bekannten Gründen
    nicht stattfinden wird.Schon der Chef von Goldmann Sachs,es gab ein Video,in seinem Büro,die Arme erhoben,mit dem Spruch : I am GOD !!!!! Definition, MACHT ist — Gold – OEL und DROGEN !
    Es ist ja schon lange bekannt,dass die Macht Clique in Venezuela,seit CHAVEZ im grossen Stil mit
    Drogen dealt.Auch die organisierten Kriege in Ländern wie z.b. Kolumbien,Afganistan,und und…..
    forcieren das Geschäft.–Bei dem Wort VERDIENEN erhellen sich die MIENEN……….Ausserdem lässt
    sich ein Volk,egal in welchem Rausch ,leicht manipulieren,sieht man in Germany,Die übelsten politischen Entscheidungen werden verabschiedet,wenn Fussball,Autorennen und Ähnliches stattfindet.
    In Venezuela hilft nur eine radikale Gehirnwäsche,nur,wer soll das tun ???
    Wir aufgeklärten Mitteleuropäer haben uns ja selbst in die Scheisse manöveiert.
    Zur Droge Religion gibt es nichts mehr zu sagen.Eigentlich kann die aktuelle Situation weltweit nur noch
    im Rausch ertragen werden.

  6. 6
    Martin Bauer

    Zu dem Thema habe ich mir die Finger schon vor genau 5 Jahren wund geschrieben. Eine Wiederholung erspare ich mir jetzt durch einen Verweis auf meinen Artikel von damals, für jene die ihn nicht gelesen haben:
    http://latina-press.com/news/111406-lateinamerika-von-drogen-und-abhaengigkeiten/

    • 6.1
      annaconda

      Interessanter Artikel,wenn auch nicht gerade Hoffnungs erweckend.Und : hallo Brasilien ! Was heisst hier wird zunehmend ? Ist doch schon lange Exporteur ,die Ware liefern ihre „Freunde“ in Kolumbien.Santos meinte ja kürzlich in einem Interview,es gebe Drogenhandel , welcher strafbar sei ,wenn dem Gewinnstreben zu Grunde liegt.Und Drogenhandel ,welcher straffrei sei ,wenn dahinter politische Motive stecken??? Ok,wenn das mal nicht ein Wink mit dem Zaunpfahl für die FARC war.Gestern hat er den Friedensnobelpreis gewonnen.In der Tat , es wundert nichts mehr.Maduro und seine Regierung bekamen ja auch eine Anerkennung von der FAO.Arme Welt,muss zum Überleben die Zerstörung des Planeten vorantreiben.Pervers.Irgendwie erinnert mich das, an den Affen,welcher den Ast absägt auf dem er sitzt.

      • 6.1.1
        Martin Bauer

        „Was heisst hier wird zunehmend ? Ist doch schon lange Exporteur ,die Ware liefern ihre „Freunde“ in Kolumbien.“
        Schon klar! Aber der Artikel ist von 2011. Makled hatte in Kolumbien über 1000 „Mitbewerber“ ermordet oder ermorden lassen, so wurde jedenfalls behauptet. Dies war einer der Hauptfaktoren dafür, dass sich der Drogenhandel so signifikant von Kolumbien nach Venezuela verlagert hat, neben einigen anderen.

      • 6.1.2
        Annaconda

        Das meinte ich ja,wie schon ihr Artikel belegt (2011) ist ja der Kokainhandel über Venezuela schon seit Jahren voll im Gange.Dass Brasilien,bzw.Herrn Soto das jetzt erst aufgefallen ist….?!?Bisher hatten sie wohl die ideologischen Scheuklappen auf.Fakt ist,dass immer mehr Nachbarländer begreifen,dass Venezuela für die ganze Region ein Problem darstellt.

      • 6.1.3
        Martin Bauer

        OK! Jetzt hat’s auch bei mir geklickt!

    • 6.2
      Bono

      Auf den Punkt gebracht. Top!

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