Benzin-Mangel behindert Hilfe in Haiti

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Datum: 18. Januar 2010
Uhrzeit: 12:20 Uhr
Leserecho: 1 Kommentar
Autor: Redaktion
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Der Benzin-Mangel in Haiti wird immer akuter und ist ein Hindernis für die humanitären Hilfsaktionen in die betroffenen Gebiete. Nach den neuesten Daten aus dem UN-Büro für humanitäre Hilfe (OCHA), stieg der Preis für Benzin mittlerweile auf US $ 10, pro Gallone (3,8 Liter), an.

Die zerstörten Straßen rund um Port au Prince, sowie der im Moment vollkommen nutzlose Hafen der Hauptstadt, behindern die Anlieferung des wichtigen Treibstoffes. Ein Tankwagen aus der Dominikanischen Republik konnte trotz wiedrigsten Umständen 10.000 ltr. Benzin anliefern. Laut UN-Behörden der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Das World Food Program (WFP) konnte heute keine Energie-Kekse für 73.000 Menschen verteilen, da der Mangel an Benzin, Lastwagen und die anhaltende Unsicherheit auf den Straßen dieses Vorhaben behinderten.

Die drei riesigen Kräne des Hafens in Port au Prince wurden vollkommen zerstört und sind nutzlos, so dass eingehende Schiffe nach Cap-Haitien umgeleitet werden. Es wird erwartet, dass alle Reparaturen während dieser Woche durchgeführt werden können.

Nach bestätigten UN-Quellen werden alle Konvois mit Wasser und Nahrungsmittelnvon Einheiten des Dominikanischen Zivilschutzes und der MINUSTAH, der Stabilisierungstruppe der Vereinten Nationen in Haiti, begleitet.

Obwohl die Verteilung der Hilfe voran schreitet, findet nach wie vor nur eine sehr begrenzte Zahl von Opfern Zugang zu Unterkunft, Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung. Tausende von Menschen leben noch immer in provisorischen Lagern in den Straßen der Stadt.

Die UN-Organisation richtete vier neue Verteilungszentren für Nahrungsmittel in Petionville ein. Zwei Fußballstadien in Delmas und Champ de Mars wurden in ein riesiges Lager umgewandelt, wo Menschen Zuflucht unter Plastikplanen finden. Der Mangel an medizinischem Personal verhindert allerdings die Hilfe für Tausende von Verwundeten.

Das Dominikanische Roten Kreuz und die Autonome Universität von Santo Domingo haben ein Feldlazarett in Jimani etabliert, allerdings fehlt in all diesen Krankenhäusern das Personal, medizinische Versorgung und Ausrüstung.

In der Zwischenzeit begann der humanitäre Flugdienst der Vereinten Nationen (UNHAS) mit der Durchführung von Passagierflügen und kleinere Warensendungen von Santo Domingo nach Port-au-Prince und zurück, um die humanitären Organisationen zu entlasten.

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  1. 1
    togo

    Zum Glück hat Venezuela zugesichert mit kostenlosen Extra-Öllieferungen auszuhelfen: http://abn.info.ve/noticia.php?articulo=215876&lee=4

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