Peru: Anschlag auf die Umwelt und die Artenvielfalt

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Datum: 18. März 2010
Uhrzeit: 20:26 Uhr
Ressorts: Natur & Umwelt, Peru
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Autor: Klaus Schenck
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Die Unternehmen “Agropecuaria del Shanusi”, Agricola del Cainarachi und “Palma de Espino”, alle drei Tochterfirma der Romero-Gruppe, betreiben bereits mit im unberührten Urwald auf 7.000 und 3.000 Hektar Ölpalmplantagen. Im Barranquita Bezirk (Region San Martin und Lamas) sind 8.000 Hektar Regenwald bereits durch die Romero-Gruppe vernichtet worden. Weitere Tausende von Hektar sind in unmittelbarer Gefahr vernichtet zu werden.

“Dies ist ein Anschlag auf die Umwelt und die Artenvielfalt” erklärt der Bürgermeister von Barranquita, Cesar Soria. Bereits im Jahr 2008 erstatteten die Bewohner Barranquitas Anzeige, um zu verhindern, dass die Palmölfirma Agricola de Cainarachi in der Region tätig wird. Erst zwei Jahre später, im Januar 2010, gibt es eine Entscheidung der regionalen Landwirtschaftsverwaltung (Beschluss. Nr. 021-2010 GRSM/DRASAM vom 22 Januar 2010), die die vorläufige Erlaubnis zur Änderung der Landnutzung (Beschluss Nr. 255-2007) aufgrund diverser Unregelmäßigkeiten annulliert und den Stopp der Regenwaldabholzung anordnet.

Allerdings hat hier die peruanische Zentralregierung in Lima das letzte Wort. Die peruanische Regierung fördert den Anbau von Ölpalmen und anderer Pflanzen zur Gewinnung von Agrokraftstoff, ohne die schweren sozialen und ökologischen Auswirkungen zu bedenken. Bis heute missachten die Firmen der Romero-Gruppe die Anweisung zum Erhalt der Wälder in Barranquita. Pro Tag und Arbeiter werden ein Hektar Regenwald unwiederbringlich zerstört. “Es sind mehr als 50 Arbeiter mit Motorsägen und Schlägertrupps, die im unserem Wald ihren tätig sind.” wird von den Bewohnern Barranquitas beklagt. Eine Gruppe von Journalisten konnte die Zerstörung von 8.000 Hektar Wald aus der Luft bestätigen.

Währenddessen geht die Abholzung ohne Rücksicht auf das Sterben von Flora und Fauna weiter. Mit den schweren Bulldozern und anderen schweren Maschinen werden Bachläufe zugeschoben und Wasserquellen verstopft. Die am schwersten betroffenen Gemeinden sind Nuevo Ica, Leoncio Prado, San Fernando, Santiago de Borja, Panchilla, San José Obrero y Nuevo Italia, deren Bewohner praktisch zum Verkauf ihres Landes und zur Aufgabe ihrer Heimat gezwungen wurden. “Der Wald ist unsere Bank, unser Markt, unser Krankenhaus, unsere Heimat. Er ist unser Leben!”

Am 7. Januar und am 18. Februar zogen die Bewohner und Bürgermeister des Barranquita-Bezirks mit einem Protestmarsch durch die Stadt Tarapoto, um die Unterstützung der Zivilgesellschaft und der Institutionen zu bekommen.

Protestaktion

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