Informationspolitk Venezuela – Kolumbien: Zwei Welten prallen aufeinander

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Datum: 28. Dezember 2012
Uhrzeit: 16:36 Uhr
Ressorts: Leserberichte
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Vinicius Love, Caracas (Leser)
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Die kolumbianische Regierung hat am Donnerstag (27.) mitgeteilt, dass sich Präsident Juan Manuel Santos eine Infektion der Blase (Harnwegsinfektion) zugezogen hat und deshalb in das Hospital Naval in Cartagena eingeliefert wurde. Santos hatte sich am 4. Oktober einer Krebsoperation an der Prostata unterzogen, was die demokratische Regierung in Bogotá unmittelbar nach dem Befund dem Volk bekanntgab.

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Eine offene Informationspolitik ist nicht nur ein notwendiges Element der Meinungsbildung, sondern auch ein Instrument für Transparenz und Vertrauensbildung im Zusammenhang mit dem Gesetzgebungsprozess. Öffentlichkeitsarbeit dient nicht nur der Informationsvermittlung; sie prägt auch wesentlich das Bild mit, das sich das Publikum von Regierung und Verwaltung macht. Öffentlichkeitsarbeit ist deshalb als eine das gesamte Rechtsetzungsverfahren begleitende Daueraufgabe zu betrachten (also bereits während des Vorverfahrens) und nicht als „Anhängsel“, dessen man sich nach getaner Rechtsetzungsarbeit annimmt.

Venezuelas Präsident Hugo Chavez musste sich innerhalb 18 Monaten vier Mal an Krebs operieren lassen. Um den Gesundheitszustand des 58-jährigen, der nach eigenen Worten mehrfach vollkommen geheilt war, wird ein Theater veranstaltet, wie man es sonst nur aus Nordkorea und Kuba kennt. Außer stets gleichlautenden Statements, die die Aussagekraft belanglosen Füllstoffs einer Telenovela besitzen, windet sich Caracas in einer beispiellosen Geheimniskrämerei.

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  1. 1
    Silvia W

    Aussagekraft belanglosen Füllstoffs einer Telenovela…
    ——————————————–

    Das trifft den Nagel auf den Kopf!!

  2. 2
    herbert merkelbach

    Allen Ernstes, Ihnen muss jemand irgendwann ins Gehirn geschi… haben oder vielleicht auch, daß Sie in jungen Jahren zu heiß gebadet worden sind.

    Mein Verdikt zu Ihrem Text: 25 Jahre zur Umerziehung in das „demokratischste“ Land auf dieser Welt: das kommunistische Königreich von Nordkorea.

  3. 3
    Der Bettler

    Also Herr Merkelbach,entweder haben Sie den Artikel nicht richtig gelesen,
    oder Sie haben eine Gehirnwäsche bekommen.Es trifft doch wirklich den Nagel auf den Kopf,daß die Regierung Venezuelas Statements abgibt,die nicht mal als Füllstoff für eine Tele-Novela reichen,und so aussagekräftig
    sind wie eine Tasse Mucke-Fuck.Nach zig Reden in 2 1/2 Wochen weiß
    immer noch keiner,was mit Chavez los ist.Die winden sich wie Nattern,um
    ja nicht mit Wahrheiten und Tatsachen rausrücken zu müssen.

    • 3.1
      herbert merkelbach

      Meine Antwort war auf einen Kommentar eines gewissen „STEFFEN“, der einige Fakten zur kolumbianischen Wahl 2010 falsch wiedergegeben hatte.
      Sein Kommentar ist verschwunden. Ich nehme an, dass ihn die Redaktion gelöscht hat. In keinster Weise war meine Antwort eine Erwiderung zu Silvia Ws. Kommentar.
      Die Probleme, die VZ hat sind mir durch Venezolaner in DE bekannt sowie durch Lesen der venezolanischen Presse seit dem Jahre 2003. Innenpolitische Themen Venezuelas kommentiere ich nicht; meine Kommentare beschränken sich auf die Analyse der Entwicklung VZ mit der jetzigen Regierung in wirtschaftlicher Hinsicht. Wenn man die Wirtschaftsdaten VZ betrachtet, dann sieht es „verdammt“ böse für VZ im Jahre 2013 aus: Abwertung der Währung (sie kommt) , die Staatsverschuldung steigt (sie kann nicht durch erhöhte Ölexporte reduziert werden, das Gegenteil tritt ein), das Außenhandelsdefizit wird immer gewaltiger (die industrielle Basis VZ wird immer geringer). Die Frage wirft sich auf: was wird eine (pseudo)sozialistische/kommunistische Regierung (m. M. ein reiner Staatskapitalismus) machen um die Probleme in den Griff zu bekommen? Ausgaben streichen? Siehe Beispiel Griechenland. Das herstellende Gewerbe durch mehr Enteignungen erhöhen? Ob VZ sich kubanischen Verhältnissen nähert, kann ich nicht beurteilen, dafür ist VZ mit seinem Öl und seinen Rohstoffen doch anders. Jedenfalls bleibt es spannend, die Entwicklung dieses südamerikanischen Landes zu beobachten.

      PS. Dieser gewissen „Steffen“ hatte behauptet, dass nur die Reichen in Kolumbien zur Wahl zugelassen waren und so weit ich mich erinnere nur eine 23%ige Wahlbeteiligung im 2. Wahlgang zu verzeichnen war. Tatsache war, das ca. 46% der wahlberechtigten Bevölkerung zu Wahl gingen. Eine niedrige Beteiligung, wenn man die USA betrachtet, dort ist sie auch nicht viel höher.
      Jedenfalls war der Kommentar dieses Lesers voll gepickt mit falschen Angaben und ein reiner Schwachsinn. Dazu meine Erwiderung.

      • 3.1.1
        Martin Bauer

        Besagter STEFFEN ist uns ja hinlänglich bekannt. Es könnte gut sein, dass er selber in keinem Land der Welt zur Wahl zugelassen ist, sondern amtlich als unmündig und geschäftsunfähig deklariert ist. Das wäre bei ihm dringend angebracht.

  4. 4
    Silvia W

    Der Kommentar von „Steffen“stand genau unter meinem – wurde geloescht oder auf Wunsch entfernt – keine Ahnung,ich hatte ihn aber auch gesehen.
    darin stand unter anderem,dass VZ das demokratischste Land auf der Welt sei +++++++

    Es waere vielleich besser gewesen seinen Kommentar „durchzu X-en“,damit nicht solche Missverstaendnisse entstehen.

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