Kürzester Wahlkampf in der Geschichte Venezuelas geht zu Ende

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Datum: 11. April 2013
Uhrzeit: 08:55 Uhr
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Autor: Redaktion
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► Zwischen Kontinuität und echtem Neuanfang

Nach nur zehn Tagen geht am Donnerstag (11.) in Venezuela die kürzeste amtliche Wahlkampfkampagne in der Geschichte des südamerikanischen Landes zu Ende. Mehr als 18 Millionen Wahlberechtigte werden nach dem Tod von Präsident Hugo Chávez Frías am 5. März dieses Jahres am kommenden Sonntag (14.) ein neues Staatsoberhaupt wählen. Am Wahlsonntag wird die lateinamerikanische Nachrichtenagentur agência latina press wie gewohnt mit einem Live-Ticker über sämtliche Entwicklungen in Venezuela bis zur Verkündung des vorläufigen Endergebnisses berichten.

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Venezuela bereitet sich auf ein neues politische Szenarium vor und steht zwischen Kontinuität und echtem Neuanfang. Dabei geht es um das Erbe des Chavismus. Die Linken im Miraflores haben nach 14 Jahren an der Macht gute Chancen, von der Trauer um den verstorbenen Hugo Chávez zu profitieren. Übergangspräsident Nicolás Maduro gab sich deshalb als legitimer Sohn des Comandante aus, Herausforderer Capriles betonte, dass das Land eine Zeit der Lügen und Unverschämtheiten durchlebe.

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Nicolás Maduro wird seine Kampagne am heutigen Donnerstag mit einer großen Mobilisierung ab 14.00 Uhr Ortszeit in Caracas auf der zentralen Avenida Bolivar anschließen. Seit Stunden sind hunderte Busse und selbst Flugzeuge der Regierung im Einsatz, die Chavistas aus allen Teilen des Landes in die Hauptstadt transportieren müssen. Als besonderer Höhepunkt wurde die Teilnahme des abgehalfterten argentinischen Ex-Kickers Diego Armando Maradona angekündigt.

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Oppositionskandidat Henrique Capriles Radonski beendet seine Kampagne mit einer Massenkundgebung im westlichen Bundesstaat Lara. Glaubt man den letzten Umfragewerten, dann hat der 40-jährige keine Chance, die Wahlen zu gewinnen und liegt bis zu 20 Prozentpunkte hinter dem Kandidaten der Regierungspartei. Bei der Wahl am 7. Oktober 2012 hatte sich Capriles dem damaligen Amtsinhaber Chávez mit 44,3 zu 55,1 Prozent der Stimmen geschlagen geben müssen, erzielte dabei allerdings eines der besten Oppositionsergebnisse aller Zeiten.

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