Venezuela: Endgültige Räumung des “Torre de David” bleibt offen

torre

45 Stockwerke ragt der Schandfleck in den Himmel über Caracas (Foto: Screenshot YouTube)
Datum: 17. August 2014
Uhrzeit: 15:09 Uhr
Leserecho: 7 Kommentare
Autor: Redaktion
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Der “Torre de David” (Turm des David) gilt seit 2007 als das wohl größte und höchste besetzte Haus der Welt. Vor rund drei Wochen gab die venezolanische Regierung bekannt, dass der höchste Slum der Erde geräumt wird. Laut Ernesto Villegas, Staatsminister für die revolutionäre Umgestaltung des Großraumes von Caracas, haben 38% der 1.156 Familien die 192 Meter hohen Bauruine im Herzen der Hauptstadt bereits geräumt.

„Es schien von Anfang an unmöglich, dass dieses Problem friedlich gelöst werden kann. Nun sind aber bereits 1.690 von 4.438 Personen freiwillig gegangen. Ich will keinen unnötigen Druck ausüben und lasse deshalb das Datum für die endgültige Räumung des Turms offen“, so Villegas in einer Fernsehsendung. Er bekräftigte, dass das „Schicksal“ des Torre de David in einer offenen Debatte bestimmt werden wird und dass alle Optionen, einschließlich Abriss, in Betracht gezogen werden.

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Kommentarbereich

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  1. 1
    VE-GE

    Ja wo sollen den all die Leute auch hin ?

  2. 2
    Marvin Scott

    Ja, wo sollen sie hin? Wie für jedes Problem hat die Regierung auch hier keine Lösung. Grosse Sprüche aber nichts dahinter. Studenten hauen lassen, die dagegen protestieren, das macht hingegen saumässig Spass.

  3. 3
    Der Bettler

    Alles was diese Unregierung jemals angefangen hat,wurde nie fertiggestellt.Warum sollten sie es diesesmal durchziehen? Wohnungen sind keine vorhanden,und Angst haben sie auch,daß ihnen die
    untere Gesellschaftsschicht abspringt.So bleibt das schöne Hochhaus mitten in Caracas allen noch eine zeitlang erhalten.Geld zum abreißen oder fertigbauen haben sie sowieso nicht.

  4. 4
    Herbert Merkelbach

    Man sprach vor einigen Wochen von einem chinesischen Investor/einigen chinesischen Investoren, der/die dieses Gebäude übernehmen wollte. In der Zwischenzeit habe ich nichts mehr darüber gelesen

  5. 5
    Inge Alba

    Ich glaube, die Chinesen bekommen langsam kalte Füsse, sie selbst versuchen sich etwas an den Westen anzunähern, da will man sich doch nicht mit so einem Wrackgebäude abgeben, was sollten sie daraus machen? Caracas boomt nicht, die Chinesen wollen aber Geschäft machen, ein einträgliches, aber nicht in ein Slum investieren. Leider muss man sagen, dass die pinta die CCS. hat, noch mehr heruntergekommen ist, vorbei die Zeiten von schicken Einkaufcentern, schicken Geschäften, selbst die Venezolanerin die früher immer ihr letztes Erspartes an ein trapo gehängt hat, die hat entweder kein Bolo mehr übrig oder sie bekommt nichts mehr dafür. Und es reicht eben nicht jedem nach Miami zu fliegen um ein bisschen zu shopen. Erinnere mich noch, als die muchachas nach Margarita flogen um dort einzukaufen und die secretarias sind nach Miami geflogen, auch alles aus und vorbei, dank sei dem Sozilaismus a la Chavez. Also, den Turm kann sich der Maduro selbst reinziehen, verkaufen wird er ihn wohl nicht können, er kann ihn ja seinem amigo dem Fidel schenken, der macht dort dann Altensport.

    • 5.1
      Herbert Merkelbach

      Natürlich bleibt den Chinesen die wirtschaftliche Situation in Venezuela nicht verborgen. Wenn eine chinesische Ratingagentur vor kurzem Venezuela herabgestuft hat, dann ist dies ein Beweis, dass man genau weiß, was sich in Venezuela abspielt. Den Chinesen bleibt auch nicht verborgen, dass sich die venzolanische Wirtschaft in einer Rezession befindet. Da die BCV keine Zahlen über das BIP für das erste Halbjahr veröffentlicht, auch nicht über die Inflationsrate seit Mai 2014, ist es nur möglich, auf inoffizielle Daten zurückzugreifen. UND den Chinesen wird es nicht entgangen sein, dass sich das BIP Venezuelas in den ersten beiden Quartalen um 5,5% und 4,5% verringert hat. Man wird wahrscheinlich auch die oppositionelle Presse Venezuelas in China lesen. Mit einer weiteren Kreditvergabe an den venezolanischen Staat als auch an die Pdvsa wird man sich in China höchstwahrscheinlich schwer tun.
      Deshalb auch der Versuch, die Citgo in den USA zu einem Preis von ca. US$ 7 – 10, evtl. $ 15 Milliarden zu verkaufen.
      Frage ist nur: wer könnte als Käufer auftreten? Da gibt es noch das Problem der zwei Enteignungen gegen US-amerikanische Erdölproduzenten. Sollte Venezuela den Verkauf nicht schnellstens über die Bühne bringen, es könnte eng werden mit dem Eigentum der Pdvsa in den USA. Die Amerikaner lassen nicht locker, deren Verfahren gegen Venezuela ist bereits sehr weit vorangekommen und nicht, dass es eines Tages heißt, dass die Vermögenswerte der Citgo diesen beiden Firmen zugesprochen werden.
      Das Land mit der obersten Glückseligkeit würde noch weiter in den Abgrund stürzen.

  6. 6
    Amiguita

    Hier ein interresanter Artikel über den Torre und seine Bewohner.
    Hier wird anschaulich beschrieben wie es in chavez Land zu geht.
    Ich denke auch Maduro hat kalte Füsse bekommen, der Torre ist ein Staat im Staat und funktioniert nach eigenen Gesetzen.

    Hier der Link:
    http://prodavinci.com/2013/01/28/ciudad/el-poder-y-la-torre-por-jon-lee-anderson/
    Ganz am Ende des Artikels ist auch ein Link auf den Original Text in Englisch

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