Hinterlaces-Studie: Mehrheit der Venezolaner lehnt Sanktionen durch USA ab

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Eine breite Mehrheit in Venezuela lehnt laut einer Umfrage Sanktionen durch die USA ab (Foto: Roberto González/Twitter)
Datum: 26. Mai 2014
Uhrzeit: 00:21 Uhr
Leserecho: 18 Kommentare
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Während in den USA über mögliche Schritte gegen Regierungs- und Militärmitglieder Venezuelas diskutiert wird, veröffentlichte das venzolanische Staatsfernsehen am Sonntag (25.) die Ergebnisse einer Umfrage, nach der die große Mehrheit der Befragten mögliche Sanktionen ablehnt. Der Studie zufolge sprach sich eine große Mehrheit jedoch ebenso gegen gewaltsame Proteste und Straßenblockaden aus.

Nach der Studie “Monitor País” des regierungsnahen Meinungsforschungsinstitutes Hinterlaces sind 73 Prozent der Befragten dagegen, dass die USA Sanktionen verhängt, sollte diese befinden, dass die Meinungsfreiheit Venezuelas durch die Regierung Nicolás Maduros eingeschränkt ist. 67 Prozent lehnen laut Umfrage ein Eingreifen Washingtons ab, sollten die Amerikaner zu dem Ergebnis kommen, dass es im Zusammenhang mit den seit Anfang Februar andauernden Protesten zu Menschenrechtsverletzungen gekommen ist. Klar fiel nach den veröffentlichten Daten auch die Absage der Venezolaner gegenüber einer Einmischung der Nordamerikaner in die Angelegenheiten des südamerikanischen Landes aus. 64 Prozent, so hieß es, seien dagegen.

Abgelehnt werden jedoch ebenso die gewalttätigen Ausschreitungen während der Proteste. Nach der Studie sprachen sich 88 Prozent der Befragten dagegen aus, dass Studenten Straßenblockaden errichten. 73 Prozent sollen der Umfrage zu Folge der Meinung sein, dass gewaltsame Proteste die Situation im Land verschlechtern.

Für die Studie wurden zwischen dem 10. und 17. Mai 1.200 Erwachsenen befragt. Seit Beginn der Proteste ist es zu 42 Toten, über 800 Verletzten und nahezu 3.000 Verhaftungen gekommen. Zur Anzeige gebracht wurden zudem 180 Fälle von Menschenrechtsverletzungen.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    thor

    wieder so ne gekaufte Meinungsmache….

  2. 2
    Fideldödeldumm

    Sehr aussagekräftig, diese Meinungsumfrage. Genauso, wie die Wahlergebnisse in Nord-Korea.

  3. 3
    fernando

    Es gibt hier wohl eine Klicke, die nur dann Ergebnisse akzeptiert, wennn diese so ausfallen, wie sie sich diese vorstellen. Ansonsten: gekauft, manipuliert, nicht aussagekräftig etc. Alles halt sehr demokratisch.

    • 3.1
      Herbert Merkelbach

      Demokratisch erst dann, wenn zum Beispiel unabhängige Beobachter bei einer Wahl zugegen sind. In Venezuela gibt es das nicht.

    • 3.2
      Herbert Merkelbach

      Erschwerend kommt noch hinzu, dass grundsätzlich alle statistischen Daten, die von der amtierenden Clique veröffentlicht werden, wurden und in Zukunft noch veröffentlicht werden, manipuliert sind, waren und in Zukunft manipuliert werden.
      Was die hier schreibende Clique an Ergebnissen akzeptiert ist sehr unterschiedlich. Sollte sich der Schreiber in Westeuropa aufhalten, dann wird er 100% die Ergebnisse einer Wahl akzeptieren. Sollte der Schreiber in Osteuropa beheimatet sein, dann bin ich mir nicht so sicher. Wenn der Schreiber allerdings in Lateinamerika und besonders in Venezuela beheimatet ist, dieser Schreiber wird die beispielsweise die Wahlergebnisse, insbesondere die der Präsidentschaftswahl von 1998, die der von 2004, von 2008, von 2012 und von 2013 sehr stark in Zweifel ziehen. Ich gehe noch einen Schritt weiter: seit 1998 sind alle diese Wahlen gefälscht worden. OHNE ZWEIFEL.

    • 3.3
      Martin Bauer

      Wusste ich doch, dass zu diesem Theme unser Brunnenvergifter wieder mal die Lügen von Interlaces als das Mass der Dinge hinstellt und uns alle als weltfremde Traumtänzer. Jeder, aber auch jeder einzelnen Venezolaner, den ich kenne, ausser wenigen Hardcore-Chavista, will, dass die Auslandsvermögen und Immobilien der PSUV-Bande entzogen werden. Und wenn man jemanden fragt, ob die rote Bande in Den Haag vor Gericht gestellt werden soll, antwortete bisher auch jeder angewidert: „Um Gottes Willen, nein! Vorher erschiessen!“.

  4. 4
    suizo

    Schon klar, dass das so rauskommt, wenn man 1200 Chavisten befragt. Regierungsnahes Meinungsforschungsinstitut$$$$$

  5. 5
    Der Bettler

    Herr Merkelbach,ich war Dezember 1998 vor Ort,als Chavez zum Präsidenten gewählt wurde.Ich
    glaube,es war die einzige Wahl die demokratisch vor sich ging. Er hat alle mit seinen Versprechungen geblendet,wie auch viele in Venezuela lebende Ausländer.Nach einem Jahr hat er angefangen durch zu drehen.Aus Venezuela wurde Bolivarische Republik,Verstaatlichungen,Enteignungen,usw. so im Tagestakt.Da hat er seine wahre Fratze gezeigt.Als er dann abgenippelt ist,hat er ein gespaltenes
    Land,ein höchst kriminelles,und kaputtes Land hinterlassen,und ein riesen Milliardenerbe für seinen Clan. Allen anderen Wahlen waren getürkt und gefälscht, z.B. 2006 gegen Manuel Rosales.Sie haben Recht Ohne Zweifel!!!

    • 5.1
      Herbert Merkelbach

      Senor Bettler, Ihren Optimismus für das Jahr 1998 in allen Ehren. Ich bin überzeugt, das bereits in jenem Jahr die Wahlen gefälscht, zumindest stark zu Gunsten von Chavez an den Stimmboxen beeinflusst, beeinträchtigt waren.
      Es ist doch über alle Zweifel unstrittig, das der Galaktiker, der Erlöser der Menschheit, der Heilsbringer für all die Armen in VE, der ausgesprochene GUTMENSCH, der nicht zu übertreffende Retter des venezolanischen Volkes gegen den Imperialismus, sprich gegen das Imperium USA, mit seinen Henkersknechten 1992 den Putsch zur Übernahme in VE begangen hat. Wer glaubt einem Menschen, der undemokratisch an die Macht will. Doch nur Verblendete, Kommunisten (Diktatur des Proletariats), Schwachsinnige.
      Was sich in Venezuela abspielt ist eine wirkliche FALLSTUDIE für zukünftige Politwissenschaftler: auf diese Art und Weise wird ein Land durch eine Ideologie (Chavismus in Anlehnung an den Kommunismus) auf Jahre hinaus zerstört.

      • 5.1.1
        fideldödeldumm

        Also ich kenne einige, die Chavez gewählt haben, weil er ein Militär-Mann war und sie die Hoffnung hatten, dass er aufräumt. Genauso hatten die Armen die Hoffnung, dass er ihnen etwas Wohlstand bringt. Die Wahl schien mir glaubhaft zu sein. Leider wurden diese Menschen fast alle enttäuscht.

      • 5.1.2
        Martin Bauer

        Ich kann nicht beurteilen, ob die Wahlen damals schon manipuliert waren. Aber ich kann bestätigen, dass viele Menschen damals ehrliche Hoffnung auf eine Verbesserung der Politik hegten und deshalb Chávez wählten. Menschen, denen kurze Zeit später schmerzlich bewusst wurde, welch verheerenden Fehler sie mit ihrer Stimmabgabe begangen hatten.
        Und, ganz klar, wenn ein ebenso unbedeutender wie geltungssüchtiger, kleiner Offizier, ein feuchter Pfurz im Wind, einen Staatsstreich anzettelt, um sein aufgeblasenes Ego zu befriedigen, dann wird von diesem Wicht niemals etwas Positives zu erwarten sein. In so fern waren 1998 viele Venezolaner blind auf beiden Augen.

    • 5.2
      fernando

      Ich kenne auch viele die damals HCF gewählt haben.

  6. 6
    hombre

    der Artikel gehört in ein „linkes Blatt“…

    was interessieren einer Demokratie die Meinung Regierungsnaher Institute?

    • 6.1
      fernando

      Wieso soll dieser Artikel denn in ein linkes Blatt?

      • 6.1.1
        fideldödeldumm

        Weil bevorzugt dort so ein Propaganda-Schwachsinn steht. Müsste Ihnen doch bekannt sein.

      • 6.1.2
        Herbert Merkelbach

        Weil in solchen Blättern diesen Lesern mehrfach ein geistiger Orgasmus hervorruft.

    • 6.2
      fernando

      Ok, dann schreibt doch einen Leserbrief an Latina Press. Ansonsten müßt ihr euch halt verabschieden.

      • 6.2.1
        Martin Bauer

        Sich verabschieden…? Ach, das wäre nun wirklich eine gute Tat von Ihnen!

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