US-Küstenwache repatriiert 43 Migranten nach Kuba

Datum: 24. Oktober 2014
Uhrzeit: 06:42 Uhr
Leserecho: 6 Kommentare
Autor: Redaktion
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Die US-Küstenwache hat am Mittwoch (22.) 43 kubanische Migranten nach Bahia de Cabañas (Kuba) repatriiert. Während drei verschiedenen Aktionen hatten die Flüchtlinge versucht, über die Floridastraße in die USA zu gelangen. Die Floridastraße ist eine zwischen 100 und 200 Kilometer breite Meeresstraße zwischen dem US-Bundesstaat Florida und Kuba im Süden.

Um dem menschenverachtenden kommunistischen System auf Kuba zu entfliehen, nehmen jährlich Tausende Kubaner eine gefährliche Reise auf sich und versuchen die Küste von Florida (USA) oder von Puerto Rico zu erreichen. Die Flucht vor der Diktatur hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 (Bilanzstichtag 30. September) einen traurigen Rekord erreicht. Nach Angaben der US-Küstenwache griffen die Behörden insgesamt 3.722 kubanische Staatsbürger auf, eine Steigerung von 75% zum vorherigen Geschäftsjahr (2.129).

Die Haltung der US-Regierung zu den kubanischen Flüchtlingen ist komplex. Die Wet feet, dry feet policy (Nasse-Füße-Trockene-Füße-Politik) genannte Politik erlaubt denjenigen Kubanern, die es auf US-amerikanischen Boden schaffen (dry feet – trockene Füße), in den USA zu bleiben, und diejenigen, die vor den Küsten der USA abgefangen werden (wet feet – nasse Füße), müssen nach Kuba zurückkehren.

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  1. 1
    alexandro

    Es wird höchste Zeit, das Obama diese amerikanische, menschenunwürdige Politik ändert. Wo ist der Unterschied, ob Meschen mit trockenen oder mit nassen Füssen ein Asyl erreichen. Man kann sich vorstellen was mit den zurückgeführten Bootsflüchtlingen passiert und braucht sich über enstehenden Hass nicht zu wundern

  2. 2
    Martin Bauer

    Obama zähle ich zu der gleichen Kategorie von Null-Nummern, wie seine Vorgänger Ford, Carter, Clinton und Bush junior. Die bringen weder die USA voran, noch den Rest der Welt.

  3. 3
    Ulli Peters

    Cuba mit Schwarz oder Weiß zu beurteilen, beweist viel politische Dummheit. Und völlige Unkenntnis dieses schwierigen, faszinierenden Landes mit seinen ungewöhnlichen Menschen. Genauso lassen sich die Flüchtlinge nicht pauschal beurteilen. Ein nicht unerheblicher Teil dieser Leute sind Kriminelle, die vor ihren Taten und deren Aburteilung fliehen. Andere halten wieder die Schikanen der Behörden nicht aus. Es gibt kein Schwarz-Weiß. Nirgendwo! Sehr interessant wäre, das weitere Leben von Flüchtlingen in die USA langfristig zu dokumentieren. Nicht wenige werden von der Miami-Mafia, zu deren willigen Vollstreckern ja auch Gouverneur Bush gehörte, rekrutiert. Andere gehen unter, da sie keine Arbeit oder den für sie wichtigen Anschluss an andere Menschen finden. Die meisten Cubanos haben nachher ein einziges großes Problem: Die Einsamkeit und das Fehlen der für sie so wichtigen täglichen, breiten Kommunikation. Da nützen auch eventuelle materielle Vorteile nichts. Aber für diese Erkenntnisse ist es dann meistens zu spät.
    Und da gebe ich meinem Vorredner recht: Selten hat mich ein amerikanischer Präsident mehr enttäuscht als Großmaul und Versager Obama.

    • 3.1
      Martin Bauer

      Nur ist die mieseste Form von kapitalistischer Demokratie immer noch eine Million mal besser, als der beste Sozialismus, und der mieseste U.S. Präsident, selbst Halunken wie Nixon oder Bush sr., war noch immer Tausend Mal besser, als jeder rote Diktator unter Hammer und Sichel, oder auch alsdie aktuellen Protagonisten der LINKE. – Lassen wir Menschen, gute und schlechte, ihre Probleme in einer Umgebung von Freiheit und Achtung der Menschenwürde lösen, mit all den Fehlern dieser Umgebung, an deren Beseitigung eine pluralistische Gesellschaft permanent arbeitet! Gegen Kuba hab ich nichts, nur dessen Regierung und alle, die sie unterstützen, wünsche ich zum Teufel.

    • 3.2
      alexandro

      Wir sind froh, das es Leute wie “ Peters Ulli“ gibt, sonst müssten wir mit der unterstellten Schwarz Weiß Mentalität unser Leben fristen.Nachdem ich seit mehr als 50 Jahren, Venezuela, Kuba und viele andere Länder mehrmals besucht und dort gelebt habe,kenne ich die Schönheit dieser Länder, ihre Menschen und ihre Eigenarten, ihre Probleme mit dem aufgezwungenen Sozialismus. Flüchtlinge egal aus welchem Grund sie ihre Heimat verlassen haben oder mussten haben in erster Linie alle das Problem der Heimatlosigkeit, auch die Flüchtlinge und Vertriebenen aus dem Deutschen Osten nach und im 2.Weltkrieg

      • 3.2.1
        Martin Bauer

        Ich kann hier nirgendwo Schwarz/Weiss Mentalität entdecken. Entschiedener Gegner einer bestialischen Diktatur und des ihm zugrunde liegenden Systems zu sein, trifft den Tatbestand wohl kaum. „Gute“ oder auch nur halbwegs akzeptable Vertreter eines kommunistischen Systems gibt es eben so wenig, wie weisse oder graue Rappen. – Die Flüchtlingspolitik der USA verstehe auch ich nicht, das habe ich ja weiter oben schon angedeutet. Das Zurückschicken von Flüchtlingen aus einem kommunistischen Land an der wet/dry feet Regel fest zumachen, betrachte ich als barbarische Willkür. Sie aber zurück zu schicken, weil möglicherweise Straftäter darunter sind, wäre absurd und Speichelleckerei gegenüber des Castro-Regimes. Da dürfte ja kein Mensch auf der Welt eine Grenze übertreten, weil er vielleicht eine Krimineller sein könnte, und ihm noch nicht einmal Gelegenheit gegeben wird, nachzuweisen, dass er keiner ist. Ich glaube auch nicht, dass Ulli Peters das so gemeint hat.

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