Heer von Wirtschaftsprüfern gegen die Korruption auf Kuba im Einsatz

Datum: 17. April 2010
Uhrzeit: 06:34 Uhr
Leserecho: 0 Kommentare
Autor: Redaktion
Autor folgen:
Sprachkurs Spanisch (Südamerika)

Die kommunistische Gesellschaft auf Kuba ist von Korruption durchdrungen. Die kubanische Regierung setzt eine Armee von Wirtschaftsprüfern ein, um Unregelmäßigkeiten aufzuspüren. Beim einfachen Straßen Milch-Anbieter bis hin zum höchsten Beamten werden Tausende von Finanz-Inspektoren bei rund 750 Unternehmen mit ihren Untersuchungen für einige Überraschungen sorgen.

Verwurzelt in Jahrzehnten staatlicher Kontrolle über die Wirtschaft in Kuba, ist die ausufernde Korruption zu einem vordringlichen Anliegen der Regierung von Raul Castro geworden. Besonders in einer Zeit des politischen Übergangs führt sie zu einer Instabilitat auf der Insel. „Korruption ist gefährlicher als die so genannte interne Dissidenz“, sagte Politologe Esteban Morales. In den letzten zwei Jahren, insbesondere nach der Machtübergabe von Fidel an seinen jüngeren Bruder Raul ist die Korruption auf dem Vormarsch, „mit einer verstärkten Beteiligung der (Regierungs-) Führungskräfte und Beamte“, so Rechtsanwalt Caridad Sabo. „Es gibt Leute, die arbeiten für die Regierung, gleichzeitig schaffen sie sich aber ein finanzielles Polster für den Tag, wenn die Revolution  zusammenbricht“.

„Jeder ist verunsichert, weil Sie nie wissen, wann ein Inspektor an ihre Türe klopft“, teilte ein Beamter eines staatlichen Unternemens, der nicht namentlich genannt werden möchte, mit. „Das Problem ist, wenn sie etwas finden wollen, dann finden sie es auch“.

Anzeige
wandere aus, solange es noch geht

P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie jetzt Fan von agência latinapress! Oder abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter und lassen sich täglich aktuell per Email informieren!

© 2009 - 2016 agência latinapress News & Media. Alle Rechte vorbehalten. Sämtliche Inhalte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigung und Verbreitung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung von IAP gestattet. Namentlich gekennzeichnete Artikel und Leser- berichte geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Für Einsendungen und Rückmeldungen bitte das Kontaktformular verwenden.

Dies könnte Sie auch interessieren

Kommentarbereich

Hinweis: Dieser Kommentarbereich ist moderiert. Leser haben hier die Möglichkeit, Ihre Meinung zum entsprechenden Artikel abzugeben. Dieser Bereich ist nicht dafür gedacht, andere Personen zu beschimpfen oder zu beleidigen, seiner Wut Ausdruck zu verleihen oder ausschliesslich Links zu Videos, Sozialen Netzwerken und anderen Nachrichtenquellen zu posten. In solchen Fällen behalten wir uns das Recht vor, den Kommentar zu moderieren, zu löschen oder ggf. erst gar nicht zu veröffentlichen.

Leider kein Kommentar vorhanden!

Diese News ist älter als 14 Tage und kann nicht mehr kommentiert werden!