Währungschaos in Venezuela: Lateinamerika lacht über Tölpel Maduro

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In ganz Lateinamerika machen sich Nutzer sozialer Netzwerke über die Tölpelhaftigkeit von Maduro lustig (Fotos: Twitter)
Datum: 18. Dezember 2016
Uhrzeit: 16:21 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 9 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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Venezuelas Präsident Maduro hat erneut bewiesen, dass er zurecht als politischer Versager bezeichnet wird. Die im Jahr 2000 vom verstorbenen Hugo Chávez (1954 – 2013) angekündigte „dritte Phase der Bolivarischen Revolution“, die dem „fortschrittlichen Weg Kubas“ ähneln sollte, ist bereits eingetreten. Die kubanische Notenbank „Banco Nacionale“ hatte 1961 im Ausland große Mengen neuer Banknoten drucken lassen. Den Kubanern wurde verboten, Bargeld zu horten. Größere Geldbeträge mussten bei den von der Regierung kontrollierten Geldinstituten deponiert werden. In Venezuela spielte sich in den letzen Tagen das gleiche Szenario ab. Am Donnerstag (15.) wurde der 100-Bolívar-Schein ungültig und nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert.

Die aktuelle Situation im erdölreichsten Land der Welt ähnelt einem Zitat, dessen Ursprung offenbar in der Sowjetunion liegt und bereits in den Mund von unzähligen Politikern schaffte: „Was passiert, wenn in der Sahara der Sozialismus eingeführt wird? Zehn Jahre überhaupt nichts, und dann wird der Sand knapp.“ – Franz Josef Strauß, bayerischer Ministerpräsident und CSU-Chef, im Bundestagswahlkampf 1983.

Maduro, gelernter Busfahrer und wirtschaftlicher Analphabet, hat dem ganzen allerdings noch die Krone aufgesetzt. Die Geldscheine wurden entwertet, obwohl die neuen Banknoten noch nicht einmal in Venezuela eingetroffen sind. Der auf Kuba ausgebildete Marxist sprach im Fernsehen von einem „internationalen Sabotageakt“. Im Ausland seien Flugzeuge, die mit den neuen Geldscheinen für Venezuela beladen gewesen seien, zum Umsteuern gezwungen worden. Diese Behauptung dürfte allerdings die gewohnte Märchenstunde aus dem Miraflores sein, Beweise für den sozialistischen Gedankencoctail gibt es ebenfalls nicht.

Bereits im April 2016 hatte „Bloomberg“, Informationsdienstleistungs-, Nachrichten- und Medienunternehmen mit Hauptsitz in New York City, darauf hingewiesen, dass das britische Traditionsunternehmen De La Rue im vergangenen Monat einen Brief an die Zentralbank Venezuelas schickte und beklagte, dass das Pleite-Regime dem Unternehmen 71 Millionen US-Dollar schuldet. De La Rue ist der weltweit größte private Hersteller von Banknoten und Sicherheitsdokumenten, über 150 nationale Währungen und zahlreiche Sicherheitsdokumente wie beispielsweise Reiseschecks werden mit der Unterstützung von De La Rue hergestellt. Sollte Caracas nicht bezahlen, werde De La Rue das Drucken einstellen. Das Land bekommt dann kein neues Geld, um mit seiner Inflation Schritt zu halten. De La Rue weist darauf hin, dass die Schulden in US-Dollar zu zahlen sind, venezolanische Bolívares sind das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt werden.

In ganz Lateinamerika machen sich Nutzer sozialer Netzwerke über die Tölpelhaftigkeit und Lügenpolitik von Maduro lustig. Unter anderem wird gefordert, dass der angebliche Wunschnachfolger von Hugo Chávez schleunigst auf seinen geistigen Zustand untersucht werden sollte. Oppositionspolitikerin María Corina Machado spricht von einer „offensichtlich geistigen Behinderung“ Maduros, weshalb eine Amtsenthebung nicht mehr länger aufgeschoben werden dürfe.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    Alexandro

    Nicht nur Lateinamerika, über den lacht die ganze Welt ausser ein paar „Damen“ aus der deutschen Linken, deren Intelligenz Quotient ähnlich hoch wie bei Maduro liegt. Aber zum kassieren von Abgeordneten Gehältern reicht es immer noch

    • 1.1
      Gringo

      Dazu muß man ja nicht denken, nur die Hand aufhalten!

  2. 2
    Don Ewaldo

    Eigentlich gibt es keine Stelle mehr zum Lachen,auch nicht in Deutschland.
    Abhandlung über Dummheit :
    wer Dummheitauf eine simple Schwäche des Verstandes hält,unterschätzt Sie.Sie istaktiv,besitzergreifend.
    Sie ornet in Schubladen,sie gibt Befehle,gibt aber nicht zu sich getäuscht zuhaben.
    Die Dummheit ist der Motor der Geschichte,sie ist die verbreiteste Sache der Welt,verschont kaum Jemanden. Man begegnet Ihr jeden Tag auf allen Wegen Orten,Plätzen.Sie ist allgegenwärtig.
    Hinter den grossen Ideologien,die heute im Gange sind,sichert Sie sich die Stabilität der der totalitären
    Systeme.Wichtiger als jeder KAMPF ist der KAMPF gegen die DUMMHEIT.

  3. 3
    Don Ewaldo

    Wenn man sich mehr in der Geschichte umschaut,kann mann sich an 10 Fingern ausrechnen,wohin das Ganze führt.
    Einstein hat die Relativitätstheorie gebracht, ICH beschäftige mich mit der REALITÄTSTHEORIE,ein sehr dunkles.AKTUELLES Thema.
    Thema Venezuela,seit Chavez war es klar,wohin das „Schiff“ fährt,ohne das Volk wäre es nicht möglich gewesen. ABER : Dumme Rindficher haben Ihre Metzger schon immer selbst gewählt.
    Siehe Europa,sin Palabres — CUI BONO ………….

    • 3.1
      Urs Bigger

      Ciao Don, besser kann man’s wohl nicht sagen! In diesem Sinne, ein „tolles“ neues Jahr!?!?!

  4. 4
    Martin Bauer

    „… auf seinen geistigen Zustand untersucht werden…“ – Die Untersuchung wird nicht lange dauern, denn was sollten die in diesem Hohlraum finden, ausser Exkrementen?

    • 4.1
      Hp

      denke eine fette Hanswurst von oben bis unten :D

  5. 5
    hansrambo

    Abhandlung über Dummheit : Don Ewaldo, besser geht kaum. Danke

  6. 6
    hansrambo

    Dummheit kann erlernt und zur Dummheit kann erzogen werden

    und ich denke mal hier findet beides statt.

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