EU will Handelsbeziehungen mit Mexiko und Peru fördern

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Datum: 09. November 2012
Uhrzeit: 11:08 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Vorteile einer vertieften wirtschaftlichen Integration

Während seines Besuchs in Lateinamerika in der kommenden Woche wird EU-Handelskommissar Karel De Gucht nach Mexiko reisen. Nach Angaben aus Brüssel begibt er sich im Anschluss nach Peru, wo er für die zügige Ratifizierung des Handelsübereinkommens werben wird, welches im Juni 2012 von der EU, Peru und Kolumbien unterzeichnet wurde.

„Die bilaterale Handel zwischen der EU und Mexiko hat sich, seit das Abkommen 2000 in Kraft trat, verdoppelt. Ich freue mich auf eine weitere Verbesserung dieser sehr positiven Entwicklung“, erklärte Kommissar De Gucht. „Ich begrüße die anhaltenden Bemühungen Limas, die sozialen und umweltpolitischen Rechte in Peru zu verbessern. Diesen Rechten kommt bei der anstehenden Genehmigung des Handelsübereinkommens mit Peru und Kolumbien durch das Europäische Parlament, was hoffentlich noch in diesem Jahr erfolgt, eine hohe Bedeutung zu. Die Vorteile einer vertieften wirtschaftlichen Integration sollten wir schon bald vor Ort sehen können. Ich möchte unsere peruanischen Partner ausdrücklich ermutigen, ihr eigenen Verfahren so zügig wie möglich abzuschließen.“

In Mexiko (12. – 14. November) wird Kommissar De Gucht mit dem designierten Präsident von Mexiko (Amtsantritt 1. Dezember), Enrique Peña-Nieto, zusammenkommen. Das Treffen findet am Rande des 10. Queretaro Business Forums statt, einer von privater Hand organisierten Unternehmerveranstaltung für Mexiko und die größere lateinamerikanische Region, an dem Fachleute sowie führende Unternehmer und Politiker teilnehmen. Ebenfalls ist ein Treffen mit Bruno Ferrari, dem künftigen Minister für Wirtschaft, Handel und Industrie, geplant.

In Peru (15. + 16. November) trifft sich der Kommissar mit Luis José Silva Martinot, Minister für Außenhandel und Fremdenverkehr. Dieses Treffen findet kurz vor dem Inkrafttreten des Handelsübereinkommens zwischen der EU, Peru und Kolumbien statt.

Hintergrund
Die EU und Mexiko haben ein umfassendes Freihandelsabkommen angeschlossen, welches im Oktober 2000 in Kraft trat und den florierenden bilateralen Handelsbeziehungen den Weg bereitete. Seither ist der bilaterale Handel um insgesamt 187 % angestiegen und hat dabei seinen Ausgangswert von 21,7 Mrd. EUR im Jahr 2000 mit 40,1 Mrd. EUR im Jahr 2011 fast verdoppelt.

Das Handelsübereinkommen mit Peru und Kolumbien wurde am 26. Juni 2012 in Brüssel unterzeichnet. Es bildet einen neuen, stabilen, planbaren und durchsetzbaren Rahmen für den Handel und eröffnet so allen Seiten neue Handelsmöglichkeiten. Nach seiner vollen Umsetzung dürfte das Übereinkommen zu Zollersparnissen von insgesamt über 500 Mio. EUR jährlich führen. Auf Seiten der EU könnte das Verfahren für die vorläufige Anwendung des Übereinkommens bis Januar 2013 abgeschlossen sein. Das Europäische Parlament soll auf seiner Plenarsitzung im Dezember über das Übereinkommen abstimmen.

Handel EU-Mexiko – Fakten und Zahlen:

  • 2010 war die EU der drittwichtigste Handelspartner Mexikos (nach den USA und China) und der zweitgrößte ausländische Direktinvestor in diesem Land.
  • 2011 führte die EU Waren im Wert von 23,8 Mrd. EUR nach Mexiko aus; die mexikanischen Einfuhren in die EU ihrerseits beliefen sich 2011 auf 16,3 Mrd. EUR.
  • 2010 wurden Dienstleistungen für 5,1 Mrd. EUR ausgeführt und für 3,1 Mrd. EUR eingeführt. Der Anteil der EU am gesamten mexikanischen Dienstleistungshandel belief sich auf 29 %.
  • Der Wert der Investitionsbestände der EU in Mexiko beträgt 81 Mrd. EUR (Angabe für 2010), womit Mexiko den zweiten Platz bei den EU-Investitionen in Lateinamerika einnimmt. Zwischen 2000 und 2010 investierten mexikanischen Unternehmen 8,7 Mrd. EUR in der EU.
  • Seit dem Abschluss des Freihandelsabkommens im Jahr 2010 ist der Handel zwischen der EU und Mexiko kräftig angestiegen. So sind die Warenausfuhren der EU nach Mexiko beispielsweise zwischen 2000 und 2010 um über 60 % angewachsen und die Einfuhren aus Mexiko haben sich in diesem Zeitraum nahezu verdoppelt.

Handel EU-Peru – Fakten und Zahlen:

  • Nach den USA und China steht die EU an dritter Stelle bei den Einfuhren nach Peru. 2011 machten die Einfuhren aus der EU (2,8 Mrd. EUR) 12 % aller peruanischen Einfuhren aus.
  • Die EU ist der wichtigste Ausfuhrmarkt Perus; 2011 entfielen auf die peruanischen Ausfuhren in die EU (6,4 Mrd. EUR) 18 % aller Ausfuhren dieses Landes. Der gesamte Warenhandel betrug 9,2 Mrd. EUR.
  • Die EU steht bei den ausländischen Direktinvestitionen in Peru an erster Stelle; auf die EU entfallen über 50 % des gesamten Bestands an ausländischen Direktinvestitionen.
  • Die ausländischen Investitionen in Peru beliefen sich 2011 auf insgesamt 22 Mrd. USD (2 % mehr als 2010).

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