Amnesty International Haiti: Jean-Claude Duvalier soll vor Gericht

babydoc

Datum: 17. Januar 2011
Uhrzeit: 12:07 Uhr
Leserecho: 2 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)
► Diktator werden Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen

Amnesty International (AI) hat die haitianische Regierung aufgefordert, den Diktator Jean-Claude Duvalier vor Gericht zu stellen. Der 59-jährige kehrte am gestrigen Sonntag (16) nach knapp 26 Jahren im Exil überraschend nach Haiti zurück. Begleitet wurde er von seiner Frau Veronique. In Haiti wurden die beiden von ehemaligen Mitarbeitern, Anhängern und Journalisten am Flughafen in Port-au-Prince erwartet und mit einer Eskorte in ein Luxushotel geleitet.

„Duvalier hat während seiner Herrschaft in Haiti systematische und weit verbreitete Menschenrechtsverletzungen begangen. Die haitianische Regierung hat die Pflicht zur Strafverfolgung“, teilte eine Sprecher der Menschenrechtsorganisation mit. „Die haitianischen Behörden haben nun die Möglichkeit, den seit Jahrzehnten herrschenden Kreislauf der Straflosigkeit zu durchbrechen“, fügte er hinzu.

Der am 7. Februar 1986 abgesetzte ehemalige Staatspräsident regierte das Land seit 1971. Die Herrschaft der Duvaliers im Nachbarstaat der Dominikanischen Republik hat das Land etwa 30.000 Menschenleben gekostet. Insgesamt hatte er zwischen 300 und 800 Millionen US-Dollar aus Haiti auf Schweizer Bankkonten transferiert.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden. Bildnachweis: Almomento

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.
  1. 1
    albert einstein

    da stellt sich mir die einfache frage, warum soll der baby-doc noch für teures geld vor gericht gestellt werden, wo richter und zeugen bestochen werden können und sogar ein freispruch möglich wäre. sinnvoller ist es doch, wenn man diesen schergen im weissen hemd kurzerhand einsperrt (ein wunder dass dies nicht am flughafen passiert ist), gefoltert wie seine politischen gegner, enteignet, weil alles gestohlen war was er verprasste und schlussendlich am marktplatz aufgehängt. am besten der ganze clan gleich mit, dann wäre das kapitel duvalier vom tisch und erst noch ohne viele kosten zu verursachen.

  2. 2
    albert einstein

    oder hat ihm im angesicht der turbulenzen jemand den weg vorgeebnet, der wieder zu den günstlingen gehören würde? oder ist er nicht immer noch günstling? oder wurde duvalier durch den diktator von venezuela ermutigt, wieder ein gutes schrecksystem zu errichten und nochmals richtig abzusahnen? oder haben ihm die amis wieder ihre unterstützung zugesichert, weil sie bestimmt keine demokratie haben wollen, denn unter den duvaliers, war haiti für die usa der deckel immer auf dem topf festgeschraubt, dafür sorgte das system duvalier. war auch viel billiger als immer wieder die teuren eingriffen und unterstützungen wie in der vergangenheit.

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!